Der Vorsitzende des Senats-Bankenausschusses, Tim Scott, treibt den von Coinbase unterstützten Digital Asset Market Clarity Act mit Blick auf eine Unterzeichnung durch den Präsidenten bis Sommer 2026 voran. Das Ausschuss-Markup ist für Mai festgesetzt, eine mögliche Abstimmung im Senatsplenum wird für Juni oder Juli angepeilt. Senator Tom Tillis bestätigte das Zeitfenster für das Markup im Mai, und über 100 Branchenverbände haben öffentlich ein Handeln gefordert.
Der Entwurf hatte das Repräsentantenhaus im Juli 2025 bereits mit einer überparteilichen Abstimmung von 294 zu 134 passiert, doch fast ein Jahr Reibung im Senat rund um Stablecoin-Renditeregeln, DeFi-Bestimmungen und Ethik-Sprache haben die Dynamik ausgebremst. Senatorin Cynthia Lummis sagt nun, der Entwurf sei „bereit" für eine Anhörung, und der Großteil der Verhandlungsreibung bei den Stablecoin-Renditen sei vor der Ausschussprüfung im Mai ausgeräumt.
Warum es zählt
Der Kernmechanismus des Clarity Act ist eine harte jurisdiktionelle Trennung: Digitale Rohstoffe fallen unter die Zuständigkeit der CFTC, während die SEC die Aufsicht über als Wertpapiere klassifizierte Token behält. Diese Trennung beendet den SEC-gegen-CFTC-Revierkampf, der de facto als Blockade für die institutionelle Adoption von in den USA ansässigen Krypto-Produkten gewirkt hat, und deckt ausdrücklich Spot-Handel, Verwahrung, DeFi-Protokolle und non-custodial Entwickler ab.
Finanzminister Scott Bessent, SEC-Vorsitzender Paul Atkins und der Krypto-Berater des Weißen Hauses, Patrick Witt, unterstützen die Verabschiedung alle öffentlich — ein ungewöhnlich hohes Maß an exekutiver Geschlossenheit, das früheren Krypto-Gesetzentwürfen fehlte. Die breitere legislativ-politische Haltung des Weißen Hauses zu Krypto signalisiert, dass dies ein koordinierter policy push ist und kein allein stehendes Senatsvorhaben. Speziell zu Stablecoins verlangt der Entwurf eine 1:1-Deckung mit hochliquiden Aktiva von hoher Qualität und zieht eine bundesweite Untergrenze für staatlich regulierte Emittenten.
Marktauswirkungen
Eine Verabschiedung komprimiert die regulatorische Risikoprämie, die derzeit in US-exponierten Krypto-Assets eingepreist ist. On-chain-Daten aus früheren Phasen legislativer Fortschritte zeigten, dass das $USDC-Minting in Erwartung saubererer On- und Off-Ramps um 5–10 % beschleunigte — die institutionelle Positionierung beginnt, bevor die Tinte trocken ist.
Das Zeitfenster für Rückschläge ist eng und schließt sich.
Häufig gestellte Fragen
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Was macht der Clarity Act konkret?
Er zieht eine harte jurisdiktionelle Trennlinie zwischen der SEC und der CFTC bei digitalen Assets — digitale Rohstoffe fallen unter die CFTC, als Wertpapiere klassifizierte Token bleiben bei der SEC. Der Entwurf verlangt zudem eine 1:1-Stablecoin-Deckung mit hochliquiden Aktiva und zieht eine bundesweite Untergrenze…
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Wann könnte der Clarity Act zur Abstimmung im Senatsplenum kommen?
Senator Tom Tillis bestätigte, dass das Ausschuss-Markup im Mai stattfinden könnte, mit einem möglichen Senatsplenum-Schub bis Juni oder Juli 2026. Senats-Banking-Vorsitzender Tim Scott peilt öffentlich eine Unterzeichnung durch den Präsidenten bis Sommer an.
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Warum ist die SEC/CFTC-Trennung der zentrale Hebel?
Die Revierüberschneidung hat de facto als Blockade für die institutionelle Adoption von in den USA ansässigen Krypto-Produkten gewirkt. Solange die Grenze nicht sauber gezogen ist, können Banken und Konzernfinanzabteilungen Positionen in Spot-Handel, Verwahrung oder DeFi-Protokollen nicht selbstbewusst skalieren.
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Welche Exekutiv-Vertreter unterstützen den Entwurf?
Finanzminister Scott Bessent, SEC-Vorsitzender Paul Atkins und Krypto-Berater des Weißen Hauses Patrick Witt unterstützen die Verabschiedung alle öffentlich. Diese behördenübergreifende Geschlossenheit ist ungewöhnlich und gibt dem Entwurf institutionellen Rückhalt, den frühere Krypto-Gesetzgebung nicht hatte.
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Was passiert, wenn das Zeitfenster für das Mai-Markup verpasst wird?
Senator Bernie Moreno warnte, ein Verpassen des Mai könnte den Fortschritt um Jahre einfrieren, nicht nur um Monate. Sobald die Dynamik der Midterm-Wahlen 2026 übernimmt, wird jeder Entwurf mit Berührung von DeFi oder Stablecoin-Renditen politisch toxisch. Die Polymarket-Quoten für eine Verabschiedung 2026 sind seit…