Jenny Johnson, CEO von Franklin Templeton — einem Vermögensverwalter mit 1,74 Billionen Dollar — sprach beim Proof of Talk-Gipfel in Paris offen aus, dass große Finanzinstitute die öffentliche Blockchain-Adoption nur langsam vorantreiben, weil die Technologie ihre gebührenbasierten Geschäftsmodelle direkt bedroht. "Diese Technologie bedroht eine riesige Anzahl von Geschäftsmodellen, die heute im traditionellen Finanzwesen existieren," sagte Johnson. "Wenn Sie irgendeine Art von Zögern sehen, liegt das daran, dass es eine Bedrohung für das Geschäftsmodell gibt. Denken Sie an die Mautnehmer in einer Transaktion."
Warum es wichtig ist
Johnson's Argument trifft den Kern der institutionellen Krypto-Zögerlichkeit: Smart-Contract-gesteuerte Abwicklungen beseitigen die Notwendigkeit für Banken, in der Mitte von Transaktionen zu sitzen und Gebühren zu erheben. Als Beweis verwies sie auf den eigenen tokenisierten Geldmarktfonds von Franklin Templeton, Benji, der auf der Stellar-Blockchain läuft. Der interne Kostenvergleich war deutlich — 1,30 Dollar pro Transaktion in Legacy-Systemen im Vergleich zu 1,13 Dollar auf Stellar über 50.000 Transaktionen. Diese Differenz, multipliziert mit den Billionen, die täglich durch das traditionelle Finanzwesen fließen, stellt eine existenzielle Bedrohung für die bestehenden Intermediäre dar.
Johnson kündigte auch eine neue Partnerschaft mit MoonPay an, die institutionellen Investoren ermöglicht, nahtlos zwischen Stablecoins und Benji durch einen On-Chain-Workflow zu wechseln — ein konkretes Signal, dass Franklin Templeton nicht darauf wartet, dass Wall Street aufholt.
Marktauswirkungen
Johnson erkannte die Vorteile der Selbstverwahrung und der Privatsphäre von Bitcoin an, argumentierte jedoch, dass die meisten Investoren weiterhin regulierte Verwahrer und standardisierte Compliance-Rahmen verlangen werden, während institutionelles Kapital on-chain migriert.
CoinDesk