In einem kürzlichen Earnings-Call von Strategy erklärte Michael Saylor ausdrücklich das Spielbuch des Unternehmens: Bitcoin mit Kredit kaufen, es wertvoller werden lassen und dann Bitcoin verkaufen, um Dividenden zu zahlen. Das Eingeständnis erschütterte eine Gemeinschaft, die auf seinem Mantra "verkaufe niemals deinen Bitcoin" aufgebaut ist – aber die Zahlen erzählen eine differenziertere Geschichte. Strategy hält $66,4 Milliarden in Bitcoin gegenüber nur $1,5 Milliarden an jährlichen Dividendenverpflichtungen, was ungefähr 531 Monate Deckung impliziert. Bei diesem Verhältnis würde das Unternehmen ungefähr 0,18 % seiner Bestände pro Monat verkaufen und gleichzeitig ein massiver Netto-Käufer bleiben.
Analyst Ivan Tech stellte die Offenlegung als positiv dar: Der Markt hat jetzt volle Transparenz über das Hebelmodell, was das, was er "Saylor-Risiko" nannte – die Unsicherheitsprämie rund um eine Strategie, die immer long auf Bitcoin war – beseitigt. Saylor selbst verglich den Ansatz mit einem Immobilienentwickler, der Land günstig kauft und teuer verkauft…