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LSE plant Nachthandel für über 2.600 ETPs

Der Vorstoß trifft genau die Wettbewerbsfront, die TradFi rasch schließen will: Krypto-Handelsplätze handeln bereits rund um die Uhr, und die LSE will einen Teil dieses Volumens gewinnen, statt es abfließen zu sehen.

Die London Stock Exchange plant laut Financial Times einen separaten Nachthandelsplatz, der die Handelszeiten für mehr als 2.600 gelistete börsengehandelte Produkte verlängern würde. Der Schritt ist eine direkte Antwort auf die Rund-um-die-Uhr-Konkurrenz durch Krypto-Plattformen, die stetig Retail-Volumen von traditionellen, sitzungsgebundenen Handelsplätzen abgezogen haben.

Warum das wichtig ist

Die LSE ist der tiefste Liquiditätspool für ETPs in Europa, und längere Handelszeiten sind das bisher klarste Eingeständnis, dass das 9-bis-5-Sitzungsmodell ein Wettbewerbsnachteil ist. Krypto-Börsen waren nie geschlossen, und die Retail-Ströme, die in den vergangenen drei Jahren zu ihnen abgewandert sind, kamen nicht zurück. Nachtzugang an der LSE ermöglicht europäischen Asset-Managern, in den USA gelistete Exposures neu zu gewichten, ohne auf die Londoner Eröffnung zu warten, und nimmt Krypto-Handelsplätzen einen ihrer strukturellen Vorteile gegenüber TradFi-ETPs.

Marktauswirkung

Der Wettbewerbsrahmen ist wichtiger als die Handelszeiten selbst. CME betreibt bereits ein nahezu 24-Stunden-Orderbuch für Krypto-Derivate, und US-Spot-Krypto-ETFs haben die institutionelle Nachfrage aufgenommen, die früher über klassische Prime Broker lief. Wenn die LSE den Nachthandel live schaltet, dürften Paris, Frankfurt und die Schweizer Börsen binnen zwölf Monaten folgen. Das Rennen ist nun auf Ebene der Handelsplätze eröffnet, nicht nur auf Ebene der Instrumente. Achten Sie auf das H2-Handelsupdate der LSE Group und auf mögliche Konsultationspapiere der FCA zu Clearing und Abwicklung bei verlängerten Handelszeiten.

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Häufig gestellte Fragen

  1. Warum führt die London Stock Exchange Nachthandel ein?

    Die LSE reagiert auf die Rund-um-die-Uhr-Konkurrenz durch Krypto-Börsen, die stetig Retail-Volumen von sitzungsgebundenen traditionellen Handelsplätzen abgezogen haben. Nachtzugang ermöglicht ihr, bei den Handelszeiten zu konkurrieren, statt Volumen abzugeben.

  2. Wie viele Produkte würde der neue Nachthandelsplatz abdecken?

    Der geplante Handelsplatz würde die Handelszeiten für mehr als 2.600 an der LSE gelistete börsengehandelte Produkte verlängern, den tiefsten ETP-Liquiditätspool Europas.

  3. Wie wirkt sich das auf Krypto-Börsen aus?

    Es schwächt einen strukturellen Vorteil von Krypto-Handelsplätzen: 24/7-Zugang. Wenn TradFi-ETPs ebenfalls nachts handeln, schrumpft der Abstand zwischen sitzungsgebundenen und dauerhaft geöffneten Handelsplätzen deutlich.

  4. Werden andere europäische Börsen folgen, wenn die LSE Nachthandel startet?

    Analysten erwarten, dass Paris, Frankfurt und die Schweizer Börsen binnen zwölf Monaten folgen, falls die LSE live geht. Damit würden Handelszeiten zu einem Wettbewerbsrennen statt zu einem Experiment einer einzelnen Börse.

  5. Worauf sollten Anleger als Nächstes achten?

    Wichtig sind das H2-Handelsupdate der LSE Group und mögliche Konsultationspapiere der FCA zu Clearing und Abwicklung bei verlängerten Handelszeiten. Sie würden den regulatorischen Weg zum Start signalisieren.

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