Institutionelle Investoren halten sich weiterhin von perpetuals-fokussierten dezentralen Börsen fern. Panelisten auf der Consensus Miami nannten wiederholte Exploits — darunter einen kürzlichen millionenschweren Hack bei Drift — sowie eine strukturelle Diskrepanz zwischen DeFis genehmigungsfreiem Design und institutionellen KYC- bzw. Compliance-Pflichten als zentrale Adoption-Hürden. Die Session mit dem Titel „Perp DEX Explosion: Bullish Volumes & Bear Market Resilience" brachte Wizard of SoHo, einen erfahrenen Trader und Family-Office-Manager; Michaël van de Poppe von MN Fund & MN Capital; sowie Michael Anderson von Canary Labs zusammen, moderiert von Jason Atkins vom Liquiditätsanbieter Auros.
Warum es zählt
Anderson sagte, er zögere, DeFi überhaupt zu nutzen, obwohl er Teile des Ökosystems erkundet habe. „Ich habe im Moment Angst, DeFi zu verwenden“, sagte er. „Es fühlt sich ein bisschen wie ein Minenfeld an, und man wartet jeden Tag nur auf die nächste Schlagzeile.“ Wizard of SoHo fasste die Sicherheitsbilanz als das entscheidende Onboarding-Hindernis für Institutionen auf: „Wie überzeugt man die großen institutionellen Akteure, auf die Perp DEXs zu gehen? Ich denke, das wird die größte Herausforderung sein, insbesondere angesichts des Exploits bei Drift.“
Die Compliance-Lücke reicht tiefer als bloße Exploits. „Crypto will stärker non-KYC sein“, ergänzte Anderson, „aber um institutionelle [Akteure] an Bord zu holen, braucht man in größerem Maßstab irgendeine Form von KYC.“ Die Panelisten verwiesen zudem auf Lücken bei der Produktinnovation: Zentralisierte Plattformen integrieren zunehmend bot-gesteuerte Trading-Tools in die Futures-Märkte, während DEXs mit dieser Entwicklung nicht Schritt gehalten haben.
Marktauswirkungen
Die bärische Lesart für den Perp-DEX-Sektor lautet: Selbst bei steigenden Volumina ist die institutionelle Nachfrage kaum über eine einzelne Lösung herbeizuführen. KI-gestützte Trading-Tools, die van de Poppe als „the next level algorithmic trading“ bezeichnete, verändern die Ausführung bereits jetzt — doch er warnte, dass schlecht konfigurierte KI-Agenten eher „a bad trader“ als einen besseren bauten, und dass menschliche Aufsicht wegfalle, ob die Branche bereit sei oder nicht. Für Perp DEXs liegt das nächste Wettbewerbsfeld, in Wizard of SoHOs Lesart, darin, ob überhaupt eine Plattform institutionelles Kapital sicher onboarden kann.
Häufig gestellte Fragen
Häufig gestellte Fragen
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Warum halten sich Institutionen von Perp DEXs fern?
Panelisten auf der Consensus Miami nannten wiederholte Sicherheitsexploits — darunter einen kürzlichen millionenschweren Hack bei Drift — sowie eine strukturelle Diskrepanz zwischen DeFis genehmigungsfreiem Design und institutionellen KYC- bzw. Compliance-Pflichten als zentrale Hürden.
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Was sagten die Panelisten zum Drift-Exploit?
Wizard of SoHo bezeichnete den Drift-Hack als entscheidendes Onboarding-Hindernis für Institutionen und argumentierte, angesichts der jüngsten Exploit-Bilanz sei es die größte Herausforderung des Sektors, große Akteure von Perp DEXs zu überzeugen.
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Wie groß ist die KYC-Lücke zwischen DeFi und Institutionen?
Anderson fasste sie als strukturell auf: „Crypto will stärker non-KYC sein, aber um institutionelle [Akteure] an Bord zu holen, braucht man in größerem Maßstab irgendeine Form von KYC.“ Institutionen operieren unter strengen Identitäts- und Compliance-Pflichten, die genehmigungsfreie Protokolle nicht erfüllen können.
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Ziehen zentralisierte Börsen bei den Produktfeatures davon?
Die Panelisten bejahten das: Zentralisierte Plattformen integrieren zunehmend bot-gesteuerte Trading-Tools in die Futures-Märkte, während Perp DEXs dieses Innovationstempo nicht mitgehen — der Abstand für institutionelle Nutzer wächst.
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Was sagten die Panelisten zu KI-Agenten im Trading?
Michaël van de Poppe bezeichnete KI-Agenten als „the next level algorithmic trading“ — eine natürliche Weiterentwicklung statt eines grundlegend neuen Konzepts — warnte aber, dass falsch konfigurierte KI-Protokolle oder LLMs für unerfahrene Nutzer „a bad trader“ bauen können.