Die Entkopplung des Bitcoin von US-Aktien hat laut On-Chain-Analyst Willy Woo ein Niveau erreicht, das seit 2015 nicht mehr gesehen wurde. In jüngsten Beiträgen, die vom Marktbeobachter Benjamin Cowen zitiert wurden, wies Woo darauf hin, dass die Korrelation des Bitcoin mit dem S&P 500 zuletzt in der Vorlaufphase des Bullenmarktes 2017 in diesem Maße zerbrach. Cowen vertritt die These, dass das Allzeithoch 2025 nicht der Bullenmarkt war, auf den Investoren gewartet hatten, und dass die Aufholbewegung, falls Aktien und Krypto jetzt wieder konvergieren, dem ähneln könnte, was Woo als "mythischen Superzyklus" bezeichnet hat.
Cowens eigenes Altcoin-Marktkapitalisierungs-Risikomodell liegt derzeit bei einem Wert von 14. Historisch gesehen war der Preis drei Monate später in 86 % der Fälle höher und ein Jahr später in 100 % der Fälle, wenn dieser Indikator so niedrig war. Cardano (ADA) zeigt einen Wert von 17, SUI liegt bei 20, und Bitcoin selbst bewegt sich in den 20ern. Die Werte deuten auf eine mehrjährige Akkumulationsphase hin und nicht auf einen erschöpften Zyklus.
Warum es relevant ist
Cowens These stützt sich auf den Konjunkturzyklus und nicht auf die Vier-Jahres-Halbierungsuhr. Sein beobachteter PMI-Composite beginnt nach Jahren rekordverdächtiger Kontraktion zu expandieren, und die Wende spiegelt das, was Ende 2015 und erneut 2020 geschah. Beide Wendepunkte fielen mit Ausbrüchen der Altcoin-Dominanz zusammen. Krypto befindet sich am äußersten Ende der Risikokurve, weshalb die Bewegung tendenziell um Quartale hinter den Aktien herhinkt, selbst wenn das zugrundeliegende wirtschaftliche Umfeld unterstützend wirkt. Die Parallele zu 2015 ist relevant, weil die Altcoin-Dominanz im November jenes Jahres ihren Boden fand, genau als der Konjunkturzyklus in die Expansion rollte.
Auswirkungen auf den Markt
Der nächste konkrete Test ist Cowens Prototyp des CCV-Konjunkturzyklusindex, der auf regionalen Herstellungsbefragungen der Fed aus Philadelphia, New York, Dallas, Richmond und Kansas City basiert. Er wartet auf einen Schlusskurs über 51 im dritten Monat in Folge, um die Expansion zu bestätigen. Das vierte Quartal bringt zudem mögliche Verschiebungen bei der Federal Reserve, dem Treasury und dem breiteren politischen Umfeld mit sich, die Cowen als mögliche Konvergenz rahmt, die sich seit 2020 nicht mehr so ergeben hat. Falls es so kommt, fangen Altcoins den Bid zuerst auf und der Superzyklus-Fall verdichtet sich. Falls nicht, bricht das 2015-Analogon und die Konsolidierungsspanne verlängert sich.
Häufig gestellte Fragen
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Was besagt die "Superzyklus"-These, die Willy Woo aufwirft?
Es ist die Idee, dass die aktuelle Entkopplung des Bitcoin von US-Aktien der Vorlaufphase 2015 vor dem Bullenrun 2017 ähnelt. Falls die Konjunkturzyklus-Wende bestätigt wird, könnte Krypto endlich in großem Stil zu den Aktien aufschließen.
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Was signalisiert Cowens Altcoin-Risikomodell derzeit?
Das Altcoin-Marktkapitalisierungs-Risikomodell liegt bei 14. Historisch bedeutete dieser Wert, dass der Preis in 86 % der Fälle drei Monate später höher lag und in 100 % der Fälle ein Jahr später, was auf eine mehrjährige Akkumulation hindeutet.
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Warum ist der Konjunkturzyklus für Kryptopreise relevant?
Cowen beobachtet einen PMI-Composite und einen Prototyp des CCV-Konjunkturzyklusindex. Beide signalisierten Expansionswendepunkte in 2015 und 2020, die den Altcoin-Dominanz-Ausbrüchen vorausgingen.
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Welche Altcoins stuft das Risikomodell als niedrig ein?
Cardano (ADA) zeigt einen Wert von 17, SUI liegt bei 20 und Bitcoin selbst bewegt sich in den 20ern. Alle Werte deuten auf mehrjährige Akkumulationszonen hin und nicht auf erschöpfte Zyklen.
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Was würde das Superzyklus-Setup im vierten Quartal bestätigen?
Cowen beobachtet, ob sein CCV-Index im dritten Monat in Folge über 51 schließt, sowie mögliche politische Verschiebungen bei Fed, Treasury und der breiteren Regierung, die eine Konvergenz im Stil von 2020 erzeugen könnten.