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Bitcoin-Kreditmarkt: Strategy und Strive fallen unter Nennwert

Der erste echte Stresstest kam nach nur sechs Monaten. Da Vorzugsaktien unter Wasser stehen und fast die Hälfte der jüngsten Emissionen unverkauft blieb, stellt sich die Frage, ob die Käuferbasis ausdünnt, bevor Renditen höher neu bewertet werden.

Die Vorzugsaktien von Strategy und Strive fielen im Juni unter Nennwert. Es war der erste größere Ausverkauf im jungen, 10 Milliarden Dollar schweren Treasury-Kreditmarkt rund um Bitcoin, auch wenn das Segment weiter wuchs. Rund die Hälfte der jüngsten Emissionen ließ sich nicht zu den ursprünglichen Konditionen platzieren, ein Zeichen dafür, dass die Nachfrage genau dann am dünnsten ist, wenn Renditen am attraktivsten wirken.

Warum das wichtig ist

Das Vorzugsaktienprodukt ist die strukturelle Innovation, mit der Bitcoin-Treasuries börsennotierter Unternehmen ihre Verschuldung ausweiten können, ohne Stammaktionäre zu verwässern. Eine Dividendenrendite von 10% zeigt das Kreditrisiko, das der Markt nun einpreist: Es sind unbefristete Instrumente mit eingebauten Dividendenpausen, und der Ausverkauf im Juni zeigte, wie schnell Gebote verschwinden, wenn BTC nicht mehr zu ihren Gunsten steigt. Der Markt wuchs, weil der Carry unwiderstehlich war. Er wird sich neu ausrichten, weil Carry allein nie genug war.

Marktauswirkung

Die Kehrseite ist, dass das Segment weiter expandiert. Die Handelsvolumina erreichten während des Rückgangs Rekorde, und Metaplanets in Japan geplante Notierung deutet darauf hin, dass Asien der nächste Markt für Treasury-Kredit-Emissionen wird. Das spricht eher für einen tieferen und breiteren Markt als für einen schrumpfenden. Kurzfristig dürfte die Basis von 10 Milliarden Dollar halten, doch neue Emittenten werden mit einer steileren Renditekurve rechnen müssen, um Papiere zu platzieren. Zudem wird die steuerliche Behandlung von Vorzugsdividenden zur entscheidenden Variable für den nächsten marginalen Käufer oder Verkäufer.

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Häufig gestellte Fragen

  1. Warum fielen die Vorzugsaktien von Strategy und Strive unter Nennwert?

    Der Juni markierte den ersten größeren Ausverkauf im Treasury-Kreditmarkt rund um Bitcoin. Rund die Hälfte der jüngsten Vorzugsaktienemissionen ließ sich nicht zu den ursprünglichen Konditionen platzieren, was selbst bei 10% Rendite eine dünne Nachfrage zeigte.

  2. Wie groß ist der Bitcoin-Treasury-Kreditmarkt?

    Der Markt ist auf rund 10 Milliarden Dollar gewachsen, angetrieben durch Vorzugsaktienemissionen von Strategy, Strive und einer wachsenden Zahl börsennotierter Bitcoin-Treasuries.

  3. Was macht Vorzugsaktien für BTC-Treasuries attraktiv?

    Vorzugsaktien ermöglichen Bitcoin-Treasuries börsennotierter Unternehmen, Fremdkapital aufzubauen, ohne Stammaktionäre zu verwässern. Sie zahlen eine feste Dividende, oft etwa 10%, gestützt durch zugrunde liegende BTC und Unternehmens-Cashflow.

  4. Wächst der Treasury-Kreditmarkt nach dem Ausverkauf weiter?

    Ja. Die Handelsvolumina erreichten während des Juni-Rückgangs Rekorde, und Metaplanet plant eine Emission mit Japan-Notierung, was eher auf einen breiteren und tieferen Markt als auf einen schrumpfenden hindeutet.

  5. Was ändert sich für neue Emittenten nach dem Stresstest im Juni?

    Neue Vorzugsaktien-Deals werden wahrscheinlich höhere Renditen bieten müssen, um platziert zu werden. Zudem wird die steuerliche Behandlung von Vorzugsdividenden für marginale Käufer wichtiger.

Quellenangabe
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