Ein fehlerhafter Zufallszahlengenerator in der CryptoJS-Bibliothek ließ die Wiederherstellungsphrasen von mindestens fünf Krypto-Wallets so vorhersagbar werden, dass Angreifer sie rekonstruieren konnten, was zu mindestens 5,69 Millionen Dollar an nachverfolgten Diebstählen seit Mai beitrug. Das Blockchain-Sicherheitsunternehmen Coinspect identifizierte drei Angriffswellen über die betroffenen Wallets hinweg, wobei der größte Einzelabfluss von 3,14 Millionen Dollar am 27. Mai erfolgte. Die im Juni 2014 eingeführte Schwachstelle reduzierte die effektiven Suchräume von theoretisch unknackbaren 2^128 oder 2^256 auf etwa 2^39 und 2^47, was es ermöglichte, betroffene Phrasen aufzulisten, in Blockchain-Adressen abzuleiten und auf Guthaben zu prüfen.
Warum das wichtig ist
Die Schwachstelle deckt eine Risikoklasse auf, die sich nach dem Auslösen ungewöhnlich schwer rückgängig machen lässt. Eine mit unzureichender Zufälligkeit generierte Wiederherstellungsphrase trägt die Schwachstelle in sich: Ein App-Update generiert die Phrase nicht neu, und der Import in eine Hardware-Wallet verlagert lediglich das verwundbare Geheimnis. NanChat hat Nutzern, die Wallets vor Version 1.3.0 erstellt haben, bereits mitgeteilt, diese als kompromittiert zu betrachten und zu einer neuen Phrase zu migrieren. RRWallet und Milo wurden vollständig eingestellt, sodass betroffenen Nutzern kein direkter Upgrade-Pfad auf der ursprünglichen App bleibt.
Marktauswirkungen
Die Zahl von 5,69 Millionen Dollar ist eine Untergrenze und nicht das Maß für die Gesamtverluste, da Coinspects Analyse über 2.000 Seeds mit Aktivität über Bitcoin, Ethereum, Tron, Rootstock und Polygon abdeckte. Der Angriff dauert offenbar ebenfalls an: Eine dritte Welle zwischen dem 20. und 21. Juli zog etwa 40.000 Dollar aus dem chinesisch-mnemonischen Teilbestand ab. Coinspect hat ein Tool namens Unlukey veröffentlicht, mit dem Nutzer öffentliche Adressen gegen bekannte kompromittierte Datensätze prüfen können, doch ein sauberes Ergebnis bestätigt nur, dass die Adresse nicht im veröffentlichten Set enthalten ist, nicht dass die zugrunde liegende Phrase sicher ist. Für bestätigt betroffene Wallets besteht die Abhilfe darin, eine neue Wiederherstellungsphrase aus einer vertrauenswürdigen Quelle zu generieren und die Mittel sofort zu transferieren.
Häufig gestellte Fragen
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Welche Krypto-Wallets waren von der vorhersagbaren Seed-Schwachstelle betroffen?
Das Blockchain-Sicherheitsunternehmen Coinspect identifizierte RRWallet, Bexo Wallet, NanChat, Bitcoin Libre und Milo als Wallets, die die verwundbare Funktion CryptoJS.lib.WordArray.random() zur Erzeugung einiger Wiederherstellungsphrasen verwendeten.
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Wie viel wurde bei den Wallet-Seed-Phrasen-Angriffen gestohlen?
Coinspect identifizierte mindestens 5,69 Millionen Dollar an Diebstählen über drei Angriffswellen seit Mai, mit dem größten Einzelabfluss von 3,14 Millionen Dollar am 27. Mai. Die Zahl ist eine Untergrenze, nicht das Gesamttotal.
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Warum ist diese Wallet-Schwachstelle schwer zu beheben?
Eine mit schwacher Zufälligkeit generierte Wiederherstellungsphrase trägt den Fehler in sich. Ein App-Update generiert die Phrase nicht neu, und der Import in eine Hardware-Wallet verlagert das verwundbare Geheimnis lediglich an einen neuen Ort.
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Wie stark reduzierte die Schwachstelle den Schlüsselraum?
Coinspect fand heraus, dass die verwundbare CryptoJS-Funktion die effektiven Suchräume, die theoretisch 2^128 oder 2^256 Möglichkeiten enthalten sollten, auf etwa 2^39 und 2^47 reduzierte, was betroffene Phrasen auflistbar machte.
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Was können betroffene Wallet-Nutzer tun?
Für bestätigt betroffene Wallets besteht die Abhilfe darin, eine neue Wiederherstellungsphrase aus einer vertrauenswürdigen Quelle zu generieren und die damit verbundenen Mittel zu transferieren. Coinspects Tool Unlukey kann öffentliche Adressen gegen bekannte kompromittierte Datensätze prüfen, doch ein sauberes…