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Krypto-Allokation: Größe schlägt Auswahl, sagt CIO

Spot-ETFs und Stablecoin-Zahlungswege haben Krypto an dieselbe Makro-Infrastruktur wie traditionelle Anlagen angeschlossen. In Risk-off-Phasen leistet Diversifikation daher weniger, als Allokatoren oft annehmen.

Krypto-Allokation: Größe schlägt Auswahl, sagt CIO
Krypto-Allokation: Größe schlägt Auswahl, sagt CIO
Krypto-Allokation: Größe schlägt Auswahl, sagt CIO
Krypto-Allokation: Größe schlägt Auswahl, sagt CIO

Im Crypto Long & Short Newsletter dieser Woche argumentiert Lionsoul Global CIO Gregory Mall, dass bei der Krypto-Allokation vor allem die Größe zählt, nicht die Auswahl. Spot-Bitcoin- und Ether-Exchange-Traded Products haben einen regulierten Vertriebskanal geöffnet, der institutionelles Kapital anzieht und es bei einem Stimmungswechsel schnell wieder abfließen lässt, während Stablecoin-Flüsse inzwischen bis in die Märkte für kurzfristige US-Staatsanleihen reichen. Der Punkt ist: Krypto sitzt in derselben Makro-Infrastruktur wie traditionelle Anlageklassen. Diversifikation hilft daher in ruhigen Märkten mehr als in angespannten.

Warum das wichtig ist

In Risk-off-Phasen steigen die Korrelationen zwischen Tokens, und der Schutz, den Anleger zu haben glaubten, verblasst. Mehr Coins zu halten ist damit ein schwacher Ersatz dafür, das Exposure zu kontrollieren. Mall beschreibt den teuersten Fehler als verhaltensbedingt, nicht analytisch: eine solide Strategie im schlechtesten Moment aufzugeben und in einen Drawdown hinein zu verkaufen, für den das Portfolio nie groß genug bemessen war. Jahrzehnte an Evidenz zu Time-Series-Momentum deuten darauf hin, dass regelbasierte, trendfolgende Ansätze Drawdowns verringern können, ohne die nächste Marktbewegung prognostizieren zu müssen. In einem reflexiven Markt verdient sich diese Disziplin ihren Platz.

Marktauswirkung

Mall reduziert die meisten Krypto-Bücher auf drei Archetypen: eine Bitcoin-Sleeve als Einzelasset für maximale Konvexität und maximalen Drawdown, einen Large-Cap-Korb für teilweise Diversifikation bei höherer Volatilität und eine dynamisch verwaltete Sleeve aus Cash und Bitcoin, die auf Basis von Signalen rebalanciert wird. Keine ist objektiv die beste; jede ist eine andere Antwort darauf, wie viel Risiko ein Allokator tragen kann und trotzdem investiert bleibt. Die Streuung der Drawdowns zwischen den drei Varianten erweist sich als entscheidender als die Streuung der Renditen. Eine gut dimensionierte Allokation kann Volatilität aufnehmen und dennoch das langfristige Aufwärtspotenzial erfassen, während eine übergroße selbst mit dem „richtigen“ Asset scheitert. Dasselbe Thema passt zu den Flussdaten dieser Woche: Spot BTC ETFs verzeichneten vom 11. Mai bis 29. Juni acht Wochen in Folge Nettoabflüsse von insgesamt rund -$8.25B, bevor sie am 6. Juli und 13. Juli in zwei aufeinanderfolgende Wochen mit Nettozuflüssen drehten. Der durchschnittliche Wochenpreis von BTC stieg in diesem Zeitraum von etwa $61,300 auf etwa $64,200.

Verwandte Tokens
$BTC $ETH

Häufig gestellte Fragen

  1. Was ist die Hauptaussage im Crypto Long & Short dieser Woche?

    Lionsoul Global CIO Gregory Mall argumentiert, dass bei der Krypto-Allokation vor allem die Größe zählt, nicht die Auswahl. Anleger sollten Positionen so bemessen, dass sie einen Drawdown durchhalten können, statt durch immer mehr Tokens Diversifikation zu jagen.

  2. Warum funktioniert Diversifikation bei Krypto in Stressphasen weniger gut?

    Spot BTC und ETH ETFs sowie Stablecoin-Flüsse in Treasuries binden Krypto inzwischen an dieselbe Makro-Infrastruktur wie traditionelle Anlagen. In Risk-off-Phasen steigen die Korrelationen zwischen Tokens, sodass der erwartete Schutz oft verblasst.

  3. Welche drei Portfolio-Archetypen beschreibt Mall?

    Eine Bitcoin-Sleeve als Einzelasset für maximale Konvexität und Drawdown, einen Large-Cap-Korb für teilweise Diversifikation bei höherer Volatilität und eine dynamisch verwaltete Cash-und-Bitcoin-Sleeve, die nach Signalen rebalanciert wird und etwas Aufwärtspotenzial gegen einen ruhigeren Verlauf tauscht.

  4. Wie entwickelten sich die Spot BTC ETF-Flüsse im betrachteten Zeitraum?

    Spot BTC ETFs verzeichneten vom 11. Mai bis 29. Juni acht Wochen in Folge Nettoabflüsse von insgesamt rund -$8.25B. Danach drehten sie am 6. Juli und 13. Juli in zwei aufeinanderfolgende Wochen mit Nettozuflüssen, während der durchschnittliche Wochenpreis von BTC von etwa $61,300 auf $64,200 stieg.

  5. Warum bevorzugt Mall regelbasiertes, trendfolgendes Sizing?

    Jahrzehnte an Evidenz zu Time-Series-Momentum zeigen, dass regelbasierte Ansätze Drawdowns reduzieren können, ohne dass jemand die nächste Bewegung prognostizieren muss. In einem reflexiven Markt wie Krypto kann diese Disziplin so wichtig sein wie die Position selbst.

Quellenangabe
Aggregiert von CoinDesk · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 1h
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