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Polymarket-WM-Markt: 66 % der Trader verlieren Geld

Das Orderbuch wirkt ausgewogen, bis man nach Adressen aufschlüsselt: 130.000 von 194.000 einzigartigen Wallets beendeten den WM-Markt im Minus, wobei Verluste und Gewinne jeweils auf eine schmale Spitzengruppe konzentriert waren.

Polymarkets Markt auf den WM-Sieger ließ laut dem On-Chain-Analyseaccount @defioasis rund zwei Drittel seiner Teilnehmer im Minus zurück. Von mehr als 194.000 einzigartigen Adressen, die den Kontrakt handelten, schlossen rund 130.000, also etwa 66,7 %, den Markt mit realisierten Verlusten ab. Die meisten verlierenden Wallets waren klein und verloren weniger als $100, während 43 Adressen jeweils mehr als $100.000 verloren, zusammen über $15 Millionen Schaden auf dieser Seite des Orderbuchs.

Die Gewinne auf der Gewinnerseite waren genauso konzentriert. 54 Adressen verdienten jeweils mehr als $100.000 und verbuchten zusammen über $22 Millionen. Die spiegelbildliche Verteilung, bei der eine kleine Zahl von Gewinnern einen großen Teil des Pools abschöpft, während der lange Ausläufer kleine Beträge verliert, ist das klassische Muster eines Marktes mit Informationsvorsprung. Einige wenige gut kapitalisierte oder besser informierte Trader monetarisieren dabei einen langen Retail-Ausläufer, der faktisch für ihr Alpha zahlt.

Häufig gestellte Fragen

  1. Was zeigen die Verlustdaten zum Polymarket-WM-Markt tatsächlich?

    Von mehr als 194.000 einzigartigen Adressen, die Polymarkets Kontrakt auf den WM-Sieger handelten, schlossen laut dem On-Chain-Analyseaccount @defioasis rund 130.000, also etwa 66,7 %, den Markt mit realisierten Verlusten ab.

  2. Wie konzentriert waren die Verluste im Polymarket-WM-Markt?

    Die meisten verlierenden Wallets verloren weniger als $100, doch 43 Adressen verloren jeweils mehr als $100.000. Zusammen entsprach das über $15 Millionen Gesamtschaden auf der Verliererseite.

  3. Wer verdiente im Polymarket-WM-Markt tatsächlich Geld?

    Die Gewinne konzentrierten sich auf 54 Adressen, die jeweils mehr als $100.000 verdienten und zusammen mehr als $22 Millionen verbuchten. Die große Mehrheit der Gewinner-Wallets erzielte nur moderate Beträge, spiegelbildlich zum Long-Tail-Muster auf der Verliererseite.

  4. Was sagt die Verliererquote von 66,7 % über Prognosemärkte aus?

    Sie zeigt die klassische Verteilung eines Informationsvorsprungs: Eine kleine Gruppe gut kapitalisierter oder besser informierter Trader vereinnahmt den Großteil der Gewinne, während ein langer Retail-Ausläufer aus Gelegenheitsteilnehmern dieses Alpha faktisch über kleinere Verluste bezahlt.

  5. Bedeuten die Daten, dass Prognosemärkte ineffizient oder kaputt sind?

    Nicht unbedingt. Der Markt preiste WM-Ergebnisse effizient ein. Das Problem ist strukturell: Smart Money konzentriert sich am oberen Ende der Renditeverteilung, und Gelegenheitsteilnehmer finanzieren es. Die Verteilung, nicht die Preisbildung, ist die Geschichte.

Quellenangabe
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