Solanas erste Onchain-Governance-Abstimmungen testen zwei Pläne zur Verlangsamung des Wachstums der SOL-Versorgung. Ein Vorschlag zur Beschleunigung der jährlichen Reduzierung neuer Token-Emissionen erhält 68,77% Zustimmung, knapp über der Zwei-Drittel-Schwelle, während ein separater Fee-Burn-Vorschlag bei 62,72% Zustimmung liegt und damit die Schwelle verfehlt. Der Verfassungsvorschlag geht mit 95,35% Zustimmung und 0,22% Gegenstimmen leicht durch.
Die Burn-Maßnahme würde die täglich durch Transaktionsgebühren vernichtete SOL-Menge von rund 650 auf geschätzte 7.500–9.000 SOL erhöhen. Zu den diese Woche genannten Preisen ist das obere Ende etwa $800.000 pro Tag wert, liegt aber weiterhin deutlich unter den rund 60.000 SOL, die Solana derzeit täglich zur Belohnung der Netzwerkbetreiber erzeugt.
Warum es zählt
Der Emissionsvorschlag würde die jährliche Reduzierung neuer SOL-Emissionen von 15% auf 30% beschleunigen und damit die Mindestjahresemissionsrate von 1,5% von 2032 auf etwa 2029 vorziehen. Über sechs Jahre könnte diese Änderung dazu führen, dass rund 18,9 Millionen weniger SOL geschaffen werden, was bei Umsetzung die Verwässerung für bestehende Inhaber verringern würde.
Die Abstimmungen etablieren Solanas ersten formalen Onchain-Prozess für größere Netzwerkentscheidungen. Betreiber und Staker können teilnehmen, wobei die Stimmen nach Stake gewichtet werden. Ein Vorschlag benötigt ein Drittel des Netzwerk-Stakes zur Teilnahme und zwei Drittel der teilnehmenden Stakes zur Genehmigung. Enthaltungen zählen zum Quorum, aber nicht zur Genehmigung, wodurch der hohe Anteil von 20,75% Enthaltungen beim Burn-Vorschlag zum zentralen Hindernis wird.
Solana Company, die an der Nasdaq gelistete und unter HSDT gehandelte SOL-Treasury-Firma, erklärte, sie unterstütze die Verfassung, lehne aber die Versorgungsvorschläge ab und argumentierte, Institutionen bräuchten vorhersehbare wirtschaftliche Regeln für die mehrjährige Planung. Alle drei Abstimmungen haben das Quorum erreicht, aber ein genehmigter Vorschlag würde nur weitere technische Arbeit vorschreiben. Die erforderlichen Änderungen müssten weiterhin separat ausgearbeitet und umgesetzt werden.
Marktauswirkungen
Das unmittelbare Signal ist gemischt. Die knappe Annahme der Emissionsmaßnahme zeigt Unterstützung für eine Verlangsamung der Verwässerung, aber das Ergebnis von 62,72% beim Burn-Vorschlag zeigt, dass es an ausreichender Rückendeckung für einen deutlich aggressiveren Gebührenmechanismus fehlt.
Häufig gestellte Fragen
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Wie viel Prozent Zustimmung erhält Solanas schnellere SOL-Emissionskürzung?
Der Vorschlag erhält 68,77% Zustimmung, knapp über der Zwei-Drittel-Genehmigungsschwelle. Die Teilnahme liegt bei 47,72%.
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Warum liegt Solanas Transaktionsgebühren-Burn-Vorschlag unter der Schwelle?
Er erhält 62,72% Zustimmung, 16,52% Gegenstimmen und 20,75% Enthaltungen. Enthaltungen zählen zum Quorum, aber nicht zur Zwei-Drittel-Genehmigungsanforderung.
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Wie viele SOL könnte der Burn-Vorschlag täglich vernichten?
Der Vorschlag zielt auf rund 7.500–9.000 SOL pro Tag, gegenüber etwa 650 SOL. Zu den genannten Preisen ist das obere Ende etwa $800.000 täglich wert.
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Würden die Vorschläge Solana sofort verändern?
Nein. Ein genehmigter Solana-Governance-Vorschlag ist ein Mandat für weitere Arbeit. Die detaillierten technischen Änderungen müssten weiterhin separat ausgearbeitet und umgesetzt werden.
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Was ist die mögliche Auswirkung des Emissionsvorschlags?
Er würde die jährliche Emissionsreduktionsrate von 15% auf 30% erhöhen, potenziell die Mindestrate von 1,5% auf etwa 2029 vorziehen und die Schöpfung über sechs Jahre um rund 18,9 Millionen SOL reduzieren.
CoinDesk