Bybit-CEO Ben Zhou sagte am 23. April im Podcast „When Shift Happens“, dass die umfangreiche Nutzung von KI-Tools bei ihm das Gefühl hinterlassen habe, „wieder bei null anzufangen“, und dass er nicht mehr erwarte, dass KI zu einem überintelligenten Assistenten werde. Zhou erklärte, er ignoriere häufig Erinnerungen von Claude und anderen KI-Agenten, empfinde sie als ablenkend und verlasse sich auf sein eigenes Urteilsvermögen, um zu entscheiden, was im Moment wichtig sei.
Die Äußerungen widersprechen dem gängigen Produktivitätsnarrativ rund um KI in Krypto und Finanzen, wo Führungskräfte die Technologie routinemäßig als Effizienzhebel darstellen. Dass einer der größten Börsenchefs der Branche seine persönliche KI-Abhängigkeit öffentlich herunterstuft, ist ein bemerkenswerter Gegenpol – selbst wenn es eher individuelle Arbeitspräferenzen widerspiegelt als einen strategischen Kurswechsel bei Bybit selbst.