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BankChain Alliance plant Blockchain-Start 2027 für US-Banken

Banken bauen nun selbst, was sie der Kryptoindustrie ein Jahr lang nicht zugestehen wollten: eine permissionierte Chain für Stablecoins und tokenisierte Einlagen, die von der Branche selbst gesteuert wird.

BankChain Alliance plant Blockchain-Start 2027 für US-Banken
BankChain Alliance plant Blockchain-Start 2027 für US-Banken
BankChain Alliance plant Blockchain-Start 2027 für US-Banken
BankChain Alliance plant Blockchain-Start 2027 für US-Banken

Neununddreißig Bankenverbände aus US-Bundesstaaten haben sich der neuen „BankChain Alliance“ angeschlossen, die 2027 ein landesweites Blockchain-Netzwerk starten will, um Smart Payments, tokenisierte Einlagen und Stablecoins innerhalb des von Banken selbst kontrollierten Regulierungsbereichs zu ermöglichen. Der Zusammenschluss bezeichnet das Projekt als „im Besitz der Branche, von ihr entworfen und von ihr gesteuert“ und sucht weiterhin einen Technologiepartner für den Aufbau der zugrunde liegenden Infrastruktur. Kathy Kraninger, Leiterin der Florida Bankers Association und ehemalige Direktorin des Consumer Financial Protection Bureau, fungiert als Interims­vorsitzende.

Warum das wichtig ist

Der Start fällt in das zweite Jahr eines erbitterten politischen Streits in Washington zwischen traditionellen Banken und der Kryptoindustrie darüber, wie Stablecoins reguliert werden sollen und wer sie ausgeben darf. Bankenverbände haben den Konflikt vor der Abstimmung des Senats über den GENIUS Act bereits zugespitzt und drängen darauf, die Stablecoin-Renditen zu begrenzen und die Regeln für Emittenten zu verschärfen. Der Aufbau einer parallelen, permissionierten Chain für dieselben Anwendungsfälle ist eine strukturelle Antwort: Die Banken wollen die Kryptoindustrie nicht mehr nur über die Regulierung bekämpfen, sondern nun auf der Infrastrukturebene mit ihr konkurrieren.

Auswirkungen auf den Markt

Der Allianz fehlt zwar noch ein Technologiepartner, doch die Größe der Koalition und die Darstellung des Projekts zeigen bereits, wohin sich die Tokenisierung auf Bankenniveau entwickelt. Ein separater Vorstoß von Swift im vergangenen Monat, bei dem 17 Banken, darunter Citi, BNY und Wells Fargo, Transaktionen unter Live-Bedingungen auf einem Ledger für tokenisierte Vermögenswerte testeten, zeigt, dass sich der breitere Bankensektor aus mehreren Richtungen demselben Vorgehen annähert. Für Stablecoin-Emittenten und Start-ups im Bereich tokenisierter Einlagen, die auf banknahen Infrastrukturen tätig sind, eröffnet der BankChain-Ansatz die Aussicht auf eine regulierte Alternative, die institutionelles Volumen in den regulatorischen Bereich holt, den Banken bereits kontrollieren.

Häufig gestellte Fragen

  1. Was ist die BankChain Alliance?

    Ein Zusammenschluss von 39 Bankenverbänden aus US-Bundesstaaten, der ein landesweites Blockchain-Netzwerk plant, das 2027 starten und Stablecoins, Smart Payments sowie tokenisierte Einlagen innerhalb des von Banken selbst kontrollierten Regulierungsbereichs ermöglichen soll.

  2. Wer leitet die BankChain Alliance?

    Kathy Kraninger, Leiterin der Florida Bankers Association und ehemalige Direktorin des Consumer Financial Protection Bureau, fungiert als Interimschefin des Projekts.

  3. Wie unterscheidet sich BankChain von bestehenden öffentlichen Kryptonetzwerken?

    Der Verbund beschreibt das Projekt als „im Besitz der Branche, von ihr entworfen und von ihr gesteuert“ und positioniert es als permissionierte Alternative, die von regulierten Banken für regulierte Banken betrieben wird, statt als offene Blockchain.

  4. Warum starten Banken jetzt ihre eigene Blockchain?

    Der Schritt fällt in das zweite Jahr eines erbitterten politischen Streits in Washington zwischen Banken und der Kryptoindustrie über die Regulierung von Stablecoins, insbesondere im Zusammenhang mit dem GENIUS Act. Der Aufbau einer parallelen Chain ist eine strukturelle Antwort: Die Banken wollen über die…

  5. Wie fügt sich BankChain in andere von Banken geführte Blockchain-Projekte ein?

    Im vergangenen Monat führte Swift mit 17 Banken, darunter Citi, BNY und Wells Fargo, Live-Transaktionstests auf einem Ledger für tokenisierte Vermögenswerte durch. Das zeigt, dass sich der breitere Bankensektor aus mehreren Richtungen demselben Vorgehen annähert.

Quellenangabe
Aggregiert von CoinDesk · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 1h
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