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MiCA: 83 % der EU-Krypto-Firmen noch ohne Lizenz

Von den über 1.200 Anbietern für virtuelle Vermögenswerte, die in der EU unter alten nationalen Registrierungen tätig…

Von den über 1.200 Anbietern für virtuelle Vermögenswerte, die in der EU unter alten nationalen Registrierungen tätig sind, haben nur etwa 210 eine Lizenz als Krypto-Dienstleister (CASP) im Rahmen von MiCA erhalten — und die Übergangsfrist endet am 1. Juli.

Warum das wichtig ist

MiCA ist der weltweit erste umfassende Regulierungsrahmen für Kryptowerte. Mit dem Stichtag am 1. Juli endet die Bestandsschutzfrist, die es Unternehmen erlaubt hatte, unter bestehenden nationalen Genehmigungen weiterzuarbeiten. Die Lücke von 83 % bedeutet, dass rund 1.000 in der EU ansässige Krypto-Unternehmen vor einer existenziellen Frage stehen: vollständige MiCA-Konformität herstellen, den EU-Betrieb einstellen oder in ein Drittland umziehen. Die nationalen Aufsichtsbehörden (NCAs), angeführt von Deutschlands BaFin und Frankreichs AMF, haben nun Ermessensspielraum, wie streng sie die Frist gegen Altbetreiber durchsetzen.

Auswirkungen auf den Markt

Die Konzentration der Lizenzierungen ist für die Marktstruktur relevant: Die Unternehmen, die die CASP-Hürde genommen haben (vor allem große Börsen und Stablecoin-Emittenten), erhalten einen verteidigbaren EU-weiten Pass, während nicht lizenzierte Wettbewerber mit Serviceunterbrechungen oder einem geografischen Rückzug rechnen müssen. Für Nutzer beschleunigt die Frist die Konsolidierung hin zu konformen Handelsplätzen und erhöht die Wahrscheinlichkeit eingeschränkter Produktangebote — insbesondere bei auf Euro lautenden Stablecoins und hoch gehebelten Derivaten — auf Altplattformen bis zur vollständigen Konformität. Achten Sie auf Durchsetzungsbekanntmachungen der NCAs im Juli als das eigentliche Signal dafür, ob die Umstellung hart oder weich gehandhabt wird.

Häufig gestellte Fragen

  1. Was ist MiCA und was bedeutet die Frist am 1. Juli?

    MiCA ist die EU-Verordnung über Märkte für Krypto-werte. Die Frist am 1. Juli beendet den Übergangszeitraum, der Krypto-Firmen erlaubte, unter alten nationalen Registrierungen ohne vollständige CASP-Lizenz tätig zu sein.

  2. Wie viele EU-Krypto-Firmen haben MiCA-Lizenzen erhalten?

    Rund 210 der über 1.200 nach alten nationalen Regeln registrierten Anbieter für virtuelle Vermögenswerte haben die neue CASP-Lizenz erhalten — etwa 17 % der Gesamtzahl.

  3. Was geschieht mit Krypto-Firmen ohne CASP-Lizenz nach dem 1. Juli?

    Nicht lizenzierte Firmen müssen vollständige MiCA-Konformität erreichen, den EU-Betrieb einstellen oder in ein Drittland umziehen. Die nationalen Aufsichtsbehörden haben Ermessen bei der Durchsetzung gegen Altbetreiber.

  4. Welche Aufsichtsbehörden setzen MiCA durch?

    Die nationalen Aufsichtsbehörden (NCAs) setzen MiCA auf Ebene der Mitgliedstaaten durch, angeführt von Deutschlands BaFin und Frankreichs AMF. ESMA koordiniert die grenzüberschreitende Aufsicht im gesamten Block.

  5. Wie wirkt sich MiCA auf Krypto-Nutzer in der EU aus?

    Nutzer sehen eine beschleunigte Konsolidierung hin zu konformen Plattformen, mögliche Serviceunterbrechungen bei Altanbietern und eingeschränkte Produktangebote — insbesondere Euro-Stablecoins und hoch gehebelte Derivate — bis nicht lizenzierte Firmen die Konformität erreichen.

Quellenangabe
Aggregiert von Crypto News · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 70d
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