Bitcoin-Optionshändler haben im vergangenen Monat ihre Absicherungen gegen Kursverluste stetig abgebaut, während die Federal Reserve eine Zinsentscheidung vorbereitet, die HSBC als die unberechenbarste seit zwei Jahren und eine der unsichersten seit mehr als vier Jahren beschrieb. Das Put-to-Call-Open-Interest-Verhältnis bei Bitcoin-Optionen ist von 0,76 Ende Juni auf rund 0,52 gefallen. Damit sind nur noch etwa 52 Put-Kontrakte je 100 Calls offen. Die einwöchige Put-Skew sank von fast 13% am Freitag auf etwa 9%, wobei Deribit-Analysen zeigen, dass sich die siebentägige Skew wieder der Neutralität nähert, nachdem sie Anfang Juli noch eine Volatilitätsprämie von 11 Punkten getragen hatte. Bitcoin handelte am Dienstag nahe $63.400, als die zweitägige Fed-Sitzung begann. Fed-Funds-Futures preisten nach einem kurzen Anstieg auf 40% am Montag eine Wahrscheinlichkeit von rund 35% für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte ein.
Warum das wichtig ist
Die Positionierung ist folgenreich geworden, weil der Optionsverfall am Freitag große Call-Konzentrationen bei $70.000 und $72.000 umfasst, jeweils mit mehr als 20.000 offenen Kontrakten, darunter ein 20.000-zu-20.000-Bull-Call-Spread. Bitcoin müsste vom Dienstagskurs aus um mehr als 10% steigen, um vor der Abrechnung dieser Kontrakte am 31. Juli $70.000 zu erreichen, und jede weitere Stunde verringert den verbleibenden Zeitwert für Halter, die auf diese Bewegung setzen. Die Unsicherheit spiegelt den Rückzug von Chair Kevin Warsh aus der Forward Guidance wider, die Investoren zuvor geholfen hatte, die Spanne wahrscheinlicher Ergebnisse vor den Abstimmungen der Notenbanker einzugrenzen.
Marktauswirkung
Eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte würde kurzfristige Treasury-Renditen und den Dollar voraussichtlich nach oben treiben und die Finanzierungsbedingungen für Risikoanlagen verschärfen. Händler, die Absicherung gegen Kursverluste verkauft haben, müssten bei fallenden Preisen womöglich Bitcoin-Futures oder Spot-Exposure verkaufen und damit die erste Bewegung durch optionsbezogenes Hedging verstärken. Ein unveränderter Zinssatz mit klarer Inflationsrhetorik könnte eine kurze Erleichterungsrally auslösen, die wieder ausläuft, falls Warsh den September völlig offenhält. Dadurch blieben die Strikes bei $70.000 und $72.000 außer Reichweite, während der Zeitwertverfall ihren Wert schmälert. Ein weicherer Stillstand, der niedrigere Energiepreise oder schwächere Neueinstellungen anerkennt, bietet den klarsten Weg zu diesen Strikes, weil er Renditen und Dollar nach unten ziehen und die Liquiditätserwartungen für Risikoanlagen verbessern würde.
Häufig gestellte Fragen
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Wie hoch ist die aktuelle Put-to-Call-Ratio bei Bitcoin, und warum ist sie wichtig?
Das Put-to-Call-Open-Interest-Verhältnis bei Bitcoin-Optionen ist von 0,76 Ende Juni auf rund 0,52 gefallen. Damit sind nur noch etwa 52 Put-Kontrakte je 100 Calls offen. Eine fallende Ratio deutet darauf hin, dass Händler vor der Fed-Entscheidung weniger Absicherung gegen Kursverluste halten.
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Wie unsicher ist die Fed-Zinsentscheidung im Juli laut HSBC?
HSBC bezeichnete das Fed-Ergebnis am Mittwoch laut Reuters als die unsicherste Zinsentscheidung seit zwei Jahren und eine der unsichersten seit mehr als vier Jahren. Chair Kevin Warshs Rückzug aus der Forward Guidance hat die Spanne wahrscheinlicher Ergebnisse vergrößert.
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Welche Bitcoin-Options-Strikes stehen beim Verfall am Freitag im Fokus?
Der Optionsverfall am Freitag enthält große Call-Konzentrationen bei $70.000 und $72.000, jeweils mit mehr als 20.000 offenen Kontrakten, darunter ein 20.000-zu-20.000-Bull-Call-Spread. Bitcoin müsste vom Dienstagsniveau bei $63.400 um mehr als 10% steigen, um vor der Abrechnung $70.000 zu erreichen.
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Wie zeigt die Put-Skew die Absicherungsbereitschaft der Händler?
Die einwöchige Put-Skew sank von fast 13% am Freitag auf etwa 9%, wobei Deribit zeigt, dass sich die siebentägige Skew nach einer Volatilitätsprämie von 11 Punkten Anfang Juli der Neutralität nähert. Eine fallende Put-Skew bedeutet, dass Händler weniger für Schutz gegen einen unmittelbaren Kursrückgang zahlen.
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Worauf sollten Krypto-Händler nach der Fed-Ankündigung achten?
Die zweijährige Treasury-Rendite und der Dollar liefern am schnellsten Hinweise darauf, ob Märkte einen strengeren geldpolitischen Pfad sehen. Im Kryptomarkt zeigen steigende Bitcoin-Put-Prämien, Futures-Open-Interest, US-Spotmarkt-Prämien und Spot-Bitcoin-ETF-Flows, ob Händler Schutz neu aufbauen oder schlank…