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Bitcoin erreicht die Schlussphase seines Bärenmarkts

Historische Zeitmuster deuten auf ein Tief gegen Jahresende hin, doch vor einer nachhaltigen Bodenbildung ist eine weitere Kapitulation möglich.

Vom Zyklustief 2022 aus gerechnet befindet sich Bitcoin ungefähr an Tag 1.354, verglichen mit früheren Zyklustiefs, die um Tag 1.432 und 1.436 lagen. Vom jüngsten Hoch aus gerechnet befindet sich der aktuelle Bärenmarkt am 304. Tag, während das durchschnittliche Tief der drei vorherigen Bärenmärkte etwa am 406. Tag erreicht wurde. Das Modell verortet Bitcoin damit in den letzten 30 % des Abschwungs, wobei der Zeitraum von Ende September bis Mitte Dezember als historisches Beobachtungsfenster gilt und nicht als festes Datum für eine Trendwende.

Warum das wichtig ist

Die These des Vierjahreszyklus besagt nicht, dass Bitcoin geradlinig steigt oder jedes Hoch und Tief planmäßig erreicht wird. Sie besagt vielmehr, dass wiederkehrende Liquiditätsbedingungen, die menschliche Psychologie und der Präsidentschaftszyklus den Zeitpunkt größerer Kursverluste wiederholt geprägt haben. Aus dieser Sicht stellt ein Bärenmarkt Bitcoin nicht automatisch als langfristige Anlage infrage.

Historische Vergleiche stützen allerdings nur eine begrenzte Aussage. Zwei frühere Zyklushochs wurden an den Tagen 1.069 und 1.059 erreicht, und das jüngste Hoch lag nahe an diesem Muster. Das aussagekräftigere Signal ist der Rhythmus der Tiefs, nicht das Versprechen, dass jeder Zyklus ein höheres Hoch, ein tieferes Tief oder ein perfekt wiederholtes Chartbild hervorbringt. Der Zyklus dient vor allem als Rahmen zur Bestimmung des Zeitpunkts eines Tiefs, während sich die Hochs verschieben können.

Auswirkungen auf den Markt

Mehrere Vergleichspunkte deuten auf ein ähnliches, wenn auch nicht identisches Muster hin. Der bisherige Bitcoin-Verlauf im Jahr 2026 wird als weniger volatile Version von 2018 beschrieben, wobei sich Tiefs und tiefere Hochs am Verlauf von 2018 orientieren. 2018 fiel Bitcoin um 73 %, während der Aktienmarkt um 6 % nachgab. Das zeigt, dass Stärke am Aktienmarkt in einem Zwischenwahljahr nicht automatisch neue Bitcoin-Hochs nach sich zieht.

2019 ist der naheliegendste makroökonomische Vergleich. Bitcoin erreichte im Juni sein Hoch, die Federal Reserve senkte die Zinsen dreimal, die quantitative Straffung endete im August und eine Altcoin-Rotation blieb aus. Der Vergleich weist außerdem eher auf ein lustloses Hoch, sinkendes Interesse in den sozialen Medien und eine steigende Bitcoin-Dominanz als auf einen euphorischen Blow-off hin.

Das ergibt eher einen Rahmen für die Positionierung als eine kurzfristige Kursprognose. Bitcoin befindet sich bereits seit rund zehn Monaten im Bärenmarkt, doch vor einer nachhaltigen Bodenbildung ist ein weiterer Abwärtsschub möglich. Eine klar definierte DCA-Strategie lässt sich mit einem mehrjährigen Anlagehorizont verbinden, während ein Zeitraum von drei Monaten weiterhin der Volatilität von Bitcoin ausgesetzt ist. Im Chart ist Bitcoin unter die 50- und 100-Wochen-Durchschnitte gefallen und liegt nun nahe am 200-Wochen-Durchschnitt. Das nächste Signal wird sein, ob die zeitbasierte Schwäche in eine Kapitulation oder eine nachhaltige Bodenbildung mündet.

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Häufig gestellte Fragen

  1. Wie ist Tag 1.354 im Vergleich zu früheren Bitcoin-Zyklustiefs einzuordnen?

    Frühere Zyklen erreichten ihre Tiefs etwa an Tag 1.432 und 1.436, jeweils vom Zyklustief aus gerechnet. Der aktuelle Zyklus hat diese historischen Marken daher noch nicht erreicht.

  2. Welches Zeitfenster für ein Bitcoin-Tief nennt das Zyklusmodell?

    Das Modell nennt Ende September bis Mitte Dezember als historische Beobachtungsspanne und betont, dass dieses Fenster kein festes Datum für eine Trendwende ist.

  3. Warum vergleicht die Analyse Bitcoin mit 2018 und 2019?

    Der Verlauf 2026 wird als ähnlich schwach wie 2018 beschrieben, während 2019 ein Hoch im Juni, drei Zinssenkungen der Federal Reserve, das Ende der QT im August und keine Altcoin-Rotation aufwies.

  4. Was zeigt der Vergleich mit dem Aktienmarkt von 2018?

    Bitcoin fiel 2018 um 73 %, während der Aktienmarkt um 6 % nachgab. Das zeigt, dass Stärke am Aktienmarkt in einem Zwischenwahljahr keine Bitcoin-Rallye garantiert.

  5. Welchen Ansatz legt das Zyklusmodell Anlegern nahe?

    Es bevorzugt eine klar definierte DCA-Strategie und einen mehrjährigen Horizont gegenüber dem Versuch, das exakte Tief zu bestimmen, räumt aber ein, dass ein weiterer Abwärtsschub möglich bleibt.

Quellenangabe
Aggregiert von Benjamin Cowen · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 16d
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