Preise werden geladen…
🩸BEARISH

Balance Coin stürzt nach 912.000-$-Oracle-Exploit um 99 %

Der Angreifer erzielte weniger als 1 Mio. $ Gewinn, doch der Mechanismus, ein ungeschützter Oracle-Schreibzugriff ohne Liquidationsverzögerung, ist die eigentliche Warnung für jedes BTC-besicherte Kreditbuch.

Balance Coin stürzt nach 912.000-$-Oracle-Exploit um 99 %
Balance Coin stürzt nach 912.000-$-Oracle-Exploit um 99 %
Balance Coin stürzt nach 912.000-$-Oracle-Exploit um 99 %
Balance Coin stürzt nach 912.000-$-Oracle-Exploit um 99 %

Balance Coin, ein algorithmischer Stablecoin mit Zielbindung an 1 $, brach am Mittwoch um mehr als 99 % auf rund 0,0014 $ ein, nachdem ein Angreifer über ein manipuliertes Preis-Oracle etwa 912.000 $ aus dem Protokoll abgezogen hatte. Der Token löschte in einer einzigen Transaktion nahezu seinen gesamten nominalen Wert von rund 3,5 Mio. $ aus.

Nach Angaben der Sicherheitsfirma SlowMist schrieb der Angreifer einen ungewöhnlich niedrigen Bitcoin-Preis in das Oracle von Balance Protocol. Der Kreditvertrag akzeptierte den Schreibzugriff, ohne ihn gegen eine korrekte Spanne zu prüfen und ohne Liquidationsverzögerung, sodass der Angreifer sofort mehrere besicherte Vaults liquidieren konnte, die dafür nie hätten infrage kommen dürfen. Anschließend tauschte er die beschlagnahmten Bitcoin-gedeckten Sicherheiten mit Gewinn. Der größte Teil des Verlusts traf 42DAO, die Governance-Einheit hinter dem Protokoll, und nicht Kleinanleger.

Warum es wichtig ist

Der Exploit ist in Dollar gemessen klein, doch der Mechanismus ist der Teil, den jedes Lending-Desk liest. Ein ungeschützter Oracle-Schreibzugriff, der sofortige Liquidationen ohne Plausibilitätsprüfung auslöst, ist ein grundlegender Fehlermodus, der DeFi-Protokolle in den vergangenen drei Jahren zusammengerechnet Hunderte Millionen gekostet hat. Das Design von Balance, bei dem Nutzer BTC-gedeckte Sicherheiten sperren, um einen dollar-gebundenen Token zu prägen, übernimmt das gesamte Oracle-Risiko eines Bitcoin-Kreditbuchs, sitzt aber zugleich in einem Stablecoin mit geringer Umlaufmenge, dem die Markttiefe fehlte, um die Zwangsverkäufe aufzufangen.

Marktauswirkung

Balance Coin war ein Long-Tail-Projekt mit minimaler Liquidität, daher ist eine Ansteckung des breiteren Stablecoin-Komplexes nahezu ausgeschlossen. Die dauerhafte Lesart ist reputationsbezogen: Algorithmische Stablecoins scheitern weiter nach demselben Muster, durch Preisfeed-Manipulation gefolgt von kaskadierenden Liquidationen, und die Beteiligung von SlowMist hält die Aufarbeitung für institutionelle Underwriter sichtbar, die derzeit DeFi-Kontrahentenrisiken kartieren.

Verwandte Tokens
$BTC

Häufig gestellte Fragen

  1. Was ist am Mittwoch mit Balance Coin passiert?

    Balance Coin, ein algorithmischer Stablecoin mit Zielbindung an 1 $, brach um mehr als 99 % auf rund 0,0014 $ ein, nachdem ein Angreifer eine Preisbildungsschwäche in Balance Protocol ausgenutzt hatte. Der größte Teil des Verlusts von rund 912.000 $ traf 42DAO, die Governance-Einheit des Projekts.

  2. Wie konnte der Angreifer die Vaults leeren?

    Laut SlowMist schrieb der Angreifer einen ungewöhnlich niedrigen Bitcoin-Preis in das Oracle des Protokolls. Der Kreditvertrag akzeptierte den Schreibzugriff ohne Prüfung gegen eine korrekte Spanne und ohne Liquidationsverzögerung, sodass der Angreifer Vaults sofort liquidieren konnte, die nicht hätten infrage kommen…

  3. Was ist Balance Coin und wie funktioniert er?

    Balance Coin ist ein algorithmischer Stablecoin mit geringer Umlaufmenge. Nutzer sperren Bitcoin-gedeckte Sicherheiten in Vaults, um den Token zu prägen, der eine Bindung an 1 $ halten soll. Fällt der Sicherheitenwert zu stark, sollen Vaults unter kontrollierten Bedingungen liquidiert werden.

  4. Wie viel Gewinn machte der Angreifer tatsächlich?

    Der Nettogewinn des Angreifers lag bei rund 912.000 $, die vor allem von 42DAO, der Governance-Einheit hinter Balance Protocol, abgezogen wurden. Der Token selbst verlor nahezu seinen gesamten nominalen Wert von rund 3,5 Mio. $, als der Preis einbrach.

  5. Kann sich der Exploit auf andere Stablecoins ausweiten?

    Eine Ansteckung des breiteren Stablecoin-Komplexes ist nahezu ausgeschlossen, weil Balance Coin ein Long-Tail-Projekt mit minimaler Liquidität war. Die dauerhafte Sorge gilt dem Fehlermuster selbst: Ungeschützte Oracle-Schreibzugriffe und sofortige Liquidationen bleiben eine bekannte Schwachstelle für BTC-besicherte…

Quellenangabe
Aggregiert von CoinDesk · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 2h
Original öffnen →