JPMorgan-Analysten unter der Leitung von Managing Director Nikolaos Panigirtzoglou erklären, dass Bitcoin den Entwertungs-Trade nun gegenüber Gold gewinnt: Bitcoin-ETFs verzeichneten im Mai den dritten Monat in Folge Nettomittelzuflüsse, während Gold-ETFs nach den Abflüssen, die sie im März nach dem Ausbruch des Iran-Konflikts hinnehmen mussten, weiterhin unter Wasser liegen. „Der Entwertungs-Trade rotiert von Gold zu Bitcoin", schrieben die Analysten und ordnen die Rotation als das dominante Makro-Narrativ für Krypto seit Beginn des Konflikts ein.
Warum das wichtig ist
Der Entwertungs-Trade — also der Kauf harter Assets durch Investoren, um sich gegen eine Schwächung des Fiat-Gelds in geopolitisch angespannten Phasen abzusichern — war historisch Gold-Territorium. J.P. Morgans Note ist der bislang prominenteste Sell-Side-Call, dass diese Rotation inzwischen strukturell und nicht nur taktischer Natur ist. Als sauberster Indikator für diesen Wandel gelten die Retail-Zuflüsse über Spot-Bitcoin-ETFs. Die Zuflüsse in Bitcoin-ETFs laufen nun seit drei aufeinanderfolgenden Monaten positiv, während sich Gold-ETFs von den im März ausgelösten Rücknahmen — ausgelöst durch den Ausbruch des Iran-Konflikts — bislang nicht erholt haben.
Die Nachfrage ist nicht rein retailgetrieben. J.P. Morgans Positionierungs-Proxys, die auf CME-Bitcoin-Futures und Offshore-Perpetual-Swap-Daten basieren, markieren frische Hochs — ein Signal, dass institutionelle Investoren ihre Exposure parallel zu den ETF-Zuflüssen hochgefahren haben. Auch die Momentum-Signale für Bitcoin haben sich seit Beginn des Konflikts erholt, während jene für Gold hinterherhinken. Das deutet darauf hin, dass CTAs und Trendfolge-Fonds derselben Rotation folgen.
Marktauswirkungen
Michael Saylors Strategy bleibt der größte einzelne Unternehmens-Akkumulator, wobei die Eigentümerstruktur nahezu gleichmäßig zwischen Retail- und institutionellen Haltern aufgeteilt ist. Bei ihrem aktuellen Tempo könnte Strategy laut JPMorgan-Schätzung in diesem Jahr rund $30 Milliarden in Bitcoin aufnehmen — ein Zufluss, der groß genug ist, um unabhängig vom ETF-Buy als struktureller Preisboden zu wirken. Bitcoin wurde nahe $80.120 gehandelt, ein Minus von 1,6 % über 24 Stunden, obwohl sich das zugrundeliegende Nachfragesignal aus JPMorgan-Sicht weiter verstärkt. Der nächste Hinweis wird sein, ob die Gold-ETF-Zuflüsse endlich wieder positiv werden oder ob sich die Rotation in Bitcoin im weiteren Verlauf von Q2 noch vertieft.
Häufig gestellte Fragen
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Was hat JPMorgan zu Bitcoin vs. Gold gesagt?
JPMorgan-Analysten unter Leitung von Nikolaos Panigirtzoglou erklärten, dass der Entwertungs-Trade von Gold zu Bitcoin rotiert. Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten demnach drei Monate in Folge Zuflüsse, während Gold-ETFs die im März durch den Iran-Konflikt ausgelösten Abflüsse noch nicht aufgeholt haben.
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Warum wählen Investoren jetzt Bitcoin statt Gold?
JPMorgans Note ordnet Bitcoin und Gold als konkurrierende Absicherungen gegen Fiat-Entwertung in geopolitisch stressigen Phasen ein. Die Analysten verweisen auf anhaltende Bitcoin-ETF-Zuflüsse bei gleichzeitig schwächelnden Gold-ETFs sowie auf sich erholende Momentum-Signale bei Bitcoin — anders als bei Gold — als…
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Ist die Bitcoin-Nachfrage institutionell oder rein retail?
Beides, laut JPMorgan. Retail-Zuflüsse kommen vor allem über Spot-Bitcoin-ETFs, doch die Positionierungs-Proxys der Bank auf Basis von CME-Bitcoin-Futures und Offshore-Perpetual-Swap-Daten markieren frische Hochs — ein Zeichen, dass auch institutionelle Investoren ihre Exposure hochgefahren haben.
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Wie viel Bitcoin könnte Strategy in diesem Jahr kaufen?
JPMorgan schätzt, dass Strategy bei ihrem aktuellen Akkumulationstempo in diesem Jahr rund $30 Milliarden in Bitcoin aufnehmen könnte. Strategy bleibt weltweit der größte Unternehmenshalter von Bitcoin, die Eigentümerstruktur ist nahezu gleichmäßig zwischen Retail- und institutionellen Investoren aufgeteilt.
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Was ist der Entwertungs-Trade?
Der Entwertungs-Trade bezeichnet den Kauf harter Assets wie Gold oder Bitcoin durch Investoren, um sich gegen eine Schwächung der Fiat-Währungen abzusichern — insbesondere in Phasen geopolitischer Spannungen oder Inflationssorgen. JPMorgan nutzt diesen Rahmen, um die aktuelle Rotationsbewegung der Mittel zu…