Die 20-Tage-rollierende Korrelation von Bitcoin mit dem iShares Expanded Tech-Software Sector ETF (IGV) ist auf 0,58 gefallen – ein Niveau, das zuletzt im Oktober 2023 und im Sommer 2024 erreicht wurde. Beide Male gingen große Bitcoin-Rallys voraus. Die Divergenz ist deutlich: Seit dem 14. Mai hat der IGV rund 12 % zugelegt, während Bitcoin etwa 10 % eingebüßt hat – einer der größten Auseinanderläufe zwischen den beiden Assets in den letzten Jahren.
Der IGV ist seit dem 10. April um 36 % gestiegen und hat seinen 200-Tage-Durchschnitt zurückerobert. Damit hat sich der ETF eindrucksvoll vom Ausverkauf im Zuge der „SaaS-Apokalypse" erholt, der durch KI-Verwerfungen ausgelöst wurde und Werte wie Oracle, Microsoft und Palantir traf. Bitcoin hingegen notiert nahe $73.000 – fast 10 % unter dem eigenen 200-Tage-Durchschnitt von $79.388 – und hat an der Erholung der Softwarewerte nicht teilgenommen.
Warum das wichtig ist
Der Korrelationszusammenbruch ist strukturell bedeutsam, weil der IGV im Zyklus 2023–2024 einer der engsten Aktien-Proxys für Bitcoin war und sich beide Assets nahezu im Gleichschritt bewegten. Ihre gleichzeitigen Rückgänge von den Höchstständen im Oktober 2025 – Bitcoin rund 50 %, IGV etwa 37 % – wurden von unterschiedlichen Narrativen getrieben (kryptospezifische Deleveraging-Zyklen gegenüber Verunsicherung durch KI-Disruption in der Softwarebranche), doch bei der Erholung trennen sich nun die Wege.
Das historische Muster ist eindeutig: Die letzten beiden nennenswerten Phasen niedriger BTC-IGV-Korrelation (Oktober 2023 bei rund $25K BTC und im Sommer 2024) führten dazu, dass Bitcoin in den folgenden Monaten deutlich outperformte und auf $70K beziehungsweise Richtung $100K stieg. Jede dieser Phasen dauerte nur kurz, bevor sich die Assets wieder aneinanderkoppelten – typischerweise mit Bitcoin als nachziehendem Asset.
Marktauswirkungen
Das Setup lässt zwei mögliche Auflösungen zu: Entweder Bitcoin holt die Erholung der Softwarewerte auf, oder die 36-%-Rally des IGV erweist sich als Fehlsignal. Letzteres erscheint weniger wahrscheinlich, da der IGV seinen 200-Tage-Durchschnitt zurückerobert hat – ein zentrales Langfrist-Trendsignal – und am Montag im vorbörslichen Handel weiterhin stark bei rund 104 notiert. Die Derivatedaten zeigen eine leicht bullische BTC-Positionierung und stabile Open Interest nach zehn aufeinanderfolgenden Tagen mit Nettoabflüssen aus den Spot-Bitcoin-ETFs in Höhe von insgesamt $2,97 Milliarden. Das deutet darauf hin, dass sich die Risikobereitschaft der Institutionen stabilisiert, während das Korrelationssignal an Stärke gewinnt.
Häufig gestellte Fragen
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Wie hoch ist die aktuelle Korrelation zwischen Bitcoin und Softwareaktien?
Die 20-Tage-rollierende Korrelation von Bitcoin mit dem iShares Expanded Tech-Software Sector ETF (IGV) ist auf 0,58 gefallen – ein Niveau, das zuletzt im Oktober 2023 und im Sommer 2024 erreicht wurde.
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Warum laufen Bitcoin und Softwareaktien auseinander?
Seit dem 14. Mai hat der IGV rund 12 % zugelegt, während Bitcoin etwa 10 % verlor. Der IGV erholte sich von den Verwerfungen rund um KI-Disruption in der Softwarebranche, während Bitcoin unter seinem 200-Tage-Durchschnitt von $79.388 zurückbleibt.
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Was geschah beim letzten Mal, als die BTC-IGV-Korrelation so niedrig war?
Im Oktober 2023, als BTC bei rund $25K notierte, sank die Korrelation, bevor der Kurs über sechs Monate auf $70K stieg. Im Sommer 2024 ging einem ähnlichen Setup ein Anstieg Richtung $100K nach Trumps Wahlsieg voraus.
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Hat der IGV wichtige technische Niveaus zurückerobert?
Ja. Der IGV ist seit dem 10. April um 36 % gestiegen und hat seinen 200-Tage-Durchschnitt zurückerobert. Am Freitag schloss er nahe 98 und notierte am Montag vorbörslich bei rund 104.
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Was sagen die Derivatedaten zur BTC-Positionierung?
Die Derivatedaten zeigen eine leicht bullische Positionierung und stabile Open Interest. Das deutet darauf hin, dass sich die Risikobereitschaft der Institutionen stabilisiert, nachdem Spot-Bitcoin-ETFs zehn Tage in Folge Nettoabflüsse von insgesamt $2,97 Milliarden verzeichnet hatten.