Polymarket hat Mike Eidlin, zuvor Japan-Chef beim Solana-DEX-Aggregator Jupiter, zum Leiter seiner Expansion in den japanischen Markt ernannt. Die Prognosebörse strebt bis 2030 eine behördliche Genehmigung für den Betrieb dort an, wie Bloomberg am Freitag berichtete. Der Schritt erfolgt, während Polymarkets monatliches Handelsvolumen im April auf 9 Milliarden Dollar sank, von 10,57 Milliarden Dollar im März — dem ersten monatlichen Rückgang seit August 2025. Gleichzeitig stieg das Volumen des Rivalen Kalshi im April auf 14,81 Milliarden Dollar, von 13 Milliarden Dollar im Vormonat.
Eidlin ist Polymarkets erster namentlich genannter Regionalleiter für Japan, einen Markt, den die Plattform auf ihrer Help-Center-Seite derzeit als eingeschränkt führt — wegen „regulatorischer Anforderungen und der Einhaltung internationaler Sanktionen". Die Einstellung signalisiert, dass Polymarket Japan als strukturelle Wachstumswette behandelt, nicht als einmalige Lobbyarbeit, und bereit ist, einen mehrjährigen Lizenzpfad zu finanzieren.
Warum es zählt
Japans Regulierungsrahmen ist eine harte Mauer: Das Strafgesetzbuch stellt habituelles Glücksspiel mit bis zu drei Jahren Haft unter Strafe, und der Betrieb eines Glücksspielunternehmens droht eine Strafe von drei Monaten bis fünf Jahren. Staatliche Lotterien und staatlich genehmigte Pferdewetten sind explizit ausgenommen, und Pachinko hat in einer rechtlichen Grauzone über Arcade-Token-Tauschmodelle überlebt — keines der beiden Modelle passt sauber zu einer Event-Contract-Börse. Der 2030-Zeitrahmen, den Polymarket Berichten zufolge anpeilt, spiegelt diese Realität wider: Dies ist ein Lizenz- und Lobbyaufbau, kein Produktlaunch.
Der Wettbewerbsdruck ist real. Kalshi liegt im monatlichen Volumen den zweiten Monat in Folge vorn, und Polymarkets erster Rückgang seit August 2025 — während Kalshi wuchs — bedeutet, dass die US-Börse mittlerweile mehr als das 1,6-fache des Polymarket-Notionals handelt. Japan, mit einer Bevölkerung, die regulierten Einzelhandelsspekulationen historisch aufgeschlossen gegenüberstand, ist einer der wenigen verbleibenden TAMs, die in dieser Größenordnung ins Gewicht fallen.
Marktauswirkung
Die Expansion landet mitten in einer regulatorischen Zange anderswo.
Häufig gestellte Fragen
-
Wer leitet Polymarkets Japan-Expansion?
Mike Eidlin, zuvor Japan-Chef beim Solana-DEX-Aggregator Jupiter, wurde laut Bloomberg zum Leiter von Polymarkets Bemühungen im Land ernannt.
-
Wann erwartet Polymarket die Genehmigung in Japan?
Polymarket strebt einem Bloomberg-Bericht zufolge die behördliche Genehmigung für den Betrieb in Japan bis 2030 an, wobei Quellen mit Kenntnis der Sache zitiert werden.
-
Warum ist Japan derzeit auf Polymarket eingeschränkt?
Polymarket führt Japan auf seiner Help-Center-Seite als eingeschränkt — wegen „regulatorischer Anforderungen und der Einhaltung internationaler Sanktionen". Japans Strafgesetzbuch stellt habituelles Glücksspiel unter Strafe.
-
Wie entwickelt sich Polymarkets Volumen im Vergleich zu Kalshi?
Polymarkets April-Volumen fiel auf 9 Mrd. $ von 10,57 Mrd. $ im März — der erste monatliche Rückgang seit August 2025 — während Kalshi auf 14,81 Mrd. $ von 13 Mrd. $ wuchs.
-
Welchem regulatorischen Druck sieht sich Polymarket anderswo ausgesetzt?
Die CFTC und das DOJ verklagten Minnesota wegen eines einzelstaatlichen Prognosemarkt-Verbots, Südkoreas Medienaufsicht prüft Polymarket auf illegale Glücksspielinhalte, und Indien hat die Plattform gesperrt und geht gegen Kalshi vor.