Rund 315 Milliarden Dollar in Stablecoins zirkulieren derzeit in Wallets, Börsen und Unternehmensschatzkammern — doch der Großteil davon verdient nichts. Eine neue Analyse argumentiert, dass das erfolgreichste monetäre Primitive von Krypto als Geld skaliert hat, aber nicht als Kapital funktioniert, was dazu führt, dass Hunderte von Milliarden digitalen Dollar das Äquivalent eines Girokontos sind.
Warum es wichtig ist
Die Kritik kommt zu einem politisch aufgeladenen Zeitpunkt. US-Bankenverbände haben den Kongress aufgefordert, Zinsen, Erträge oder Belohnungsmechanismen auf Stablecoin-Beständen zu blockieren, und JPMorgan-CEO Jamie Dimon hat kürzlich Bestimmungen im CLARITY-Gesetz angegriffen, die es Krypto-Unternehmen ermöglichen würden, zinsähnliche Renditen anzubieten, ohne als Banken reguliert zu werden. Dimons Argument — dass jede einzahlende Institution denselben Kapital- und Liquiditätsregeln wie traditionelle Kreditgeber unterliegen sollte — signalisiert, dass Stablecoins nicht mehr nur ein Nischenprodukt sind. Sie stellen eine direkte Bedrohung für die Kernökonomie des Bankwesens dar.
Die Analyse verweist auf tokenisierte reale Vermögenswerte — Geldmarktfonds, US-Staatsanleihen, Unternehmensanleihen — als den glaubwürdigen Weg nach vorne. Tokenisierte Staatsanleihen repräsentieren bereits Milliarden an Onchain-Wert, bleiben jedoch isolierte Anlageprodukte und keine komposierbaren Dollar-Primitiven. Der wahre Gewinn liegt in einem Stablecoin, der gehalten, übertragen und als Sicherheit hinterlegt werden kann, während er stillschweigend von realen zugrunde liegenden Vermögenswerten profitiert.
Marktauswirkungen
Wenn die US-Gesetzgebung ertragbringende Stablecoins im Inland einschränkt, wird sich das Modell in Jurisdiktionen mit leichteren Rahmenbedingungen ins Ausland verlagern. Diese regulatorische Arbitrage-Dynamik ist dieselbe, die den frühen Eurodollar-Markt geprägt hat — und sie endet selten damit, dass die restriktive Jurisdiktion gewinnt.
Häufig gestellte Fragen
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Warum lobbyieren US-Banken gegen ertragbringende Stablecoins?
Banken argumentieren, dass jede Institution, die Zinsen auf Dollarbestände anbietet, denselben Kapital-, Liquiditäts- und Compliance-Regeln wie traditionelle Kreditgeber unterliegen sollte. Ein ertragbringender Stablecoin würde direkt mit Bankeinlagen und Cash-Management-Konten konkurrieren und die Kernökonomie des…
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Woraus würde ein ertragbringender Stablecoin tatsächlich verdienen?
Das vorgeschlagene Modell verknüpft Stablecoin-Bestände mit realen Vermögenswerten wie US-Staatsanleihen, Geldmarktfonds und Unternehmensanleihen — und ersetzt zirkuläre krypto-native Emissionen durch Erträge, die durch reale wirtschaftliche Aktivität und transparente Underwriting gedeckt sind.
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Was passiert, wenn die USA die Erträge auf Stablecoins im Inland einschränken?
Die Analyse legt nahe, dass sich das Modell in Jurisdiktionen mit leichteren regulatorischen Rahmenbedingungen verlagern würde, was die regulatorische Arbitrage-Dynamik widerspiegelt, die den Offshore-Eurodollar-Markt hervorgebracht hat — ein Ergebnis, das historisch die restriktivere Jurisdiktion benachteiligt hat.
CoinDesk