Kalshi hat soeben gelernt, dass ein Sieg in Washington nicht überall ein Sieg ist. Ein Bundesrichter entschied, dass eine Schadenersatzklage in Höhe von 1 Mrd. $ gegen die Vorhersagemarkt-Plattform Klägern aus Bundesstaaten und Stämmen einen Weg zurück vor staatliche Gerichte eröffnet, obwohl Kalshi von der CFTC bereits die Genehmigung erhalten hatte, Event-Kontrakte zu listen.
Warum das wichtig ist
Kalshis bundesweite Lizenz sollte die regulatorische Frage ein für alle Mal klären. Die Plattform hatte argumentiert, dass Waren-Event-Kontrakte unter die Aufsicht der CFTC fallen und staatliches Glücksspielrecht verdrängen. Das neue Urteil durchlöchert diese Lesart, indem es jedem ausreichend motivierten Kläger erlaubt, eine Forderung nach staatlichem Recht mit einem Schadenersatz im neunstelligen Bereich zu verknüpfen und die Plattform damit Plattform für Plattform zurück in die Zuständigkeit der Bundesstaaten zu zwingen. Amerikas Glücksspiel-Lobby hat Vorhersagemärkte seit Monaten als Drain für die Einnahmen staatlicher Lotterien und des Stammes-Glücksspiels framt, und eine gangbare Klagespur vor staatlichen Gerichten ist der Hebel, den sie gebraucht hat.
Auswirkungen auf den Markt
Für Kalshi und seine Wettbewerber bedeutet das praktisch ein Flickwerk. Die bundesweite Genehmigung gilt weiterhin, wo die Kontrakte gehandelt werden, aber eine einzige Niederlage vor einem staatlichen Gericht öffnet nun die Tür für einstweilige Verfügungen, Schadenersatz und Verbraucherschutzanordnungen in diesem Zuständigkeitsbereich. In den kommenden Wochen ist mit Nachahmungsklagen von Generalstaatsanwälten der Bundesstaaten und Glücksspielkommissionen der Stämme zu rechnen. Das Urteil ist das Eingangsargument, das die Lobby seit Kalshis Marktstart gesucht hat.
Häufig gestellte Fragen
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Was hat das Gericht tatsächlich gegen Kalshi entschieden?
Ein Bundesrichter entschied, dass die Anbindung einer umstrittenen Schadenersatzforderung über 1 Mrd. $ nach staatlichem Recht ausreicht, um Kalshi aus der bundesweiten Verdrängung heraus und vor staatliche Gerichte zu ziehen, obwohl die CFTC bereits die Listung von Event-Kontrakten genehmigt hatte.
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Hebt dieses Urteil Kalshis CFTC-Genehmigung auf?
Nein. Kalshis bundesweite Lizenz bleibt für den Handel mit Event-Kontrakten bestehen. Das Urteil schafft eine Klagespur für staatliche Gerichte, wenn Kläger Forderungen nach staatlichem Recht mit hohen Schadenersatzsummen verknüpfen.
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Wer hat den Fall gegen Kalshi vorangetrieben?
Kläger aus der Glücksspielbranche in Bundesstaaten und Stämmen, unterstützt von der breiteren US-Glücksspiel-Lobby, die argumentiert hat, Vorhersagemärkte entzögen den staatlichen Lotterien und Stammes-Glücksspielbetrieben Einnahmen.
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Was passiert mit Kalshi-Nutzern in betroffenen Bundesstaaten?
In jedem Bundesstaat, in dem Kläger vor Gericht gewinnen, drohen Kalshi einstweilige Verfügungen, Verbraucherschutzanordnungen und Schadenersatzforderungen, die den Zugang für Einwohner dieses Bundesstaats de facto unterbinden.
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Ist dieses Urteil endgültig?
Es handelt sich um eine Entscheidung auf unterer Instanz, die Kalshi voraussichtlich anfechten wird. Endgültige Klarheit über die Verdrängung wird wahrscheinlich von einem höheren Bundesgericht oder einem Konflikt zwischen den Berufungsgerichten kommen müssen.