Ein Kommentator des Goldmarkts hält an der Basisannahme fest, dass das nächste zyklische Tief irgendwo zwischen Juli und Oktober liegt, gestützt auf einen Chart der Year-to-date-Rendite, der 2026 mit den beiden jüngsten US-Midterm-Jahren überlagert.
Die Vergleichslinie ist wichtig: 2022 bildete Gold Ende September ein Tief, 2018 Mitte August. Die aktuelle Year-to-date-Kurve liegt fast exakt auf dem Durchschnitt dieser beiden früheren Midterm-Verläufe. Danach zog Gold 2023, 2024 und 2025 wieder an, aber das Midterm-Jahr selbst war die Schwächephase.
Warum das wichtig ist
Die Saisonalität des Midterm-Zyklus bei Gold ist ein Muster, das Händler beobachten, kein Kalendergesetz. Die Analogie zu 2018 und 2022 ist jedoch eng genug, um das Fenster von August bis September eher als handelbare Zone denn als feste Prognose zu betrachten. Der Sprecher weist auch darauf hin, dass der Rückgang diesmal nur schärfer wirkt, weil Gold mit einem höheren Ausgangsniveau ins Jahr gestartet ist, nicht weil die prozentuale Korrektur beispiellos wäre.
Marktauswirkung
Für das Positioning heißt das: Ein Tief in diesem Fenster würde zum historischen Takt passen. Ein klarer Bruch unter die Durchschnittskurve von 2018 und 2022 würde die saisonale These entkräften und die Basisannahme zwingen, neu zu prüfen, ob dieses Midterm-Jahr eher dem späten Abverkauf von 2022 ähnelt oder strukturell schwächer ist. Die nächsten Datenpunkte sind der Spätsommer-Test des bisherigen Jahrestiefs und die Frage, ob Gold den Durchschnitt der beiden früheren Midterm-Zyklen bis Oktober halten kann.
Häufig gestellte Fragen
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Was ist die Basisannahme des Sprechers für Gold?
Der Kommentator erwartet, dass das nächste zyklische Tief irgendwo zwischen Juli und Oktober liegt. Grundlage ist der Durchschnitt der Tiefs aus 2018 und 2022 in der Year-to-date-Kurve von Gold.
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Warum wirkt der Rückgang von Gold 2026 schärfer?
Gold ist mit einem höheren Niveau ins Jahr gestartet als in früheren Midterm-Zyklen. Dadurch wirkt dieselbe prozentuale Korrektur in absoluten Zahlen tiefer, obwohl die Year-to-date-Kurve historisch sauber läuft.
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Wann bildete Gold in den letzten beiden Midterm-Jahren ein Tief?
2018 lag das Tief Mitte August, 2022 Ende September. Beide Punkte liegen in dem August-bis-September-Fenster, auf das der Kommentator für 2026 hinweist.
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Was würde die saisonale Gold-These entkräften?
Ein klarer Bruch unter die Durchschnittskurve der Year-to-date-Returns von 2018 und 2022 würde die Basisannahme infrage stellen. Dann müsste neu bewertet werden, ob 2026 eher einem normalen Midterm-Zyklus folgt oder strukturell schwächer ist.
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Wie sollten Händler das Muster des Midterm-Zyklus nutzen?
Das Muster ist ein saisonaler Rahmen, kein Kalendergesetz. Händler achten deshalb darauf, ob Gold den Durchschnitt der beiden früheren Zyklen bis Oktober hält und ob der Spätsommer-Test des Jahrestiefs eine Bodenbildung bringt.