Für Copper liegen zwei oder drei potenzielle Angebote in Höhe von rund 200 Mio. US-Dollar vor, deutlich unter dem Preis von etwa 500 Mio. US-Dollar, zu dem Cantor Fitzgerald die in London ansässige Krypto-Verwahrfirma im Mai vermarktet hat. Die vorgeschlagene Bewertung liegt zudem rund 92 % unter Coppers Höchstbewertung von 2,5 Mrd. US-Dollar während des Bullenmarkts 2021.
Die Lücke spiegelt eine breite Korrektur der Bewertungen privater Krypto-Unternehmen wider, nachdem die schwachen Marktbedingungen eine deutliche Kluft zwischen früheren Finanzierungsbewertungen und den aktuellen Erwartungen potenzieller Käufer offengelegt haben. Copper hat mehr als 300 Mio. US-Dollar an Venture-Capital-Finanzierung aufgenommen, und die Struktur der Vorzugsaktien könnte die Verhandlungen erschweren, weil diese Investoren vorrangige Ansprüche auf die Vermögenswerte und Dividenden des Unternehmens haben als Stammaktionäre.
Warum das wichtig ist
Coppers Situation zeigt, dass Finanzierungsbewertungen keinen entsprechenden Preis bei einem Verkauf garantieren. Ein Käufer müsste das aktuelle operative Geschäft des Unternehmens beurteilen, statt sich an dessen früherer Venture-Capital-Bewertung zu orientieren, während bestehende Investoren möglicherweise Ergebnisse unter ihren ursprünglichen Erwartungen hinnehmen müssen.
Copper wandte sich 2023 von seinem Verwahrungsgeschäft für Unternehmenskunden ab und konzentriert sich nun auf ClearLoop, ein institutionelles Abwicklungsnetzwerk, das Transaktionen nach dem Prinzip Lieferung gegen Zahlung unterstützt, während die Vermögenswerte in Verwahrung bleiben. Copper meldet mehr als 1.000 aktive Gegenparteien und ein monatliches nominales Handelsvolumen von über 50 Mrd. US-Dollar.
Auswirkungen auf den Markt
Die vorgeschlagenen Angebote würden Copper mit 40 % des zuletzt angesetzten Vermarktungspreises bewerten, also mit einem Zwölftel seiner früheren Höchstbewertung. Diese Korrektur könnte andere private Krypto-Unternehmen beeinflussen, da Investoren zunehmend zwischen operativer Größe und veralteten Finanzierungsmaßstäben unterscheiden.
Copper erwog Anfang dieses Jahres ebenfalls einen Börsengang. Der von potenziellen Käufern geforderte Abschlag könnte für eine Börsennotierung sprechen, doch ungeklärte Bedingungen der Vorzugsaktien und die Kluft zwischen den Erwartungen von Käufern und Verkäufern bleiben für jede Transaktion zentral.
Häufig gestellte Fragen
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Wie viel bieten potenzielle Käufer für Copper?
Für Copper liegen zwei oder drei potenzielle Angebote in Höhe von rund 200 Mio. US-Dollar vor, verglichen mit einem Vermarktungspreis von etwa 500 Mio. US-Dollar.
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Wie verhält sich die vorgeschlagene Bewertung zu Coppers Höchstbewertung?
Eine Bewertung von 200 Mio. US-Dollar läge rund 92 % unter Coppers früherer Höchstbewertung von 2,5 Mrd. US-Dollar.
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Warum könnte Coppers Vorzugsaktienstruktur einen Verkauf erschweren?
Investoren mit Vorzugsaktien haben gegenüber Inhabern von Stammaktien vorrangige Ansprüche auf die Vermögenswerte und Dividenden des Unternehmens. Das kann die Verteilung des Verkaufserlöses einschränken.
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Was ist Coppers Geschäft mit ClearLoop?
ClearLoop ist ein institutionelles Abwicklungssystem, das Transaktionen nach dem Prinzip Lieferung gegen Zahlung unterstützt, während die Vermögenswerte in Verwahrung bleiben.
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Welche operative Größenordnung meldet Copper?
Copper meldet mehr als 1.000 aktive Gegenparteien und ein monatliches nominales Handelsvolumen von über 50 Mrd. US-Dollar.
CoinDesk