Gary Cardone, ein Investor mit 25-jährigem Hintergrund in den Energiemärkten, der Bitcoin erstmals 2013 genauer betrachtete, bevor er 2020 ernsthaft einstieg, sprach mit Altcoin Daily in einem rund 90-minütigen Interview, das seine aktuelle These in voller Breite durchspielte. Er ist offen long $BTC, hält hunderte Coins zu einem Durchschnittskurs von 57.000 Dollar, hat weder seine Strategy (MSTR) noch seine STRC verkauft und versteht seine bearish kurzfristige Einschätzung ausdrücklich als Sicht eines Halters, nicht eines Flippers. Seine Kernthese: 300 Milliarden Dollar werden aus dem Altcoin-Markt abfließen, und sie werden nicht in $BTC fließen, was nach seiner Aussage Bitcoin auch dann unter Druck hält, wenn der breitere Markt blutet.
Warum das wichtig ist
Cardones Argumentation baut auf der strukturellen Spannung innerhalb des Bitcoin-Float auf. Er schätzt, dass rund 3 Millionen Coins von Langfrist-Haltern zu durchschnittlichen Einstandskursen um 300 Dollar gehalten werden, weitere 3 bis 4 Millionen derzeit von Wall-Street-Käufern nahe den aktuellen Kursen akkumuliert werden, und der Rest weitgehend gebunden ist. Die beiden Kohorten verfolgen sehr unterschiedliche Interessen, und der Markt testet gerade erstmals, was passiert, wenn die billig eingestiegene Kohorte in einen dünnen Bid hinein verkauft. Er zeigt sich außerdem skeptisch gegenüber den über 150 börsennotierten Unternehmen, die Strategy in Bitcoin gefolgt sind, und argumentiert, dass die meisten weder Rendite noch ein Geschäftsmodell haben und rund 300.000 BTC an zwangsweisem Verkaufsdruck über dem Markt lasten. Dem stellt er STRC und ähnliche Preferred-Instrumente gegenüber, die Haltern nach seiner Aussage einen echten Grund geben, zu bleiben.
Zum Preis äußert sich Cardone klar: Er erwartet, dass $BTC die 55.000 Dollar testet, dann die 52.500, dann den 40.000er-Bereich, wobei $40 wahrscheinlich vor November kommt. Er bietet 100.000 Dollar seines eigenen Geldes, offen für ein Escrow, auf die Wette, dass $50 vor $100 druckt wird. Die drei Aufwärtsauslöser, die er im Auge behalten würde, sind ein deutlicher 50.000-Dollar-Print, gefolgt von einer 10.000-Dollar-V-Erholung, die hält, sichtbarer hysterischer Kaufrausch am Bounce, sowie ein narratives Vakuum rund um Bitcoin statt eines weiteren, vom Clarity Act getriebenen Schlagzeilen-Pumps.
Auswirkungen auf den Markt
Für Altcoins fällt sein Urteil noch härter aus. Cardone stellt infrage, ob Vitalik Buterin noch ein weiteres Jahrzehnt vor sich hat, sieht weder bei Solana noch bei Ethereum eine klare Erlösstory und argumentiert, dass die einzigen tragfähigen Nischen für Non-Bitcoin-Chains Payment-Arbitrage-Verticals wie Erwachseneninhalte und Gaming seien, wo Händler über Nacht den Zugang zu Kartenzahlungen verlieren. Bei der Tokenisierung von Kunst und Uhren bleibt er konstruktiv, sieht darin aber ein Konzept, keine Chain-Revenue-Story. Sein Makro-Overlay sieht eine Dollar-Entwertung über einen Horizont von 5 bis 10 Jahren bullisch, stellt aber explizit klar, dass das nächste Bein eine Fiat-Inflations-Explosion ist, kein Fiat-Kollaps-Moment, und Bitcoin muss erst die aktuelle Bereinigung überstehen, bevor diese These aufgeht. Er bleibt dabei: Das ist Geduld-Territorium im Stil von Private Equity, und er überdenkt, ob er überhaupt über seinen Einstandspreis von 57.000 Dollar nachkauft.
Häufig gestellte Fragen
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Wie lautet Gary Cardones wichtigste Bitcoin-Preisprognose in diesem Interview?
Er erwartet, dass Bitcoin die 55.000 Dollar testet, dann die 52.500, dann den 40.000er-Bereich, wobei $40 wahrscheinlich vor November kommt. Er bietet 100.000 Dollar, offen für Escrow, auf die Wette, dass $50 vor $100 druckt wird.
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Ist Cardone insgesamt bearish auf Bitcoin oder nur kurzfristig?
Er ist bearish auf das kurzfristige Tape, aber langfristig konstruktiv. Er hält hunderte BTC zu einem Durchschnittskurs von 57.000 Dollar, hat weder MSTR noch STRC verkauft und sieht die Dollar-Entwertungs-These über 5 bis 10 Jahre bullisch.
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Warum sieht er in der Altcoin-Schwäche auch ein Problem für Bitcoin?
Er schätzt, dass rund 300 Milliarden Dollar aus dem Altcoin-Markt abfließen werden, und argumentiert, dass sie nicht in BTC rotieren, was Bitcoin auch dann unter Druck hält, wenn der breitere Markt blutet.
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Was würde seine Meinung auf der Oberseite ändern?
Drei Dinge: ein deutlicher 50.000-Dollar-Print, gefolgt von einer V-förmigen 10.000-Dollar-Erholung, die hält, sichtbarer hysterischer Kaufrausch am Bounce sowie ein narratives Vakuum rund um Bitcoin statt eines vom Clarity Act getriebenen Schlagzeilen-Pumps.
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Was sagt er über die über 150 börsennotierten Unternehmen, die Bitcoin gekauft haben?
Er bezeichnet die meisten als renditelose Kopien von Strategy ohne Geschäftsmodell und schätzt rund 300.000 BTC an zwangsweisem Verkaufsdruck, der von dieser Kohorte über dem Markt liegt. Dem stellt er Preferred-Instrumente wie STRC gegenüber, die tatsächlich eine Rendite zahlen.