Ein überparteiliches Duo von Abgeordneten des US-Repräsentantenhauses hat am Donnerstag einen Gesetzentwurf vorgelegt, mit dem eine Federal Cryptocurrency Theft Task Force geschaffen werden soll — ein ressortübergreifendes Gremium, das beim Justizministerium (Department of Justice) angesiedelt ist und vom US-Generalbundesanwalt geleitet wird. Der Entwurf, eingebracht von Rep. Lance Gooden (R-Texas), Mitglied des Justizausschusses des Repräsentantenhauses, und Rep. Josh Gottheimer (D-N.J.), Mitglied des Finanzausschusses, würde neben dem DOJ auch das FBI, das Heimatschutzministerium (Department of Homeland Security) und das Finanzministerium (Treasury Department) einbinden. Die Taskforce soll zur zentralen föderalen Anlaufstelle für die Verhinderung und Ermittlung von Krypto-Diebstahl werden, einschließlich Betrug, sogenannter Pig-Butchering-Operationen und staatlich gestützter Hackerangriffe.
Der Gesetzentwurf fällt in einen Kontext von $11 Milliarden an Krypto-Diebstählen und -Betrügereien im vergangenen Jahr — eine Zahl, die Gottheimer anführte, um zu begründen, dass „Opfer nirgendwo hin können". Die Gesetzesinitiative kommt zudem in einem regulatorischen Umfeld, das sich zuletzt spürbar verschoben hat: Anfang dieses Jahres hatte das DOJ sein eigenes National Cryptocurrency Enforcement Team aufgelöst, wobei die neue Führung argumentierte, die Einheit habe die Branche eher durch Vollzug reguliert als Straftaten verfolgt. Gooden präsentierte die neue Taskforce als Schließung genau dieser Koordinierungslücke und sagte, sie werde „Verbraucher schützen, Diebe hart verfolgen und das Vertrauen in das Krypto-Ökosystem stärken".
Warum das wichtig ist
Der Vorschlag ist die bislang konkreteste Kongressantwort auf eine Beschwerde, die die Branche seit Jahren begleitet: dass Fälle von Krypto-Diebstahl durch die Maschen zwischen Bundesbehörden, Landes- und lokaler Polizei sowie privaten Ermittlern fallen. Branchenverbände wie die Digital Chamber haben genau auf diese Art einheitlicher föderaler Reaktion gedrängt, und Denniss Porter, CEO des Satoshi Action Fund, sagte, die Ansiedlung der Taskforce beim Justizministerium „gibt Opfern, Ermittlern und der lokalen Strafverfolgung die einheitliche föderale Antwort, die ihnen bislang gefehlt hat". Ressortübergreifende Koordinierung ist nicht beispiellos — die 2021 geschaffene Joint Ransomware Task Force und die im vergangenen Jahr vom Finanzministerium geleitete Scam Center Strike Force, die bereits Krypto im Wert von mehr als $700 Millionen beschlagnahmt hat, folgen einer ähnlichen Logik.
Auswirkungen auf den Markt
Für die Branche hat der Gesetzentwurf zwei Seiten.
Häufig gestellte Fragen
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Was würde die Federal Cryptocurrency Theft Task Force konkret tun?
Laut Gesetzentwurf soll die Taskforce föderale Ermittlungen zu Krypto-Diebstahl koordinieren und leiten — von Betrug und Pig-Butchering-Scams bis hin zu staatlich gestützten Hacks — und als zentrale Anlaufstelle für Opfer, Ermittler und lokale Strafverfolgungsbehörden dienen.
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Welche Behörden wären an der neuen Taskforce beteiligt?
Die Taskforce wäre beim Justizministerium (Department of Justice) angesiedelt und würde vom US-Generalbundesanwalt geleitet, unter Beteiligung des FBI, des Heimatschutzministeriums (Department of Homeland Security), des Finanzministeriums (Treasury Department) und weiterer Bundesbehörden.
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Wer hat den Entwurf eingebracht — und ist er überparteilich?
Der Gesetzentwurf wurde von Rep. Lance Gooden, Republikaner im Justizausschuss des Repräsentantenhauses, und Rep. Josh Gottheimer, Demokrat im Finanzausschuss, eingebracht — ein ausschussübergreifendes, überparteiliches Gespann.
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Warum wird der Entwurf gerade jetzt eingebracht?
Die Abgeordneten verwiesen auf $11 Milliarden an Krypto-Diebstählen und -Betrügereien im vergangenen Jahr und auf die jüngste Auflösung des National Cryptocurrency Enforcement Team durch das DOJ als Beleg dafür, dass die föderale Koordinierung in Fällen gestohlener Kryptowerte versagt hat.
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Wie stehen die Chancen, dass der Entwurf Gesetz wird?
Eigenständige Gesetzgebung in einer vollen Kongresssaison wird selten allein verabschiedet. Der Taskforce-Vorschlag wird eher vorankommen, wenn er an ein größeres, zwingend erforderliches Gesetzespaket angehängt wird — sein eigenständiger Weg ist ungewiss.