Coinbase zufolge sollte Bitcoin jetzt damit beginnen, sich auf Quantencomputer vorzubereiten. Eine Maschine, die aus offengelegten öffentlichen Schlüsseln private Schlüssel ableiten kann, könnte gefährdete Wallets in Gefahr bringen. Die Börse empfiehlt flexible Transaktionsformate, eine schrittweise Einführung quantensicherer Signaturen und zuverlässige Implementierungen, die sowohl für einzelne Nutzer als auch für Institutionen funktionieren.
Warum das wichtig ist
Bitcoin verwendet derzeit ECDSA- und Schnorr-Signaturen. Ein ausreichend leistungsfähiger Quantencomputer könnte theoretisch aus einem öffentlichen Schlüssel den privaten Schlüssel ableiten und die damit geschützten Bitcoins ausgeben. Eine solche Maschine gibt es heute nicht, doch Coinbase argumentiert, dass die Vorbereitung nicht warten kann, bis eine Bedrohung bestätigt ist: Änderungen am Bitcoin-Konsens und Migrationen im Ökosystem können Jahre dauern. Google-Forscher haben angedeutet, dass eine leistungsfähige Maschine bis 2029 verfügbar sein könnte, doch das bleibt eine Prognose.
Coinbase spricht sich für Transaktionsformate aus, die neue Signaturtypen aufnehmen können, ohne das System neu aufzubauen. Als flexible Vorschläge nennt das Unternehmen P2MR (BIP-360) und P2TRv2. Ein schrittweiser Übergang könnte es Nutzern ermöglichen, hybride Signaturen einzusetzen. Dabei könnte entweder ein herkömmlicher ECDSA- oder Schnorr-Schlüssel oder ein quantensicherer Schlüssel eine Ausgabe autorisieren. Die Börse plädiert außerdem dafür, zustandsbehaftete Signaturverfahren sorgfältig zu prüfen. Bei ihnen müssen Wallets einmalige Schlüssel nachverfolgen. Daneben sollten auch zustandslose Alternativen berücksichtigt werden.
Auswirkungen auf den Markt
Für Börsen und Verwahrer muss quantensichere Sicherheit auch mit Multiparty Computation funktionieren. Dabei wird der Schutz von Schlüsseln auf mehrere Beteiligte verteilt, statt sich auf eine Person oder ein Gerät zu verlassen. Coinbase zufolge müssen Implementierungen auf verschiedenen Plattformen zuverlässig funktionieren und Risiken wie das Offenlegen geheimer Daten oder die unsichere Wiederverwendung von Schlüsseln vermeiden.
Die Debatte über ruhende Wallets oder Wallets mit verspäteter Migration ist davon getrennt zu führen. Coinbase gibt nicht vor, was mit vergessenen Coins geschehen sollte, sagt aber, dass diese Debatte den Schutz aktiver Wallets nicht verzögern sollte. Jeder vorgeschlagene Rettungsmechanismus müsste selbst quantensicher sein.
Häufig gestellte Fragen
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Wie könnte ein Quantencomputer Bitcoin-Wallets gefährden?
Ein ausreichend leistungsfähiger Quantencomputer könnte aus einem offengelegten öffentlichen Schlüssel den privaten Schlüssel ableiten und damit die Bitcoins in einer gefährdeten Wallet ausgeben.
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Was versteht Coinbase unter einer schrittweisen quantensicheren Absicherung?
Wallets könnten hybride Signaturen einsetzen, bevor der umfassendere Übergang abgeschlossen ist. Eine mögliche Lösung würde Ausgaben entweder mit einem herkömmlichen ECDSA- oder Schnorr-Schlüssel oder mit einem quantensicheren Schlüssel autorisieren.
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Warum unterstützt Coinbase flexible Bitcoin-Transaktionsformate?
Flexible Formate könnten neue quantensichere Signaturtypen ermöglichen, ohne das gesamte Transaktionssystem neu aufzubauen. Coinbase nennt P2MR (BIP-360) und P2TRv2 als Vorschläge.
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Warum sind zustandsbehaftete quantensichere Signaturen für Wallets ein Thema?
Wallets müssen dabei einmalige Signaturschlüssel nachverfolgen und deren Wiederverwendung vermeiden. Coinbase zufolge sollten auch zustandslose Alternativen unterstützt werden, um Risiken durch verlorene Aufzeichnungen oder wiederverwendete Schlüssel zu verringern.
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Wie sollten ruhende Bitcoin-Wallets laut Coinbase behandelt werden?
Die Frage nach ruhenden Wallets oder Wallets mit verspäteter Migration sollte Coinbase zufolge getrennt diskutiert werden, damit der umfassendere Schutz nicht verzögert wird. Jede Rettungsmethode sollte selbst quantensicher sein.
CoinDesk