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Bitcoin-DVOL fällt auf 41,5 % vor 10-Mrd.-$-Optionsverfall

Der CCO von Deribit bezeichnet Volatilität als günstig, aber nicht als Schnäppchen, da der Kontrakt zum 26. Juni netto long mit im Geld liegenden Puts und aus dem Geld liegenden Calls in das Quartalsende geht.

Bitcoin-DVOL fällt auf 41,5 % vor 10-Mrd.-$-Optionsverfall
Bitcoin-DVOL fällt auf 41,5 % vor 10-Mrd.-$-Optionsverfall
Bitcoin-DVOL fällt auf 41,5 % vor 10-Mrd.-$-Optionsverfall
Bitcoin-DVOL fällt auf 41,5 % vor 10-Mrd.-$-Optionsverfall

Deribits Bitcoin-Volatilitätsindex DVOL notiert bei 41,5 %, deutlich unter dem Hoch von 90 % im Februar und nur leicht über den Tiefständen vom Mai. Damit sind Optionen günstig, aber nicht mehr zu Schnäppchenpreisen, bevor am 26. Juni ein Verfall im Volumen von 10 Mrd. $ ansteht.

„Vol ist im historischen Vergleich günstig, aber nicht mehr auf Schnäppchenniveau“, sagte Jean-David Péquignot, Chief Commercial Officer von Deribit, gegenüber CoinDesk. Bei einem Spotkurs nahe 64.000 $ ist der Kontrakt zum 26. Juni netto long bei Puts im Geld und long bei Calls aus dem Geld. Der eingebettete Verlust liegt bei den Call-Käufern, die auf Strikes jenseits von 80.000 $ gesetzt hatten.

Warum es zählt

Der Verfall am Freitag sei „traditionell eines der bedeutendsten Liquiditätsereignisse im Jahreskalender“, so Péquignot. Er fügte hinzu, dass Call-Spreads für alle attraktiv bleiben, die nach dem Quartalsende auf eine Erholung setzen wollen, und sie auf Basis der relativen Volatilität noch besser aussehen, da Long-Positionen in Call-Spreads den günstigeren Flügel einer Skew kaufen, die in die andere Richtung tendiert.

Das Makroband liefert eine weitere Ebene. Der bevorzugte Inflationsindikator der Federal Reserve, der Kern-PCE, erscheint am Donnerstag und wird voraussichtlich den stärksten Wert seit Mai 2024 ausweisen. Ein solcher Wert könnte die Volatilität an den Anleihen und bei Krypto anheizen. Scharfe Rückgänge bei Alphabet- und SpaceX-Aktien sowie ein Rückzug an den asiatischen Indizes stützen zudem die Nachfrage nach Absicherungen, wobei Bitcoin historisch dem Technologiesektor folgt.

Marktauswirkungen

Ein stärkerer Dollar-Index, der klar über 101 ausgebrochen ist, belastet typischerweise auf Dollar lautende Vermögenswerte und setzt Bitcoin und Gold gleichzeitig unter Druck. Die Kombination aus großem Verfall, heißem PCE-Druck und festerem DXY schafft ein Umfeld, in dem jede Überraschung in beide Richtungen über den Optionsmarkt verstärkt werden kann. Günstige Calls vor dem Quartalsende-Rest, gepaart mit einer Skew, die Puts bereits mit Aufschlag bewertet, lassen den Weg des geringsten Widerstands asymmetrisch nach oben gerichtet erscheinen, sofern das Makroband mitspielt.

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Häufig gestellte Fragen

  1. Was ist der DVOL und was misst er?

    Der DVOL ist Deribits Bitcoin-Volatilitätsindex und gibt die annualisierte 30-Tage-implied Volatilität aus BTC-Optionen wieder. Er dient als vorausschauender Indikator des Marktes für die in den nächsten Monat eingepreiste Schwankungsbreite.

  2. Warum ist der Optionsverfall am 26. Juni so bedeutend?

    Deribit-CCO Jean-David Péquignot bezeichnete ihn als eines der wichtigsten Liquiditätsereignisse im Jahreskalender, bei dem Optionen im Volumen von rund 10 Mrd. $ abrechnen. Große Verfallstage bündeln Gamma und Absicherungsflüsse der Dealer, die Intraday-Bewegungen verstärken können.

  3. Wie sieht die aktuelle Skew zwischen Calls und Puts aus?

    Calls sind deutlich günstiger als Puts, und Call-Spreads wirken auf Basis der relativen Volatilität attraktiv, so Péquignot. Der Kontrakt zum 26. Juni ist netto long bei im Geld liegenden Puts und aus dem Geld liegenden Calls, sodass der eingebettete Verlust bei den Call-Käufern liegt, die Strikes jenseits von 80.000…

  4. Wie könnte der Kern-PCE am Donnerstag auf Bitcoin wirken?

    Der Kern-PCE dürfte den stärksten Preisdruck seit Mai 2024 zeigen. Ein heißer Wert könnte die Volatilität an Treasuries und Krypto anheizen, wobei Bitcoin historisch auf die Reaktion von Risikoanlagen auf Inflationsüberraschungen reagiert.

  5. Warum ist ein stärkerer Dollar-Index für Bitcoin relevant?

    Der DXY ist klar über 101 ausgebrochen, und ein stärkerer Dollar belastet typischerweise auf Dollar lautende Anlagen wie Bitcoin und Gold. Zusammen mit dem großen Verfall und dem heißen PCE entsteht ein Umfeld, in dem jede makroökonomische Überraschung über den Optionsmarkt verstärkt werden kann.

Quellenangabe
Aggregiert von CoinDesk · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 1h
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