Auf dem Proof of Talk-Gipfel in Paris erklärte Bittensor-Mitgründer und Crucible-Labs-Partner Ala Shaabana dem Publikum, dass die Netzwerk-Hashrate von Bitcoin die kombinierte Leistung der 100 leistungsstärksten Supercomputer der Welt um mehr als das 600.000-Fache übersteigt. Er nutzte die Zahl, um zu argumentieren, dass dezentrale Netzwerke die Rechenzentren von Konzernen als Grundlage des globalen Computings bereits überholt haben – und dass sich dasselbe Anreiz-Playbook nun auf künstliche Intelligenz umlenken lässt.
Warum das wichtig ist
Shaabanas Kernlogik: Koordination plus Code hat die leistungsstärkste Finanzcomputer-Engine der Geschichte hervorgebracht, und derselbe Bauplan lässt sich auf KI anwenden. Bittensor ist ein Layer-1-Protokoll, das Bitcoins Design spiegelt: ein hartes Cap von 21 Millionen TAO, programmierte Halvings, kein Pre-Mine, kein Venture Capital. Wo Bitcoin-Miner Hash-Rätseln hinterherjagen, betreiben und validieren Bittensor-Miner KI-Modelle, organisiert über 128 spezialisierte Subnetze, die jeweils ein Problem definieren und Miner in TAO für dessen Lösung belohnen. „Zeig mir das Subnet, und ich sage dir, worauf die Miner optimieren“, sagte Shaabana in Anlehnung an ein berühmtes Marktzitat. Belohne rohe Rechengeschwindigkeit, und Miner optimieren auf Geschwindigkeit; belohne Speicher, und sie optimieren auf Speicher. Die Intelligenz des Netzwerks wird vollständig davon geformt, wofür es zu zahlen beschließt.
Marktauswirkungen
Die Implikation für KI-Infrastruktur: Der Engpass ist nicht mehr der Zugang zu GPUs, sondern die Frage, wie Compute mobilisiert wird. Shaabana fasste den langfristigen Bull Case als makroökonomisch statt rein technisch auf – „getrieben von Schulden, Liquidität und schwindendem Vertrauen in traditionelle souveräne Systeme“ – wobei Subnetze offene Märkte für Intelligenz schaffen, an die sich jeder Entwickler andocken kann. Dieselbe Logik wird andernorts bereits kommerzialisiert: Titan Network, das ungenutzten Compute aus Endgeräten zu einer dezentralen Cloud bündelt, gibt an, Tencent, Alibaba und Kling AI als Kunden gewonnen zu haben, und verpricht bis zu 75 Prozent niedrigere KI-Infrastrukturkosten.
Häufig gestellte Fragen
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Werden dezentrale KI-Netzwerke tatsächlich von Big Tech genutzt?
Titan Network erklärt, mit der Bündelung ungenutzter Endgeräte-Rechenleistung zu einer dezentralen Cloud Tencent, Alibaba und Kling AI als Kunden gewonnen zu haben, und verpricht im Vergleich zu herkömmlichen Anbietern bis zu 75 Prozent niedrigere KI-Infrastrukturkosten.