SBI Holdings wird bis Ende dieses Monats eine 20-prozentige Beteiligung an Indonesiens Ajaib Group für 270 Millionen Dollar erwerben, die größte Tech-Finanzierungsrunde in Indonesien seit Jahren. Das japanische Finanzunternehmen stellte den Deal als Eckpfeiler einer Initiative vor, JPYSC, seinen Yen-denominierten Stablecoin, auszuweiten und eine grenzüberschreitende, Blockchain-basierte Abwicklungsinfrastruktur in ganz Südostasien aufzubauen.
Ajaib bringt SBI rund 20 Millionen Privatkunden in einem der größten Endkundenmärkte der ASEAN-Region, einem geschätzten Pool von 375 Milliarden Dollar laut IMARC Group. Über das Brokerage-Geschäft hinaus betreibt die indonesische Plattform Devisen-Marginhandel, Krypto- und Vermögensverwaltung und verschafft SBI damit Vertriebsstrukturen, die innerhalb dieses Zeitrahmens organisch nicht hätten aufgebaut werden können.
Warum es wichtig ist
Der Ajaib-Deal fügt sich in ein regionales Netzwerk ein, das SBI still aufgebaut hat. Im Juli zahlte die Gruppe rund 100 Millionen Dollar für die in Singapur ansässige Krypto-Börse Coinhako und investierte separat in die singapurische digitale Wertpapierplattform DigiFT, wo beide Firmen bereits ein Joint Venture betreiben. Die These, so SBI-Chairman Yoshitaka Kitao, ist, dass die „globale Infrastruktur für digitale Vermögenswerte" der Burggraben ist, nicht das Handelsdesk.
Japans inländische Ausrichtung verstärkt den Schritt. Tokio hat Pläne für die Blockchain-basierte Abwicklung von Aktien und Staatsanleihen angekündigt, wobei 24/7-Onchain-Operationen möglicherweise Anfang der 2030er Jahre live gehen. SBI positioniert sich als regulierte Brücke, die diese Infrastruktur in die ASEAN-Region kanalisiert, statt sie auf Japan zu beschränken.
Auswirkung auf den Markt
Der Deal fällt vor einem brutalen indonesischen Finanzierungshintergrund. Lokale Startups sammelten laut Bloomberg im vergangenen Jahr nur 340 Millionen Dollar ein, nach 440 Millionen Dollar im Jahr 2024 und einem Bruchteil der 9,44 Milliarden Dollar im Jahr 2021. SBIs Kapital ist ein glaubwürdiges Vertrauensvotum in einen Markt, den die meisten ausländischen Investoren verlassen haben.
Jetzt richtet sich der Blick auf Ajaibs Tokenisierungs-Pipeline: ob SBI JPYSC, Aktien-Tokenisierung und Stablecoin-Fiat-Rampen durch die bestehende 20-Millionen-Nutzerbasis des Brokerage leitet und ob andere regionale Broker SBIs regulierte Korridor-Vorlage übernehmen. Der Scheck über 270 Millionen Dollar kauft das Recht, diese Fragen auf großer Bühne zu stellen.
Häufig gestellte Fragen
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Was kauft SBI in Indonesien?
SBI Holdings erwirbt eine 20-prozentige Beteiligung an der Ajaib Group, einem indonesischen Online-Brokerage mit über 20 Millionen Privatkunden, für 270 Millionen Dollar. Ajaib betreibt zudem FX-Marginhandel, Krypto- und Vermögensverwaltung.
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Was ist JPYSC und warum ist der Deal wichtig?
JPYSC ist SBIs Yen-denominierter Stablecoin. Die Ajaib-Investition verschafft SBI Vertriebsstrukturen in der ASEAN-Region, um JPYSC auszuweiten und Blockchain-basierte grenzüberschreitende Abwicklungsinfrastruktur aufzubauen, statt sie auf Japan zu beschränken.
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Wie passt der Ajaib-Deal in SBIs breitere regionale Strategie?
Die Investition folgt auf SBIs rund 100 Mio. Dollar schwere Übernahme der in Singapur ansässigen Krypto-Börse Coinhako im Juli sowie eine separate Beteiligung an der singapurischen Wertpapierplattform DigiFT, mit der SBI bereits ein Joint Venture betreibt.
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Ist das die größte Tech-Finanzierungsrunde Indonesiens seit Jahren?
Ja. Ajaibs 270-Mio.-Dollar-Runde ist die größte Tech-Finanzierung in Indonesien seit Jahren. Hintergrund: Indonesische Startups sammelten im vergangenen Jahr nur 340 Mio. Dollar ein, nach 440 Mio. Dollar im Jahr 2024.
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Was hat Japans Blockchain-Vorstoß damit zu tun?
Japan hat Pläne für die Blockchain-basierte Abwicklung von Aktien und Staatsanleihen angekündigt, mit 24/7-Onchain-Operationen möglicherweise Anfang der 2030er Jahre. SBI positioniert sich als regulierte Brücke, die diese Infrastruktur in die ASEAN-Region trägt.
CoinDesk