Die CME Group plant, am 1. Juni — vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung — Bitcoin-Volatilitäts-Futures aufzulegen. Damit erhalten Händler eine regulierte Möglichkeit, auf die Größenordnung der $BTC-Kursschwankungen zu setzen, ohne eine方向liche Position einzunehmen. Im Gegensatz zu den bestehenden Bitcoin-Futures und -Optionen der CME bezieht sich der neue Kontrakt auf den CME CF Bitcoin Volatility Index (BVX), einen 30-tägigen vorausschauenden Maßstab für die erwartete realisierte Volatilität, abgeleitet aus dem Optionsbuch der Börse.
Das Produkt ermöglicht es Institutionen, über einen bar abgerechneten Futures-Kontrakt Long oder Short auf die Volatilität selbst zu gehen — Long auf das Chaos, Short auf die Ruhe —, der bei Verfall in bar auf Basis des Indexstands abrechnet. Es füllt eine Lücke, die bislang nur offshore über Deribits DVOL-gekoppelte Kontrakte bedient wurde, auf die die meisten US-Institutionen strukturell keinen Zugriff haben.
Warum das wichtig ist
Giovanni Vicioso, globaler Leiter für Krypto-Produkte bei der CME, stellte die Einführung als Reaktion auf die institutionelle Nachfrage nach regulierten Produkten dar, die Marktbewegungen selbst monetarisieren, nicht nur die Preisrichtung. „Mit unseren neuen Bitcoin-Volatilitäts-Futures können Händler in die künftige Volatilität von Bitcoin investieren oder sich dagegen absichern und so auf eine entscheidende neue Ebene des Risikomanagements zugreifen“, sagte er in der Pressemitteilung.
Die tiefergehende Lesart ist struktureller Natur: CME-Bitcoin-Futures wurden im Dezember 2017 live geschaltet und haben seither ein Volumen in Milliardenhöhe generiert, das im vergangenen Jahr kurzzeitig das Open Interest von Binance übertraf. Der Institutionalisierungsbogen beschleunigte sich mit den 11 Spot-$BTC-ETFs im Januar 2024 und dem rasanten Aufstieg von Optionen auf BlackRocks IBIT — das laut Gaer inzwischen das Open Interest von Deribit überholt hat. Volatilitäts-Futures sind nach Spot und Optionen die natürliche dritte Schicht beim Aufbau eines US-regulierten Bitcoin-Risikomarktes.
Marktauswirkungen
Sam Gaer, CIO des Directional Fund von Monarq Asset Management, zog eine direkte Parallele zur Entwicklung des VIX: Der Spot-VIX wurde erst dann richtig liquide, als ETFs und strukturierte Produkte auf VIX-Futures ein sich selbst verstärkendes Ökosystem schufen. „Wenn die Produktkonstruktion und -zusammensetzung der CME klar definiert und leicht verbreitet sind, hat dies das Potenzial, ein Wendepunkt für Bitcoin-Volatilität als Anlageklasse zu werden“, sagte er.
Häufig gestellte Fragen
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Was ist CMEs neuer Bitcoin-Volatilitäts-Futures-Kontrakt?
Es ist ein Futures-Kontrakt, der am 1. Juni aufgelegt werden soll — vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung — und der sich auf den CME CF Bitcoin Volatility Index (BVX) bezieht, einen 30-tägigen vorausschauenden Maßstab für die erwartete realisierte Volatilität. Der Kontrakt wird in bar abgerechnet und ermöglicht…
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Wie unterscheidet sich dies von bestehenden CME-Bitcoin-Futures?
Bestehende CME-Bitcoin-Futures bilden den Kurs der Kryptowährung direkt ab. Der neue Kontrakt tut dies nicht. Er bezieht sich auf den BVX-Index, der die erwartete Volatilität über die nächsten 30 Tage misst und aus dem Optionsbuch der CME abgeleitet ist. Händler positionieren sich darin, wie chaotisch oder stabil die…
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Was haben die CME und Marktteilnehmer zum Start gesagt?
Giovanni Vicioso, globaler Leiter für Krypto-Produkte bei der CME, bezeichnete es als „entscheidende neue Ebene des Risikomanagements“. Sam Gaer, CIO des Directional Fund von Monarq Asset Management, zog eine Parallele zum VIX und wies darauf hin, dass VIX-Futures erst dann Durchschlagskraft entwickelten, als ETFs und…
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Was ist der BVX-Index und wie wird er berechnet?
Der CME CF Bitcoin Volatility Index (BVX) ist ein 30-tägiger vorausschauender Maßstab für die erwartete realisierte Bitcoin-Volatilität, abgeleitet aus dem Bitcoin-Optionsbuch der CME. Er misst keine vergangenen Kursbewegungen, sondern spiegelt die impliziten Markterwartungen wider, wie volatil $BTC in den kommenden…