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BNB Chain: Quantenresistenter Test senkt Durchsatz um 40 %

Der Kryptografie-Wechsel funktioniert, doch der grenzüberschreitende Native-Transfer-TPS fiel von 4.973 auf 2.997, da die Signaturen von 110 Bytes auf 2,5 KB anwuchsen – und Nutzertransaktionen, nicht Validatoren, sind der Engpass.

BNB Chain von Binance hat einen Proof-of-Concept abgeschlossen, der seine beiden zentralen kryptografischen Systeme – ECDSA-Transaktionssignaturen und BLS12-381-Validator-Stimmsignaturen – durch quantenresistente Alternativen ersetzt. Die Kryptografie hielt stand, aber der grenzüberschreitende Native-Transfer-Durchsatz fiel von 4.973 Transaktionen pro Sekunde auf 2.997, ein Rückgang von rund 40 %, da deutlich größere Signaturen erheblich mehr Daten durch das Netzwerk schoben.

Eine typische Transaktion wuchs von etwa 110 Bytes auf rund 2,5 Kilobyte, während sich die Blockgrößen von etwa 130 KB auf rund 2 MB ausweiteten. Der Engpass war nicht die Verifikation; es war der Transport der zusätzlichen Daten.

Warum das wichtig ist

BSC ist eine der größten Ethereum-kompatiblen Chains nach Transaktionsvolumen und damit ein nützlicher Praxistest, ob Hochdurchsatz-Netzwerke ein Post-Quanten-Sicherheitsupgrade absorbieren können, ohne ihren Geschwindigkeitsvorteil einzubüßen. Der Test zeigt, dass der technische Wechsel machbar ist – Validator-Stimmsignaturen hielten stand, weil BSC einen effizienten Weg fand, sie zu komprimieren. Gewöhnliche Nutzertransaktionen taten das nicht: Jede Zahlung trägt nun eine deutlich größere quantenresistente Signatur, und genau diese Datenlast drückt den Durchsatz nach unten.

Das Ergebnis rückt die Post-Quanten-Debatte in ein neues Licht. Die Frage ist nicht mehr, ob Blockchains quantenresistent gemacht werden können, sondern wie viel Geschwindigkeit und Effizienz die Netzwerke dafür zu opfern bereit sind.

Marktauswirkungen

Bitcoin, Ethereum und TRON verfolgen jeweils unterschiedliche Wege zur Post-Quanten-Sicherheit, sodass ein branchenweiter Standard nicht in Sicht ist. Bitcoin-Entwickler prüfen längerfristige Protokoll-Upgrades wie BIP-360, während andere Forscher Notfall-Workarounds vorgeschlagen haben, die unter den heutigen Regeln funktionieren würden – allerdings zu deutlich höheren Kosten pro Transaktion. Die Ethereum Foundation hat eine eigene Post-Quanten-Initiative gestartet, die schrittweise Wallets und Validator-Infrastruktur über mehrere Jahre hinweg aufrüsten soll. TRON zieht am schnellsten – Gründer Justin Sun hat angekündigt, dass das Protokoll im Q2 ein quantenresistentes Testnet startet, gefolgt vom Mainnet-Rollout im Q3. Damit positioniert sich TRON potenziell als erste große Chain, die als quantensicher vermarktet wird.

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Häufig gestellte Fragen

  1. Was hat BSC konkret getestet?

    BSC hat in einem Proof-of-Concept ECDSA-Transaktionssignaturen und BLS12-381-Validator-Stimmsignaturen durch quantenresistente Alternativen ersetzt und anschließend Durchsatz und Datenlast im Netzwerk gemessen.

  2. Wie groß war der Durchsatzrückgang?

    Der grenzüberschreitende Native-Transfer-Durchsatz fiel von 4.973 Transaktionen pro Sekunde auf 2.997 – ein Rückgang von rund 40 % –, da größere Signaturen mehr Daten pro Transaktion erzeugten.

  3. Warum wurden die Transaktionen langsamer?

    Weil die Datenmenge wuchs. Eine typische Transaktion dehnte sich von etwa 110 Bytes auf 2,5 KB aus, Blockgrößen wuchsen von rund 130 KB auf etwa 2 MB. Die Verifikation selbst funktionierte; der Transport der zusätzlichen Daten war der Engpass.

  4. Welcher Teil des Netzwerks hielt am besten stand?

    Validator-Stimmsignaturen hielten stand, weil BSC einen effizienten Weg fand, sie zu komprimieren. Die größere Belastung kam von gewöhnlichen Nutzertransaktionen, da jede Zahlung eine deutlich größere quantenresistente Signatur tragen musste.

  5. Wie gehen andere große Chains das Thema Post-Quanten-Sicherheit an?

    Bitcoin-Entwickler prüfen BIP-360 und Notfall-Workarounds. Die Ethereum Foundation hat eine mehrjährige Post-Quanten-Initiative gestartet. TRON kündigt ein quantenresistentes Testnet in Q2 und ein Mainnet in Q3 an und ist damit am aggressivsten unter den dreien.

Quellenangabe
Aggregiert von CoinDesk · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 48d
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