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Krypto-Banking: UK-Parlament startet Untersuchung

Die Untersuchung kommt wenige Wochen nach Veröffentlichung des neuen britischen Krypto-Regelwerks und kurz nach Amtsantritt einer Labour-Regierung. Damit rückt das De-Risking durch Banken klar auf die legislative Agenda.

Die Crypto and Digital Assets All-Party Parliamentary Group teilte am Dienstag mit, sie werde die Probleme untersuchen, die Krypto-Unternehmen beim Zugang zu Bankdienstleistungen im Vereinigten Königreich haben. Die Untersuchung beginnt wenige Wochen, nachdem die Regierung ihr lange erwartetes Krypto-Regelwerk veröffentlicht hat, das im Oktober 2027 in Kraft treten soll.

Der Zeitpunkt fällt zudem mit dem Amtsantritt der Labour-Regierung von Andy Burnham am Montag zusammen, die die bisherige Regierung mitten in der Legislaturperiode ablöst. Parlamentarische Untersuchungen binden Minister nur selten, doch APPG-Berichte fließen direkt in die Ausarbeitung von Gesetzen ein. Eine Prüfung des Bankzugangs ist einer der wenigen Bereiche, in denen das Parlament schneller handeln kann als die Aufsicht.

Warum das wichtig ist

Krypto-Unternehmen im Vereinigten Königreich klagen seit Langem, dass Großbanken ihnen Dienstleistungen verweigern und dabei Risiken bei der Geldwäschebekämpfung anführen, selbst wenn die Firmen vollständig bei der FCA registriert sind. Dieses De-Risking hat Volumen ins Ausland verlagert und die institutionelle Anbindung gebremst, obwohl London sich als kryptofreundlicher Standort positioniert.

Marktauswirkung

Sollte die APPG feststellen, dass das De-Risking legitimen Unternehmen schadet, würde das dem Finanzministerium und der FCA politischen Rückhalt geben, gemeinsame Leitlinien für Kreditgeber herauszugeben. Für im Vereinigten Königreich ansässige Krypto-Unternehmen wäre der praktische Gewinn ein stabiler Zahlungsweg. Für den breiteren Sektor wäre es eine Vorlage, die andere G7-Staaten genau beobachten werden.

Häufig gestellte Fragen

  1. Was ist die britische Crypto and Digital Assets APPG?

    Sie ist eine All-Party Parliamentary Group in Westminster, die Abgeordnete und Mitglieder des Oberhauses parteiübergreifend zusammenbringt, um politische Fragen rund um Krypto und digitale Vermögenswerte zu prüfen. APPG-Untersuchungen binden Minister nicht, fließen aber in die Gesetzesausarbeitung ein.

  2. Warum schließen britische Banken Konten von Krypto-Unternehmen?

    Großbanken verweisen auf Risiken bei Geldwäschebekämpfung und Sanktionen, selbst wenn das Krypto-Unternehmen vollständig bei der FCA registriert ist. Die als De-Risking bekannte Praxis ist seit Langem ein Streitpunkt für den britischen Kryptosektor.

  3. Wann tritt das britische Krypto-Regelwerk in Kraft?

    Das Anfang dieses Jahres veröffentlichte Regelwerk soll im Oktober 2027 in Kraft treten. Unternehmen erhalten damit ein mehrjähriges Übergangsfenster, um ihre Abläufe an die neuen Regeln anzupassen.

  4. Was hat sich mit der neuen Labour-Regierung unter Andy Burnham geändert?

    Die Labour Party von Andy Burnham hat am Montag die Regierung übernommen und die bisherige Administration abgelöst. Der Wechsel bringt neue Ministerteams im HM Treasury und in den für Kryptopolitik relevanten Regulierungsbereichen.

  5. Was würde eine erfolgreiche Untersuchung für Krypto-Unternehmen erreichen?

    Eine Feststellung, dass De-Risking legitimen Unternehmen schadet, würde dem Finanzministerium und der FCA politischen Rückhalt geben, gemeinsame Leitlinien für Banken herauszugeben. Das könnte FCA-zugelassenen Krypto-Unternehmen stabilen Zugang zu Zahlungen eröffnen.

Quellenangabe
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