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Haruko-Cyberangriff trifft 15 Kunden und stiehlt Gelder

Der Angriff legte schreibgeschützte Exchange-APIs und Handelsdaten offen und verdeutlicht, wie Infrastruktur- und operative Schwachstellen einen überproportionalen Anteil der Verluste im Kryptosektor verursachen.

Haruko-Cyberangriff trifft 15 Kunden und stiehlt Gelder
Haruko-Cyberangriff trifft 15 Kunden und stiehlt Gelder
Haruko-Cyberangriff trifft 15 Kunden und stiehlt Gelder
Haruko-Cyberangriff trifft 15 Kunden und stiehlt Gelder

Haruko, ein Anbieter von Portfolio- und Handelsinfrastruktur für Institutionen im Bereich digitaler Vermögenswerte, wurde Ziel eines Cyberangriffs, von dem 15 Kunden betroffen waren. Der Angriff legte Details zu schreibgeschützten Exchange-APIs und Handelsdaten offen. Zudem wurde eine geringe Menge an Kundengeldern gestohlen, wie mit dem Vorfall vertraute Personen berichteten. Kleinere Hedgefonds mit schwächeren Sicherheitskontrollen könnten besonders gefährdet gewesen sein.

Harukos Mitgründer und CTO Adam Carlile teilte den Kunden mit, dass ein Angreifer über eine Schwachstelle in einem Prozess des Unternehmens ein Benutzerzugriffstoken extrahiert und damit im Arbeitsspeicher gehaltene Daten erfasst habe. Die Anmeldedaten der Kunden in deren eigenen Systemen seien nicht kompromittiert worden, hieß es in Mitteilungen des Unternehmens.

Warum das wichtig ist

Der Vorfall veranschaulicht das Verwahrrisiko, das entsteht, wenn institutionelle Handelsplattformen Börsen, Verwahrer, Blockchains und DeFi-Protokolle über gemeinsame Zugangsdaten und Zugriffssysteme verbinden. Haruko erklärte, die Schwachstelle behoben und seine serverseitigen Geheimnisse erneuert zu haben. Das Unternehmen forderte seine Kunden außerdem auf, eingehende IP-Whitelists zu konfigurieren, und kündigte die Veröffentlichung einer technischen Analyse des Vorfalls an.

Haruko zufolge betreut das Unternehmen mehr als 80 Kunden und ist mit über 100 zentralisierten Handelsplätzen, 30 Blockchains und 250 Onchain-Protokollen verbunden. Die betroffenen Kunden wurden als Harukos Kunden ohne Whitelist beschrieben. GSR erklärte, von dem gemeldeten Angriff nicht betroffen gewesen zu sein.

Auswirkungen auf den Markt

Der Angriff verschärft die ohnehin zunehmenden Sicherheitsprobleme in der Krypto-Infrastruktur. TRM Labs verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 207 Angriffe. Das waren mehr als doppelt so viele wie die 83 Angriffe im Vorjahreszeitraum. Die Verluste beliefen sich auf 972 Millionen US-Dollar. Auf Infrastruktur- und operative Sicherheitsverletzungen entfielen etwa 76 % der gestohlenen Gelder, obwohl sie nur 15 % der Vorfälle ausmachten.

Für institutionelle Unternehmen werden zunächst der Austausch von Zugangsdaten, IP-Beschränkungen und die technische Analyse des Vorfalls im Mittelpunkt stehen. Der Vorfall unterstreicht zudem, dass Zugriffskontrollen bei Dienstleistern über mehrere Handels- und Verwahrbeziehungen hinweg zu einem erheblichen Risiko werden können.

Häufig gestellte Fragen

  1. Wie viele Haruko-Kunden waren von dem Cyberangriff betroffen?

    Der Angriff betraf 15 Haruko-Kunden. Sie wurden als Kunden des Anbieters ohne Whitelist beschrieben.

  2. Welche Informationen legte der Angriff auf Haruko offen?

    Der Angriff legte Details zu schreibgeschützten Exchange-APIs und Handelsdaten offen. Ein Zugriffstoken wurde aus einem anfälligen Prozess extrahiert und genutzt, um Daten im Arbeitsspeicher zu erfassen.

  3. Wurden die Anmeldedaten der Kunden kompromittiert?

    Nein. Laut Mitteilungen von Haruko wurden die Anmeldedaten der Kunden in deren eigenen Systemen nicht kompromittiert.

  4. Welche Maßnahmen ergriff Haruko nach dem Angriff?

    Haruko erklärte, die Schwachstelle behoben und die serverseitigen Geheimnisse erneuert zu haben. Das Unternehmen riet seinen Kunden außerdem, eingehende IP-Whitelists zu konfigurieren, und will eine technische Analyse des Vorfalls veröffentlichen.

  5. Wie gravierend ist das übergeordnete Sicherheitsproblem im Kryptosektor?

    TRM Labs verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 207 Angriffe mit Verlusten von 972 Millionen US-Dollar. Auf Infrastruktur- und operative Sicherheitsverletzungen entfielen etwa 76 % der gestohlenen Gelder.

Quellenangabe
Aggregiert von CoinDesk · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 2d
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