Metaplanet verkaufte im dritten Quartal 10.000 BTC und kaufte anschließend 11.000 zu einem höheren Durchschnittspreis zurück. Zum 30. September hielt das Unternehmen damit 44.000 BTC. Der in Tokio börsennotierte Konzern erklärte, der Verkauf habe bei einem Durchschnittspreis von 12,47 Millionen Yen je Coin 124,7 Milliarden Yen eingebracht. Für den Rückkauf zu 13,63 Millionen Yen je Coin seien 149,9 Milliarden Yen angefallen. Die Preisdifferenz bedeutete für die 10.000 BTC, die zum Ersatz des ursprünglichen Bestands nötig waren, einen Nachteil von rund 11,57 Milliarden Yen.
Warum das wichtig ist
Die Transaktionen sollten Ratingagenturen und Anleiheinvestoren zeigen, dass Metaplanet bereit und in der Lage ist, Bitcoin zu verkaufen, um seinen Verpflichtungen nachzukommen. Nach Angaben des Unternehmens wandelte es genügend BTC in Bargeld um, um den ausstehenden Nennbetrag seiner Anleihen, Kredite und sonstigen zinstragenden Schulden zu übersteigen, und baute seine Position später wieder auf. Dieser Ablauf ist entscheidend für das angestrebte Kreditrating und möglicherweise günstigere Finanzierungen.
Metaplanet plant zudem, die Finanzierung auch über Bitcoin-Käufe hinaus einzusetzen. Mit seiner Net Interest Income Strategy will das Unternehmen über Vorzugsaktien, Unternehmensanleihen namens BitBonds und durch Bitcoin besicherte Kreditlinien Kapital aufnehmen und anschließend in Vermögenswerte investieren, deren Rendite über den Finanzierungskosten liegt. Diese strategische Allokation soll nach Unternehmensangaben etwa 10 bis 15 % der Gesamtvermögenswerte ausmachen, während Bitcoin weiterhin rund 85 bis 90 % stellen soll.
Auswirkungen auf den Markt
Die Strategie soll Metaplanet zu mehr als einem Bitcoin-Aufkäufer machen: Das Unternehmen will Kredite aufnehmen, Renditen erwirtschaften und die daraus erzielten Einnahmen für den Schuldendienst, Dividenden und weitere BTC-Käufe nutzen. Zugleich räumt das Unternehmen ein, dass Investitionen in andere Bitcoin-Treasury-Unternehmen weiterhin mit Bitcoin korreliert sein könnten, was die Diversifizierung begrenzt. Außerdem betont es, dass ein Kreditrating nicht garantiert ist und künftige Anleihen- oder Vorzugsaktienemissionen von den verfügbaren Konditionen abhängen.
Metaplanet schätzt, dass der Verkauf für US-Tochtergesellschaften außerdem einen latenten Steueranspruch von rund 97 Millionen US-Dollar begründen könnte, vorbehaltlich des Abschlussverfahrens und der Prüfung durch den Wirtschaftsprüfer. Das Unternehmen erwartet, dass seine neue Ertragsstrategie die konsolidierten Ergebnisse für 2026 nur unwesentlich beeinflusst. Kurzfristig werden daher der Zugang zu Krediten und die Finanzierungskosten auf die Probe gestellt.
Häufig gestellte Fragen
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Warum verkaufte Metaplanet Bitcoin, bevor es die Coins zurückkaufte?
Das Unternehmen wollte Ratingagenturen und Anleiheinvestoren zeigen, dass es Bitcoin-Reserven in Bargeld umwandeln kann, um finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.
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Wie viel kosteten Metaplanets Bitcoin-Verkauf und Rückkauf?
Metaplanet verkaufte 10.000 BTC zu durchschnittlich 12,47 Millionen Yen je Coin für insgesamt 124,7 Milliarden Yen. Anschließend gab das Unternehmen 149,9 Milliarden Yen für 11.000 BTC zu durchschnittlich 13,63 Millionen Yen je Coin aus.
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Was umfasst Metaplanets Net Interest Income Strategy?
Das Unternehmen will über Vorzugsaktien, BitBonds und durch Bitcoin besicherte Kredite Kapital aufnehmen und in Vermögenswerte investieren, deren Rendite über den Finanzierungskosten liegt.
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Welcher Anteil von Metaplanets Vermögenswerten soll in Bitcoin bleiben?
Metaplanet erwartet, dass Bitcoin etwa 85 bis 90 % der Gesamtvermögenswerte ausmacht. Auf strategische Investitionen sollen etwa 10 bis 15 % entfallen.
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Sind Metaplanet ein Kreditrating oder günstigere Finanzierungen sicher?
Nein. Das Unternehmen erklärt, dass weder ein Rating noch die Ausgabe künftiger Anleihen und Vorzugsaktien zu den gewünschten Konditionen gesichert ist.