Bitcoin notiert nahe $80.000, nachdem er am 11. Mai die $82.000-Marke berührt hat, und der Anstieg wirkt eher wie eine derivatgetriebene Squeeze als wie ein nachhaltiger Ausbruch. Bitfinex-Analysten erklärten CoinDesk am Donnerstag, dass Onchain-Metriken die konstruktivsten Signale seit Anfang Februar senden, das Verkäuferverhalten und eine „Gamma-Falle" rund um $82.000 die Rally jedoch fragil erscheinen lassen.
Langfristige Halter nehmen seit dem Überschreiten von $82.000 am 11. Mai täglich rund 180 Millionen Dollar an Gewinnen mit — gemessen an historischen Maßstäben ein moderates Niveau. Die Sorge gilt den täglich realisierten Verlusten, die weiterhin im Schnitt bei etwa 479 Millionen Dollar liegen, verglichen mit einer „ruhigen" Basislinie um 200 Millionen Dollar. Bitfinex formulierte es unverblümt: Solange die Verluste sich nicht in den Bereich um 200 Millionen Dollar komprimieren, ist die Onchain-Erholung nicht vollständig bestätigt.
Warum das wichtig ist
Ein Cluster von Short-Gamma-Optionspositionen im Umfang von rund 2 Milliarden Dollar liegt laut Glassnode am Strike von $82.000. Wenn Bitcoin in diese Zone hineinläuft, hedgen Market Maker zunächst so, dass sie die Aufwärtsbewegung verstärken — doch sobald die Squeeze erschöpft ist, schlägt dasselbe Positioning in Widerstand um. Jason Fernandes, Mitgründer von AdLunam, nannte es „irreführend": Dealer-Hedging könne den Preis zwar in Richtung $82.000 treiben, danach aber das Momentum abwürgen.
Das makroökonomische Umfeld verstärkt die Decke. Der US-Senat bestätigte Kevin Warsh am 13. Mai als Fed-Chairman — vor dem Hintergrund einer Inflation von 3,8 %. Fernandes erklärte, der Markt preise nun einen „Higher-for-Longer"-Pfad ein, ohne Zinssenkung in diesem Jahr und möglicherweise mit einer Erhöhung. Unternehmensinvestoren sind unterdessen verstummt — große Akteure kauften in der vergangenen Woche 80 % weniger Bitcoin als im Vormonat — und US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten am 13. Mai mit einem Abfluss von 635 Millionen Dollar den größten eintägigen Mittelabfluss seit Januar.
Auswirkungen auf den Markt
Bitfinex' Basisszenario ist ein schneller Anstieg in den Bereich $82.000-$84.000, gefolgt von einer „Phase der Neutralisierung". Mati Greenspan, Gründer von Quantum Economics, bezeichnete die Spanne $79.000-$85.000 als „Cost-Basis-Schlachtfeld" — als Übergangszone, nicht als klare Decke. Fernandes sieht eine unvollständige Kapitulation, wobei $85.000 als primäre Fair-Value-Linie des Zyklus fungiert, bis die realisierten Verluste ausgespült werden und die institutionelle Überzeugung zurückkehrt.
Häufig gestellte Fragen
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Was ist die „Gamma-Falle" um $82.000?
Glassnode-Daten zeigen rund 2 Milliarden Dollar an Short-Gamma-Optionspositionen, die am Strike von $82.000 geclustert sind. Läuft Bitcoin in diese Zone, hedgen Market Maker so, dass sie die Aufwärtsbewegung zunächst verstärken — doch sobald die Squeeze erschöpft ist, schlägt dasselbe Positioning typischerweise in…
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Wie viel verkaufen Langfrist-Holder pro Tag?
Langfristige Halter nehmen seit dem Überschreiten von $82.000 am 11. Mai täglich rund 180 Millionen Dollar an Gewinnen mit. Bitfinex bezeichnete die Zahl im Vergleich zu früheren Zyklen als moderat — ein Hinweis, dass der aktuelle Verkaufsdruck begrenzt ist.
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Auf welches Onchain-Signal achtet Bitfinex besonders?
Auf die täglich realisierten Verluste. Sie liegen weiterhin im Schnitt bei rund 479 Millionen Dollar — deutlich über der Basislinie von etwa 200 Millionen Dollar, die Bitfinex mit ruhigeren Phasen verbindet. Die Analysten sagen, die Onchain-Erholung sei erst dann vollständig bestätigt, wenn die Verluste sich in den…
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Wie schwach ist die institutionelle Nachfrage aktuell?
US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten am 13. Mai mit einem Abfluss von 635 Millionen Dollar den größten eintägigen Mittelabfluss seit Januar, und die Bitcoin-Käufe von Unternehmen fielen laut Bitfinex in der vergangenen Woche um 80 % gegenüber dem Vormonat.
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Warum ist der neue Fed-Chairman relevant für Bitcoin?
Der US-Senat bestätigte Kevin Warsh am 13. Mai als Fed-Chairman — vor dem Hintergrund einer Inflation von 3,8 %. Jason Fernandes erklärte, der Markt preise nun einen „Higher-for-Longer"-Pfad ohne Zinssenkung in diesem Jahr und möglicherweise mit einer Erhöhung, womit ein wichtiger makroökonomischer Rückenwind aus…