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SEC plant Regelwerk für Onchain-Krypto-Märkte

Der Vorsitzende will Notice-and-Comment-Regelungen statt Durchsetzung – zugeschnitten auf ein einzelnes Protokoll, das Trades ausführt, Sicherheiten verwaltet und gleichzeitig abwickelt. Das signalisiert die bisher deutlichste Abkehr von…

SEC plant Regelwerk für Onchain-Krypto-Märkte
SEC plant Regelwerk für Onchain-Krypto-Märkte
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SEC plant Regelwerk für Onchain-Krypto-Märkte

Der SEC-Vorsitzende Paul Atkins erklärte am Freitag, die Behörde prüfe formelle Regelungen zu Onchain-Handelssystemen, Blockchain-Abwicklungsinfrastruktur, Krypto-Tresoren und KI-gestützten Finanzanwendungen. Damit sei dies der nächste Schritt im Umbruch der Aufsicht weg vom durchsetzungslastigen Ansatz seines Vorgängers Gary Gensler. Bei der AI+ Expo in Washington argumentierte Atkins, die bestehenden Wertpapierregeln – ausgelegt auf Broker, Börsen und Clearinghäuser als getrennte Vermittler – ließen sich nicht mehr sauber auf Blockchain-Protokolle abbilden, die diese Funktionen in einer einzigen Software zusammenfassen.

Warum das wichtig ist

Atkins zog eine klare Linie zwischen Regelsetzung und einzelfallbezogener Durchsetzung – genau der Bruchlinie, die die Gensler-Ära prägte. „Ein einzelnes Protokoll kann einen Trade ausführen, Sicherheiten verwalten, Liquidität routen, Handelsstrategien über Tresorstrukturen ausführen und die Transaktion abwickeln“, sagte er. Er fügte hinzu, die SEC solle „mithilfe von Notice-and-Comment-Regelungen klarstellen, wie die Commission das Spektrum an Modellen sieht, die unsere Gesetze berühren könnten – und unsere Befreiungsbefugnisse dort nutzen, wo es nötig und klug ist.“ Die Stoßrichtung: Die Behörde soll die Spielregeln von vornherein festlegen, statt sie im Nachhinein einzuklagen – und zwar so, dass hybride traditionell-dezentrale Marktstrukturen ausdrücklich Platz finden.

Auswirkungen auf den Markt

Die Rede verknüpft die Onchain-Marktstruktur mit einem KI-Rahmen: Atkins argumentierte, KI-Agenten würden zunehmend mit Maschinengeschwindigkeit an den Märkten agieren, und Blockchain-Rails ermöglichten es diesen Systemen, Wert sofort zu transferieren – gemeinsam entstehe ein Finanzstack, für den das aktuelle Regelwerk nicht gebaut wurde. Er bekräftigte zudem seine Unterstützung für den CLARITY Act, den Kongressentwurf zur Marktstruktur, der die Aufsicht über digitale Vermögenswerte zwischen SEC und CFTC aufteilen würde. Für Handelsplattformen, Tresor-Betreiber und Protokollentwickler bedeutet das kurzfristig: maßgeschneiderte Regelungen und Befreiungserleichterungen sind nun die bevorzugten Werkzeuge der Behörde, wobei bereits Personalleitlinien und No-Action-Schreiben eintreffen, um die Rechtsunsicherheit unter der aktuellen Administration zu verringern.

Häufig gestellte Fragen

  1. Was hat SEC-Chairman Paul Atkins zu Onchain-Märkten angekündigt?

    Atkins erklärte, die SEC erwäge formelle Regelungen zu Onchain-Handelssystemen, Blockchain-Abwicklungsinfrastruktur, Krypto-Tresoren und KI-gestützten Finanzanwendungen. Damit ersetzt sie den bisherigen einzelfallbezogenen Durchsetzungskurs durch Notice-and-Comment-Regeln und Befreiungserleichterungen.

  2. Warum passen bestehende Wertpapierregeln Atkins zufolge nicht zu Blockchain-Protokollen?

    Er argumentierte, die Regeln seien auf Broker, Börsen und Clearinghäuser als getrennte Vermittler zugeschnitten. Ein einzelnes Blockchain-Protokoll könne hingegen Trades ausführen, Sicherheiten verwalten, Liquidität routen, Strategien über Tresore abwickeln und die Transaktion abschließen – und fasse damit Funktionen…

  3. Wie unterscheidet sich das von Gary Genslers Ansatz in der Kryptoregulierung?

    Gensler ging Krypto-Firmen vor allem über Durchsetzungsverfahren gegen zentralisierte Plattformen nach. Atkins setzt nun auf maßgeschneiderte Regeln im Voraus, auf Personalleitlinien und No-Action-Erleichterungen – und unterstützt zugleich die Kongressgesetzgebung zur Abgrenzung zwischen SEC und CFTC.

  4. Was ist der CLARITY Act und welche Rolle spielt er?

    Der CLARITY Act ist ein Kongressentwurf zur Marktstruktur, der einen gemeinsamen Rahmen für digitale Vermögenswerte zwischen SEC und CFTC schaffen soll. Atkins bekräftigte seine Unterstützung für den Entwurf parallel zur eigenen Regelungsinitiative der SEC.

  5. Was bedeutet das für Krypto-Handelsplattformen und Protokollentwickler?

    Das kurzfristige Signal: maßgeschneiderte Regelungen, Befreiungserleichterungen und Personalleitlinien – nicht Klagen – sind die bevorzugten Werkzeuge der SEC. Das sollte die Rechtsunsicherheit für Onchain-Plattformen, Tresor-Betreiber und Protokollteams verringern, die hybride traditionell-dezentrale Produkte…

Quellenangabe
Aggregiert von CoinDesk · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 59d
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