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Stablecoins: BIZ warnt vor Umgehung von Kapitalkontrollen

Die BIZ argumentiert, dass an den Dollar gekoppelte Token von Regeln gegen Kapitalflucht bei Abflüssen in Lokalwährungen weitgehend abgeschirmt sind. Das setzt die geldpolitische Souveränität anfälliger Volkswirtschaften unter Druck.

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich erklärte, dollarbesicherte Stablecoins blieben von Kapitalkontrollen weitgehend unberührt. Das nährt Sorgen, dass die Token die geldpolitische Souveränität in Schwellenländern schwächen könnten.

Warum das wichtig ist

Kapitalkontrollen sind ein zentrales politisches Instrument für Zentralbanken in Schwellenländern, die ihre Währungen bei Kapitalabflüssen stabilisieren wollen. Ein an den Dollar gekoppelter Token, der außerhalb dieser Leitplanken funktioniert, bietet Sparern einen unbeobachteten Ausweg und schwächt damit die Wirksamkeit von Zins- und Deviseninterventionen.

Marktauswirkungen

Die Einordnung der BIZ stärkt das regulatorische Argument für strengere Regeln bei Stablecoin-Emission und Reserven in Rechtsräumen, in denen die Dollarisierung bereits zunimmt. Zu beobachten ist, ob der IMF und das Financial Stability Board nachziehen. Beide haben das Wachstum von Stablecoins als strukturelles Risiko für die geldpolitische Transmission bezeichnet.

Häufig gestellte Fragen

  1. Was sagte die BIZ zu dollarbesicherten Stablecoins?

    Die BIZ sagte, dollarbesicherte Stablecoins seien von Kapitalkontrollen weitgehend unberührt. Das nährt Sorgen, dass sie die geldpolitische Souveränität in Schwellenländern schwächen könnten.

  2. Warum sind Kapitalkontrollen für Schwellenländer wichtig?

    Kapitalkontrollen sind ein zentrales politisches Instrument für Zentralbanken in Schwellenländern, die ihre Währungen bei Abflüssen stabilisieren und ihren Wechselkurs verteidigen wollen.

  3. Wie könnten Stablecoins die geldpolitische Souveränität schwächen?

    Stablecoins bieten einen an den Dollar gekoppelten Ausweg außerhalb der Kapitalkontroll-Leitplanken. Dadurch erhalten Sparer eine unbeobachtete Möglichkeit, Mittel zu verlagern, was Zins- und Deviseninterventionen weniger wirksam macht.

  4. Welche Regulierer könnten auf die BIZ-Warnung reagieren?

    Der IMF und das Financial Stability Board haben das Wachstum von Stablecoins als strukturelles Risiko für die geldpolitische Transmission bezeichnet und könnten auf strengere Regeln drängen.

  5. Was ist Dollarisierung und wie hängt sie damit zusammen?

    Dollarisierung bezeichnet die zunehmende Nutzung des US-Dollars in einer Volkswirtschaft außerhalb der Vereinigten Staaten. In Rechtsräumen, in denen die Dollarisierung bereits zunimmt, verstärken Stablecoins diesen Trend, indem sie den Zugang zum Dollar reibungslos machen.

Quellenangabe
Aggregiert von CoinTelegraph · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 2h
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