Die britische Financial Conduct Authority hat in dieser Woche ihren endgültigen Krypto-Regelwerkentwurf veröffentlicht und dafür Branchenlob erhalten, weil der Zugang zur globalen Liquidität über ausländische Handelsplätze erhalten bleibt und nicht in Großbritannien emittierte Stablecoins weiter zirkulieren dürfen. Das Rahmenwerk führt ein neues Regime für Qualifying Cryptoasset Trading Platforms ein, im Rahmen dessen ausländische Börsen britische Kunden über lokal zugelassene Niederlassungen bedienen können, eine Struktur, die Branchenteilnehmern zufolge zu besseren Preisen führen sollte als ein abgeschotteter inländischer Liquiditätspool.
Katie Harries, Leiterin der Politikabteilung Europa bei Coinbase, bezeichnete die Veröffentlichung als wichtigen Meilenstein für regulatorische Klarheit und als starkes Ergebnis für die Wettbewerbsfähigkeit Großbritanniens bei Innovationen mit digitalen Vermögenswerten. Sandy Jones, Direktorin für digitale Vermögenswerte bei Baillie Gifford, begrüßte die jüngsten Nachbesserungen am Stablecoin-Regime der FCA und ordnete das Paket als die Rechtssicherheit und Governance-Standards ein, die TradFi-Institute vor der Nutzung von Blockchain-Infrastruktur benötigen.
Warum es zählt
Das Rahmenwerk wird als bewusstes kommerzielles Gegengewicht zur MiCA der Europäischen Union gelesen, die von vielen Branchenstimmen als protektionistisch eingestuft wird und europäische Geschäfte sowie Liquidität abschottet. Im Gegensatz dazu hält das QCATP-Modell der FCA britische Kunden weiter an offshore Orderbücher angebunden, und die Akzeptanz nicht-inländischer Stablecoins bewahrt die grenzüberschreitende Abwicklung. Christopher Collins, Partner für Finanzmärkte und Regulierung bei Katten Muchin Rosenman, erklärte, das Design sollte für britische Kunden bessere Preise und Ergebnisse bedeuten als ein eigenständiger inländischer Pool.
Auswirkungen auf den Markt
Das Aufwärtspotenzial ist real, aber die Lücke zwischen Anspruch und Umsetzung entscheidet darüber, ob Großbritannien das Rahmenwerk in tatsächlichen Marktanteil verwandelt. Die FCA hat noch nicht festgelegt, welche Jurisdiktionen als vergleichbaren regulatorischen Schutz bietend gelten, damit ausländische Niederlassungen anerkannt werden, und Harries warnte, frühere DeFi-Vorschläge könnten zentralisierte Handelsplätze daran hindern, Zugang zu dezentralen Finanzdienstleistungen anzubieten, eine Haltung, die Großbritannien aus dem Einklang mit den USA und anderen auf Tokenisierung fokussierten Regimen zu bringen droht.
Häufig gestellte Fragen
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Was hat die FCA in dieser Woche tatsächlich veröffentlicht?
Die FCA hat ihr finales Krypto-Regulierungsrahmenwerk veröffentlicht, einschließlich eines neuen Qualifying Cryptoasset Trading Platform-Regimes, das ausländischen Börsen erlaubt, britische Kunden über lokal zugelassene Niederlassungen zu bedienen, sowie Regeln, die nicht in Großbritannien emittierte Stablecoins im…
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Wie unterscheidet sich das britische Rahmenwerk von der EU-MiCA?
Branchenvertreter beschreiben den Ansatz der FCA als international vernetzter als MiCA. MiCA wird so gelesen, dass sie Firmen zur Abschottung europäischer Geschäfte und Liquidität drängt, während das QCATP-Modell der FCA britische Kunden an offshore Orderbücher anbindet und im Ausland emittierte Stablecoins für die…
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Warum sind Firmen trotz Veröffentlichung des Rahmenwerks weiter besorgt?
Zwei offene Fragen ragen heraus: Die FCA hat noch nicht festgelegt, welche Jurisdiktionen als vergleichbaren regulatorischen Schutz bietend für ausländische Niederlassungen gelten, und frühere DeFi-Vorschläge könnten zentralisierte Handelsplätze daran hindern, Zugang zu DeFi-Anwendungen anzubieten. Auch der…
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Wie hart ist der Zulassungsprozess der FCA?
Thomas Cattee von Gherson Solicitors sagte, die FCA lehnt im bestehenden AML-Registrierungsprozess bereits mehr als 85 % der Anträge ab oder erzwingt deren Rücknahme, und das neue FSMA-Regime ergänzt Consumer Duty sowie Eigenkapital-, operationelle Resilienz- und Senior-Management-Anforderungen.
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Was bedeutet dies für die institutionelle Krypto-Adoption in Großbritannien?
Sandy Jones von Baillie Gifford argumentierte, das Rahmenwerk liefere die Rechtssicherheit und Governance-Standards, die Institute der traditionellen Finanzwelt vor der Nutzung von Blockchain-Infrastruktur benötigen, während Katie Harries von Coinbase die Veröffentlichung als starkes Ergebnis für die…
CoinDesk