Am 30. Oktober steht Bitcoin ein Optionsverfall im Volumen von 11 Mrd. Dollar bevor. Dabei gibt es mehr Call- als Put-Optionen, das Verhältnis von Put- zu Call-Optionen wird auf etwa 0,53 geschätzt. Wie erwartet ließ die Federal Reserve die Zinsen am 28. Oktober bei 3,75 % bis 4 %. Damit entfällt ein unmittelbares Ereignisrisiko, während Händler weiterhin die geldpolitischen Aussichten und die Positionierung am Derivatemarkt bewerten müssen.
Warum das wichtig ist
Die starke Positionierung in Call-Optionen ist ein konstruktives Signal. Sie belegt jedoch nicht, dass Händler einfach auf steigende Kurse setzen. Optionen können Teil abgesicherter Strategien sein, und Put-Optionen können auch anderen Zwecken als direkten Wetten auf fallende Kurse dienen. Die Kontrakte machen einen großen Anteil des offenen Interesses aus. Der Verfall könnte daher kurzfristige Volatilität auslösen, ist aber kein garantierter Impuls für eine bestimmte Kursrichtung.
Die Marke von 78.000 Dollar wird als theoretischer „Max-Pain“-Wert genannt, bei dem die Auszahlungen an Optionsinhaber insgesamt am niedrigsten wären. Es handelt sich um eine Schätzung, nicht um ein Kursziel: Bitcoin kann je nach Nachfrage, Liquidität und Handelsaktivität darüber oder darunter abgerechnet werden.
Auswirkungen auf den Markt
Verläuft der Verfall ruhig und laufen auslaufende Positionen ohne größere Verkäufe aus, könnte Bitcoin Erholungsspielraum bekommen, sofern Käufer die Unterstützung verteidigen. Der Neustart am Optionsmarkt könnte aber auch eine weitere Kursschwankung mit sich bringen. Für das bullische Szenario braucht es Bestätigung durch Käufer, nicht nur durch die Positionierung.
Die Fed-Entscheidung sorgt für ein gemischtes Umfeld. Zwei Mitglieder stimmten abweichend für eine Zinserhöhung um einen Viertelprozentpunkt. Zugleich bezeichnete der Ausschuss die Wirtschaftsaktivität als stark und die Inflation als erhöht. Die nächste FOMC-Sitzung ist für den 8. bis 9. Dezember angesetzt. Damit rücken Inflationsberichte, Arbeitsmarktdaten und Äußerungen der Geldpolitiker in den Fokus. Bitcoin hat ein kurzfristiges Ereignis hinter sich, doch die Erwartungen an die künftige Geldpolitik bleiben für die Risikobereitschaft relevant.
Häufig gestellte Fragen
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Wie groß ist der Bitcoin-Optionsverfall am 30. Oktober?
Am 30. Oktober laufen Bitcoin-Optionen im Wert von etwa 11 Mrd. Dollar aus. Sie machen einen erheblichen Anteil des offenen Interesses aus.
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Was sagt das geschätzte Verhältnis von Put- zu Call-Optionen von 0,53 aus?
Es bedeutet, dass mehr Call-Optionen als Put-Optionen offen sind. Das kann ein konstruktives Signal für die Positionierung sein, beweist aber nicht, dass Händler direkt auf steigende Kurse setzen.
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Ist ein Bitcoin-Abrechnungskurs von 78.000 Dollar garantiert?
Nein. Die Marke von 78.000 Dollar ist eine theoretische Schätzung des „Max-Pain“-Werts, kein Kursziel. Je nach Nachfrage, Liquidität und Handelsaktivität kann Bitcoin darüber oder darunter abgerechnet werden.
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Was könnte den Optionsverfall für Bitcoin günstig machen?
Hält Bitcoin die Unterstützung und laufen auslaufende Positionen ohne größere Verkäufe aus, könnte der Markt Erholungsspielraum bekommen. Käufer müssen die Bewegung jedoch bestätigen.
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Was war an der Zinsentscheidung der Federal Reserve bemerkenswert?
Die Fed ließ die Zinsen wie erwartet bei 3,75 % bis 4 %. Zwei Mitglieder stimmten jedoch für eine Zinserhöhung um einen Viertelprozentpunkt. Die nächste FOMC-Sitzung ist für den 8. bis 9. Dezember angesetzt.