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Bitcoin-Abverkäufe folgten Marktschocks, nicht US-Wahlen

Der historische Vergleich deutet auf Liquidität und spezifische Probleme im Kryptomarkt als Auslöser hin. Das aktuelle makroökonomische Umfeld weist zwar einige Anzeichen einer Straffung auf, doch ein vergleichbares Ereignis mit Verkäufen unter Zwang fehlt.

Bitcoin fiel nach den US-Zwischenwahlen 2014, 2018 und 2022. Die Abverkäufe fielen jedoch mit separaten Schocks an den Kryptomärkten und einer Straffung der Finanzbedingungen zusammen. Den analysierten Angaben zufolge betrugen die Rückgänge 2014 innerhalb von 71 Tagen 48 %, 2018 innerhalb von 39 Tagen 51 % und 2022 innerhalb von 13 Tagen 15 %. Das Argument lautet, dass die Wahltermine die Rückgänge nicht ausgelöst hätten, sondern in eine ohnehin fragile Marktlage fielen.

Warum das wichtig ist

2014 befand sich Bitcoin nach seinem Höchststand im Dezember 2013 bei knapp 1.150 US-Dollar und dem Zusammenbruch von Mt. Gox bereits tief in einem Bärenmarkt. Die Fed beendete sechs Tage vor den Zwischenwahlen ihre quantitative Lockerung. Im Januar 2015 wurde Bitstamp gehackt. Dabei gingen rund 19.000 BTC verloren, und Auszahlungen wurden fünf Tage lang ausgesetzt. Bitcoin erreichte später bei etwa 170 US-Dollar seinen Tiefpunkt.

2018 bewegten sich die Kurse rund um die Wahl kaum, bevor Bitcoin am 14. November im Zuge des Hash-Kriegs um Bitcoin Cash um 15 % einbrach. Die Analyse verweist außerdem auf eine sinkende Hashrate, den Druck auf ICO-Kassen infolge des Vorgehens der SEC und Zinserhöhungen der Fed. 2022 fielen der Zusammenbruch von FTX, die anschließenden Auszahlungsstopps bei BlockFi und Genesis sowie eine Zinserhöhung der Fed um 75 Basispunkte mit dem Rückgang von Bitcoin auf etwa 15.500 US-Dollar zusammen.

Auswirkungen auf den Markt

Gemeinsam ist den Episoden kein einzelnes wiederkehrendes Ereignis, sondern spezifischer Stress im Kryptomarkt, der auf Märkte mit begrenzter Liquidität traf. Die Analyse warnt, dass drei unterschiedliche Episoden eine zu kleine Stichprobe sind, um ein verlässliches Muster bei Zwischenwahlen zu belegen.

Für den aktuellen Zyklus sieht sie eine mögliche Parallele in den strafferen geldpolitischen Bedingungen: Genannt wurden Leitzinsen von 3,75 % bis 4 %, eine Inflation von 3,7 % im September und Renditen von US-Staatsanleihen von über 5 %. Zugleich sei kein vergleichbarer Verkäufer unter Zwang aufgetreten. Nach einem Binance-Hack fiel Bitcoin lediglich um etwa 5 % bis 6 %. Die Analyse hebt anstehende Arbeitsmarkt- und CPI-Berichte als wichtige Hinweise für die Zinsentscheidung der Fed im Dezember hervor, nicht die Wahlergebnisse.

Verwandte Tokens
$BTC $BCH $FTT $ETH

Häufig gestellte Fragen

  1. Was trieb den Rückgang von Bitcoin rund um die Zwischenwahlen 2014?

    Bitcoin befand sich nach seinem Höchststand von 2013 und dem Zusammenbruch von Mt. Gox bereits in einem Bärenmarkt. Die Fed hatte ihre quantitative Lockerung beendet, und Bitstamp wurde im Januar 2015 gehackt.

  2. Was geschah mit Bitcoin nach den Zwischenwahlen 2018?

    Bitcoin reagierte zunächst kaum auf die Wahl und fiel dann am 14. November während des Hash-Kriegs um Bitcoin Cash um 15 %. Die Analyse nennt außerdem den Druck der SEC auf ICOs und Zinserhöhungen der Fed.

  3. Wie überschnitt sich die FTX-Krise 2022 mit dem Rückgang von Bitcoin?

    FTX meldete in derselben Woche wie die Zwischenwahlen Insolvenz an. Darauf folgten Auszahlungsstopps bei BlockFi und Genesis. Auch die Fed erhöhte die Zinsen um 75 Basispunkte, und Bitcoin erreichte später bei etwa 15.500 US-Dollar seinen Tiefpunkt.

  4. Welches Muster erkennt die Analyse in den drei Zyklen?

    Sie verweist auf spezifische Schocks im Kryptomarkt, die in Phasen knapper Liquidität oder einer straffen Geldpolitik auftraten. Die Auslöser waren in den drei Fällen unterschiedlich, und die Episoden reichen nicht aus, um ein verlässliches Muster zu belegen.

  5. Auf welche kurzfristigen Indikatoren verweist die Analyse?

    Sie nennt Arbeitsmarkt- und CPI-Berichte als wichtige Hinweise für die Zinsentscheidung der Fed im Dezember. Die Geldpolitik sei zwar straff, doch ein vergleichbares Ereignis mit Verkäufen unter Zwang sei bislang ausgeblieben.

Quellenangabe
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