Forscher von AmericanFortress haben ein patentiertes Post-Quanten-Signaturschema vorgestellt, das das globale Krypto-Ökosystem gegen künftige Quantenangriffe absichern soll, ohne Massenmigrationen von Geldern zu erzwingen. CEO Michal Pospieszalski erklärte gegenüber CoinDesk, das Protokoll könne die rund 1,1 Millionen Bitcoin von Satoshi Nakamoto sowie knapp 5 Millionen BTC in weiteren ruhenden Konten schützen – eine Gesamtmenge im Wert von etwa 400 Milliarden Dollar – über einen abwärtskompatiblen Soft Fork, der verwundbare Pre-BIP32-Adressen einfriert, während die Governance später entscheidet, ob die Mittel bewegt, verbrannt oder umverteilt werden.
Das Unternehmen schloss eine Seed-Runde über 8 Millionen Dollar ab, die gemeinsam vom SAVA Digital Asset Fund, Moon Pursuit Capital und 0G Labs angeführt wurde, und veröffentlichte ein kryptographisches Papier, das die Engpässe in der Netzwerkleistung identifiziert, die frühere Post-Quanten-Versuche ausgebremst haben. Anfang dieser Woche funktionierte ein Standardtest zur Quantensicherheit auf der BNB Chain, verlangsamte aber den Transaktionsdurchsatz um 40 %; AmericanFortress erklärt, sein ZK-basierter Ansatz integriere sich nativ in bestehende Kurven und verursache keine Leistungseinbußen, sondern erfordere lediglich ein Software-Update für Nodes und Wallets.
Warum das wichtig ist
Rund 600 Milliarden Dollar an Krypto-Vermögenswerten liegen in Wallets, deren öffentliche Schlüssel bereits onchain offengelegt wurden – darunter faktisch alle Solana-Adressen, so das Unternehmen. Master-Seed-Phrasen sind nicht knackbar, doch individuelle Private Keys, die aus offengelegten Public Keys abgeleitet wurden, sehr wohl – das heißt, jedes Legacy-UTXO und jeder ruhende Account wird in dem Moment zum Ziel, in dem eine hinreichend leistungsfähige Quantenmaschine live geht. Die Bedrohung ist asymmetrisch: Ein koordinierter Sweep von Satoshi-zeitlichen und lange ruhenden Wallets könnte Billionen Dollar an Münzen auf dünne Orderbücher kippen, mit Folgen, die keine Börse und kein Stablecoin absorbieren könnte.
AmericanFortress' Design zerlegt das Problem in drei Schichten – Pre-BIP32-Raw-Key-Schutz, standardmäßiger BIP32-Quantenschutz sowie ein schnelles „QBIP32"-Derivation-Schema – und nutzt Zero-Knowledge-Proofs, um den Besitz des Master Seeds zum Zeitpunkt der Ausgabe zu verifizieren.
Häufig gestellte Fragen
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Was hat AmericanFortress tatsächlich angekündigt?
Ein patentiertes Post-Quanten-Signaturschema, gestützt auf eine Seed-Runde über 8 Mio. $, das ruhende Bitcoin – darunter Satoshis rund 1,1 Mio. BTC – über einen abwärtskompatiblen Soft Fork und ZK-Proofs vor künftigen Quantenangriffen schützen soll; eine Präsentation in Paris ist für den 2. Juni geplant.
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Wie schützt das Schema Satoshis Wallet, obwohl keine Seed-Phrase existiert?
Pre-BIP32-Adressen lassen sich nicht wie moderne Wallets aktualisieren, daher würde das Protokoll die Mittel auf der Basisschicht automatisch einfrieren und sichern, bis die Governance nach dem Q-Day über ein Verschieben, Verbrennen oder Umverteilen abstimmt.
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Welche Performance-Auswirkungen hat das Schema?
AmericanFortress erklärt, der ZK-basierte Ansatz integriere sich nativ in bestehende Kurven und verursache keine Durchsatz-Einbußen; nötig sei lediglich ein Software-Update für Node und Wallet – im Gegensatz zu einem BNB-Chain-Test Anfang dieser Woche, der Transaktionen um 40 % verlangsamte.
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Wie viel Krypto ist tatsächlich dem Quantenrisiko ausgesetzt?
Laut Unternehmen liegen rund 600 Mrd. $ an Krypto-Vermögenswerten in Wallets mit bereits onchain offengelegten Public Keys, darunter faktisch 100 % der Solana-Adressen, da Quantenmaschinen individuelle Private Keys aus offengelegten Public Keys rekonstruieren können.
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Wer hat die Runde finanziert und was ist der kommerzielle Ansatz?
Eine Seed-Runde über 8 Mio. $ wurde gemeinsam vom SAVA Digital Asset Fund, Moon Pursuit Capital und 0G Labs angeführt. AmericanFortress lizenziert das SDK an L1- und L2-Chains im Gegenzug für Marketing-Positionierung und zeigt sich offen für eine exklusive Übernahme.