Der Krypto-Analyst „Into the Cryptoverse" hat diese Woche ein Update seiner Social-Risk-Metrik veröffentlicht und argumentiert, dass das soziale Interesse an Krypto auf ein Niveau gefallen ist, das mit dem Top nach 2019 vergleichbar ist, und keine Anzeichen einer Rückkehr zeigt. Der Composite-Indikator kombiniert Google Trends für Bitcoin, das Coinbase-App-Store-Ranking, Wikipedia-Seitenaufrufe, YouTube-Abonnenten und -Aufrufe auf Krypto-Kanälen sowie Twitter/X-Follower-Zahlen für Analysten, Börsen und Layer-1s. Bei jedem dieser Inputs ist der Wert gedrückt und tendiert weiter nach unten.
Warum das wichtig ist
Das Muster ist relevant, weil Social Risk historisch invers mit der Bitcoin-Dominanz korreliert war. Wenn das soziale Interesse einbricht, rotiert Kapital in BTC und aus Altcoins heraus; wenn es zurückkehrt, folgt typischerweise die Altseason. Das 2019-Analogon leistet im Framework des Analysten Schwerarbeit: Die Fed senkte die Zinsen in jenem Jahr dreimal um insgesamt 75 Basispunkte, genau wie 2025 (4,5 % auf 3,75 %), und Bitcoin toppte beide Male zwei Monate vor dem Ende der quantitativen Straffung. Die Lesart des Analysten: Das Top dieses Zyklus war ein Top im 2019-Stil, kein euphorischer Blow-off im Stil von 2017 oder 2021 – der Retail kam schlicht nicht zurück, und es ist kein Zinssenkungs-Katalysator in Sicht, der das ändern könnte. Da der KI-Trade weiterhin funktioniert und Aktien frische Hochs erreichen, preist der Markt nun aufgrund hartnäckiger Inflation und geopolitischer Risiken Zinserhöhungen statt -senkungen ein.
Marktauswirkungen
Der sichtbarste Schaden zeigt sich bei Altcoins. Viele Altcoins aus 2021, die 2022 ihre Tiefs markierten, notieren 2026 nun unter diesen Tiefs, und anders als in früheren Zyklen gibt es keinen frischen Schwung großkapitalisierter Altcoins, der die Schwäche kaschiert – Micro-Cap-Memecoins erregten kurzzeitig Aufmerksamkeit, konnten Kapital aber nie dauerhaft binden. Die YouTube-Abonnentenzahlen auf Krypto-Kanälen sind ein nützlicher Leading Indicator: Viele der Kanäle, die 2021 wöchentlich 40.000–60.000 neue Abonnenten gewannen, verlieren jetzt im gleitenden 7-Tage-Durchschnitt 400–500 pro Woche, und die Aufrufe sind von einem Tagesdurchschnitt von 3–4 Millionen auf einen Bruchteil davon gefallen. Die Bitcoin-Dominanz hat sich von jüngsten Hochs etwas abgeschwächt, steigt aber – Stablecoins ausgenommen – weiter an, was die These des Analysten stützt, dass Kapital bis zur Rückkehr des Retail und einer Fed-Wende in BTC konzentriert bleibt, während der Rest des Marktes ausblutet.
Häufig gestellte Fragen
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Was ist die Social-Risk-Metrik im Krypto-Bereich?
Es ist ein Composite-Index, der Google Trends für Bitcoin, das Coinbase-App-Store-Ranking, Wikipedia-Seitenaufrufe, YouTube-Abonnenten und -Aufrufe auf Krypto-Kanälen sowie Twitter/X-Follower-Zahlen für Analysten, Börsen und Layer-1s zu einem einzelnen Wert der Retail-Aufmerksamkeit zusammenfasst.
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Warum vergleicht der Analyst 2025 mit 2019 statt mit 2021?
Weil die Fed sowohl 2019 als auch 2025 dreimal die Zinsen um insgesamt 75 Bp senkte (2,5 %–1,75 % bzw. 4,5 %–3,75 %) und Bitcoin jeweils rund zwei Monate vor dem Ende der quantitativen Straffung toppte. Dem Top 2025 fehlte der euphorische Retail-Blow-off von 2017 und 2021.
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Was bedeutet eine fallende Social-Risk-Metrik für die Bitcoin-Dominanz?
Historisch sind Social Risk und Bitcoin-Dominanz invers korreliert. Bricht das soziale Interesse ein, rotiert Kapital in BTC und aus Altcoins heraus; erholt es sich, folgt typischerweise die Altseason. Die BTC-Dominanz exklusive Stablecoins steigt weiter an.
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Warum schneiden Altcoins in diesem Zyklus schlechter ab als Bitcoin?
Viele Altcoins aus 2021, die 2022 ihren Boden fanden, notieren 2026 nun unter diesen 2022er-Tiefs, und anders als in früheren Zyklen fehlt ein frischer Schwung großkapitalisierter Altcoins, der die Schwäche kaschiert. Micro-Cap-Memecoins erregten kurz Aufmerksamkeit, hielten Kapital aber nie dauerhaft.
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Was würde das Retail-Interesse zurück in den Krypto-Markt bringen?
Dem Analysten zufolge war der wichtigste historische Katalysator eine Wende hin zu lockerer Geldpolitik – Zinssenkungen und ein Ende der quantitativen Straffung. Da der KI-Trade weiter funktioniert und Aktien frische Hochs erreichen, preist der Markt aktuell Zinserhöhungen statt -senkungen ein, womit dieser…