Bitcoin markierte ein frisches Zyklustief im Bereich um 57.000 $, bevor der Kurs gemeinsam mit dem breiteren Markt deutlich zurückkam und $BTC im Tagesverlauf wieder bei rund 61.500 $ notierte. Der Anstieg folgte auf die schwächer als erwartet ausgefallenen US-Non-Farm-Payrolls, die Anfang der Woche vor dem 4. Juli veröffentlicht wurden. Das Panel wertete dies als Auslöser für einen kurzfristigen Risk-on-Schub, nicht als strukturelle Trendwende.
Der Vergleich mit 2018 dominierte die Diskussion. Die Year-to-date-Renditemuster von Bitcoin in diesem Jahr bilden den Zyklus von 2018 ziemlich genau nach: ein Februartief, ein höheres Tief Ende März oder Anfang April und nun ein tieferes Tief Ende Juni oder Anfang Juli. 2018 landete das entsprechende Sommertief bei rund 5.743 $, während 2026 das proportionale Niveau bei 57.000 $ liegt. Dieser rund zehnfach höhere Anker wurde vom Panel als vertraute Unterstützungszone eingeordnet, nicht als Breakdown.
Warum es zählt
Das Panel las die Bewegung als klassisches Midterm-Verhalten. Bitcoin hat im ersten Halbjahr andere Assetklassen underperformt, outperformt nun aber sowohl 2018 als auch 2022 auf Year-to-date-Basis, während das Ergebnis hinter 2014 zurückbleibt. Vom vorherigen Zyklustief aus befindet sich der Markt ungefähr bei Tag 1.331, während die beiden letzten Zyklen innerhalb von etwa 100 Tagen nach ihren Tiefs ihren Boden fanden. Diesen Zeitkorridor nutzte das Panel, um zu argumentieren, dass ein dauerhafter Boden eher Ende Q3 oder Q4 zu erwarten ist als unmittelbar.
Der Makrokontext liefert keinen Rückenwind. Der US-Dollar hat 16-Monats-Hochs durchbrochen, der Yen ein 40-Jahres-Hoch, nachdem die Bank of Japan im Vormonat erneut die Zinsen angehoben hat. Diese Kombination, gepaart mit einem Markt, der weiterhin Zinserhöhungen im September einpreist, obwohl das Öl wieder unter 70 $ gefallen ist, hält Risk-Assets und insbesondere Krypto einem weiteren schwachen Bein ausgesetzt, bevor ein nachhaltiger Boden erreicht wird.
Marktauswirkungen
Die praktische Lesart: Das Frühjahrstief dürfte gesetzt sein, doch der 200-Tage-Durchschnitt, der Bitcoin bereits im Mai 2018 und erneut im Mai 2026 abgewiesen hat, bleibt als Widerstand über dem Markt. Das Basisszenario des Panels ist eine Erholungsrally in den Sommer hinein, gefolgt von einem weiteren Abwärtsbein bis Ende September oder Oktober, getrieben weniger von kryptospezifischen Neuigkeiten als von einer breiteren Aktienmarktkorrektur, die BTC in sein finales Zyklustief mitnimmt.
Für die Positionierung lautete das Fazit: in der zweiten Hälfte von Midterm-Jahren mit dem Dollar Cost Averaging in Bitcoin beginnen, statt auf einen bestätigten Boden zu warten, und akzeptieren, dass das Ziel darin besteht, dem Schlimmsten des Drawdowns in der ersten Jahreshälfte zu entgehen, nicht den exakten Umkehrpunkt zu erwischen. Mit rund 51 % unter dem vorherigen Hoch, gegenüber 71 % zum selben Zeitpunkt im Bärenmarkt 2022, ist dieser Zyklus laut Panel brutal, aber nicht beispiellos, und die Volatilität hat sich weiter komprimiert, auch wenn die Drawdowns anhalten.
Marktimpact
Häufig gestellte Fragen
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Warum erholte sich Bitcoin von 57.000 $ auf 61.500 $?
Ein schwächer als erwartet ausgefallener US-Non-Farm-Payrolls-Bericht vor dem 4. Juli belebte die Risikobereitschaft wieder. Das Panel wertete das als kurzfristigen Auslöser für eine Erholungsrally, nicht als strukturelle Trendwende.
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Wie vergleicht sich der Zyklus 2026 mit 2018?
Die Year-to-date-Renditemuster bilden 2018 ziemlich genau nach, mit einem Februartief, einem höheren Tief Ende März oder Anfang April und nun einem tieferen Tief Ende Juni oder Anfang Juli. Das Sommertief 2018 bei rund 5.743 $ entspricht 2026 auf 10-fach-Basis etwa 57.000 $.
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Wann erwartet das Panel einen nachhaltigen Zyklusboden?
Das Frühsommertief halten sie für plausibel gesetzt, rechnen aber mit einem dauerhafteren Boden erst Ende Q3 oder Q4, nach einem weiteren schwachen Bein. Vom vorherigen Zyklustief aus liegt Bitcoin bei rund Tag 1.331, gegenüber etwa 100-Tage-Fenstern in den beiden vorherigen Zyklen.
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Was signalisiert der 200-Tage-Durchschnitt?
Der 200-Tage-Durchschnitt hat Bitcoin im Mai 2018 und erneut im Mai 2026 abgewiesen. Er bleibt als Widerstand über dem Markt, weshalb das Panel die Erholungsrally vor einem nachhaltigen Ausbruch ins Stocken geraten sieht.
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Wie tief ist dieser Drawdown im Vergleich zu früheren Bärenmärkten?
Bitcoin liegt rund 51 % unter seinem vorherigen Hoch, gegenüber 71 % zum selben Zeitpunkt im Bärenmarkt 2022. Das Panel stufte den Zyklus als brutal, aber nicht beispiellos ein, mit weiter sinkender Volatilität trotz anhaltender Drawdowns.