Geoffrey Kendrick, Leiter der Digital-Assets-Forschung bei Standard Chartered, sagte Kunden am Montag, dass der Rückgang von Bitcoin auf rund $59.000 nun als Zyklustief zu lesen sei. Er stufte seine Einschätzung hoch, nachdem drei Bestätigungssignale, auf die er in der Vorwoche hingewiesen hatte, allesamt innerhalb weniger Tage eingetreten waren.
Das erste Signal war die Firmennachfrage: Strategy, der größte Unternehmenshalter von Bitcoin, gab bekannt, dass es in der vergangenen Woche weitere 1.587 BTC gekauft hatte. Das zweite war die Rückkehr zu Nettomittelzuflüssen bei US-Spot-Bitcoin-ETFs, die am Freitag nach einer Phase deutlicher Rücknahmen ein Netto-Neugeschäft von $86 Millionen verzeichneten. Das dritte war der anhaltende Rückgang der Ölpreise, der die Sorge zerstreute, steigende Energiekosten könnten Inflation und Renditen nach oben treiben. „Der Winter ist vorbei. Willkommen zurück im Krypto-Frühling“, schrieb Kendrick.
Warum das wichtig ist
Die Aussage ist weniger wegen des Kursziels relevant als wegen der Breite des Signals: institutionelle Nachfrage, makroökonomische Rahmenbedingungen und die Akkumulation in Firmenkassen kippten alle im selben Zeitfenster. Bitcoin stand mehrere Monate unter Druck – steigende geopolitische Spannungen, hartnäckige Inflationssorgen und anhaltende ETF-Abflüsse hatten den Kurs belastet. In dieser Phase war der jüngste Verkaufsdruck einer der schärfsten seit dem Start der Spot-Produkte im Januar 2024. Kendrick wies darauf hin, dass das Tempo so ungewöhnlich war, dass einige Desks möglicherweise Liquidität für den erwarteten SpaceX-IPO (SPCX) aufgebaut haben könnten. Coinbase-CEO Brian Armstrong verstärkte den Stimmungswandel am Montag: Bitcoin habe seinen Boden möglicherweise bereits nahe $60.000 gefunden, und er sei weiterhin „so bullisch wie nie“.
Marktauswirkungen
Kendrick nannte ein klares Invalidierungsniveau: Bitcoin muss über die im Mai erreichte Marke von $83.000 ausbrechen – erst darüber würde das Muster niedrigerer Hochpunkte bei jeder Rallye dieses Zyklus brechen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wurde der Vermögenswert bei rund $66.300 gehandelt, ein Plus von etwa 1 % über 24 Stunden. Die Stimmung erhielt zusätzlichen Rückenwind: Kraken führte am Montag Perpetual Futures für US-Kunden ein und reihte sich damit in die Welle inländischer Plattformen ein, die dieses Derivateprodukt anbieten. Eine breitere regulatorische Lockerung für US-Krypto-Derivate zieht institutionelle Desks weiter zurück in den Markt. Ein nachhaltiger Anstieg über $83K würde, so Kendrick, einen neuen Aufwärtstrend deutlich bestätigen.
Häufig gestellte Fragen
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Wer ist Geoffrey Kendrick und warum ist seine Einschätzung relevant?
Kendrick leitet die Digital-Assets-Forschung bei Standard Chartered. In seiner Montagsnotiz stufte er die in der Vorwoche aufgestellte These eines Zyklustiefs bei $59K hoch, nachdem drei zuvor genannte Bestätigungssignale – Käufe durch Strategy, zurückkehrende ETF-Zuflüsse und ein Abflauen des Ölpreises – allesamt…
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Welche drei Signale mussten nach Kendrick den Boden bestätigen?
Er hatte Kunden gesagt, er wolle erneute Bitcoin-Käufe durch Strategy, eine Rückkehr zu positiven Nettomittelzuflüssen bei US-Spot-Bitcoin-ETFs und anhaltende Schwäche beim Ölpreis sehen. Bis Montag waren alle drei eingetreten, darunter $86 Millionen Netto-ETF-Zuflüsse am Freitag und der Kauf von 1.587 BTC durch…
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Welches Kursniveau würde einen neuen Bitcoin-Aufwärtstrend bestätigen?
Kendrick zufolge muss Bitcoin entscheidend über das im Mai erreichte Hoch von $83.000 ausbrechen, um das Muster niedrigerer Hochpunkte im aktuellen Zyklus zu widerlegen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wurde BTC bei rund $66.300 gehandelt.
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Was hat Coinbase-CEO Brian Armstrong zum Boden gesagt?
Armstrong sagte am Montag, Bitcoin habe seinen Boden möglicherweise bereits nahe $60.000 gefunden, und zeigte sich „so bullisch wie nie“ – ein Echo auf Kendricks hochgestufte Einschätzung.
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Warum ist der Ölpreis für eine Bitcoin-Boden-Prognose relevant?
Kendrick nutzt Öl als Makro-Proxy für Inflations- und Renditedruck: Sinkende Energiekosten verringern das Risiko, dass heiße CPI-Daten die Realrenditen nach oben treiben – genau jener Kanal, über den eine restriktivere Fed-Politik Risikoanlagen wie Bitcoin belastet.