Aave Labs hat die FCA-Krypto-Asset-Börsenzulassung für seine britischen Tochtergesellschaften Push Labs Ltd. und Push Virtual Assets Ltd. erhalten, die auf einer bestehenden Genehmigung als Elektronisches Geldinstitut aufbaut. In Kombination mit einer MiCAR CASP-Lizenz, die im November 2025 von der Zentralbank von Irland erworben wurde, operiert Aave nun unter einem dualen Genehmigungsrahmen, der sowohl das Vereinigte Königreich als auch den EWR abdeckt — und damit den Weg für gebührenfreie Fiat-zu-Stablecoin-On- und Off-Ramps ebnet sowie für das, was Gründer Stani Kulechov als "next-generation, zero-fee on-chain consumer financial products" bezeichnete.
Push ist als regulierter Zugang zu Aaves Kreditprotokoll konzipiert: Bankkonten werden in Stablecoins umgewandelt, Stablecoins fließen in GHO, sGHO-Ersparnisse und Aave-Kredite. Das Protokoll verankert bereits den On-Chain-Kreditmarkt mit fast 14 Milliarden USD in TVL und 10,7 Milliarden USD an ausstehenden Krediten, was über 633 Millionen USD an jährlichen Gebühren generiert. Die fehlende Schicht war immer eine konforme, reibungslose Verbindung von traditionellen Bankkonten — Push wurde entwickelt, um dies zu liefern.
Der Governance-Kontext ist wichtig. Eine kürzliche DAO-Abstimmung hat den Rahmen "Aave Will Win" etabliert, der verlangt, dass 100 % der Einnahmen aus allen Aave-branded Verbraucherprodukten — einschließlich Push — an die DAO-Kasse geleitet werden. Das ändert die Anreizstruktur von Labs, die ein eigenständiges Fintech aufbauen, zu Labs, die einen Vertriebskanal aufbauen, dessen kommerzielle Erträge den AAVE-Inhabern gehören. Der Bärenfall bleibt die Umwandlung: Wenn Push-Nutzer Fiat in Stablecoins umwandeln und zu externen Wallets abziehen, wird es zu einer teuren regulierten Infrastruktur ohne Protokollaufwertung.