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BitMart prüft schrittweisen Neustart trotz Auszahlungsstopp

Der Neustartvorschlag enthält weder eine Rückzahlungsquote, einen Reservennachweis noch eine Liste der Dienste, die zurückkehren würden. Ehemalige Mitarbeiter sagen, dass Gehälter weiterhin ausstehen.

BitMart prüft eine Restrukturierung, die Teilen der Kryptobörse die Wiederaufnahme des Betriebs ermöglichen könnte. Damit gäbe es eine Alternative zur vollständigen Abwicklung, die im vergangenen Monat angekündigt wurde. Der am 21. Aug. vorgestellte Vorschlag könnte neben Ausschüttungen an Gläubiger eine schrittweise Wiederaufnahme einiger Dienste vorsehen, vorbehaltlich weiterer rechtlicher, finanzieller, operativer und regulatorischer Prüfungen. Der Handel soll am 26. Aug. um 01:00 UTC weiterhin eingestellt werden. Nutzer werden gebeten, noch am selben Tag vor 05:00 UTC Auszahlungen zu beantragen. Die Börse bezeichnet diesen Zeitpunkt jedoch als Empfehlung und nicht als verbindliche Frist.

Warum das wichtig ist

Der Wechsel von einer vollständigen Abwicklung zu einem möglichen schrittweisen Neustart verlängert den Zeitrahmen für die Gläubiger, löst aber die operative Situation vor Ort noch nicht. BitMart hat kein umfassendes Rückzahlungsmodell, keine Rückzahlungsquote und keinen Zeitplan für die Bearbeitung ausstehender Auszahlungen offengelegt. Zudem hat die Börse nicht festgelegt, welche Dienste im Rahmen eines schrittweisen Neustarts wann zurückkehren könnten oder welche behördlichen Genehmigungen dafür erforderlich wären. Auszahlungsanträge, die nach dem empfohlenen Zeitpunkt am 26. Aug. gestellt werden, werden in ein separates Bearbeitungsverfahren überführt, dessen Anweisungen noch bekannt gegeben werden sollen. CEO Sheldon Lee hat weitergehende Vorwürfe gegen die Börse als „erfundene Gerüchte“ zurückgewiesen. Der Blockchain-Ermittler ZachXBT hat öffentlich hinterfragt, warum BitMart Kundengelder nicht einfach zurückgezahlt hat, wenn das Unternehmen über ausreichende Liquidität verfügt. Ehemalige Mitarbeiter sagen, dass Gehälter weiterhin ausstehen.

Auswirkungen auf den Markt

Der Restrukturierungsvorschlag könnte für Gläubiger letztlich einen parallelen Weg schaffen, der von regulären Auszahlungen getrennt ist. Ein offengelegtes Rahmenwerk, das die beiden Wege verknüpft, gibt es jedoch noch nicht. Solange BitMart keine überprüfbaren Angaben zu den Reserven und keinen konkreten Rückzahlungsplan vorlegt, sind jeder Handelsstopp und jede Auszahlungsverzögerung bei einem regulierten Offshore-Anbieter vor dem Hintergrund eines Marktes einzuordnen, der bereits von den Zusammenbrüchen von Kryptobörsen im Jahr 2022 geprägt ist. Beim Update vom 9. Sept. wird sich zeigen, ob der Umfang der Dienstwiederaufnahme konkretisiert wird, eine behördliche Freigabe vorliegt oder eine Rückzahlungsquote für Gläubiger genannt wird. Ohne diese Angaben bleibt der Neustart eher Rhetorik als Rettung.

Häufig gestellte Fragen

  1. Was sieht BitMarts Restrukturierungsvorschlag vor?

    BitMart erklärte am 21. Aug., ein möglicher Restrukturierungsplan könne neben Ausschüttungen an Gläubiger eine schrittweise Wiederaufnahme einiger Dienste vorsehen, vorbehaltlich rechtlicher, finanzieller, operativer und regulatorischer Prüfungen. White & Case ist als Restrukturierungsberater tätig, ein weiteres…

  2. Wann stellt BitMart den Handel ein und wann ist die Frist für Auszahlungen?

    BitMart soll den Spot-, Futures- und sonstigen Handel am 26. Aug. um 01:00 UTC einstellen. Nutzer wurden gebeten, noch am selben Tag vor 05:00 UTC Auszahlungsanträge einzureichen, wobei die Börse diesen Zeitpunkt als Empfehlung und nicht als verbindliche Frist bezeichnet hat.

  3. Hat BitMart einen Rückzahlungsplan für Kunden veröffentlicht?

    Nein, BitMart hat weder ein umfassendes Rückzahlungsmodell, eine Rückzahlungsquote noch einen Zeitplan zur Bearbeitung ausstehender Auszahlungen veröffentlicht. Anträge, die nach dem empfohlenen Zeitpunkt am 26. Aug. eingereicht werden, werden in ein separates Bearbeitungsverfahren überführt, dessen Anweisungen noch…

  4. Was hat BitMarts CEO zu den Problemen mit Auszahlungen gesagt?

    CEO Sheldon Lee hat weitergehende Vorwürfe gegen die Börse als „erfundene Gerüchte“ zurückgewiesen. Der Blockchain-Ermittler ZachXBT hat öffentlich hinterfragt, warum BitMart Kundengelder nicht einfach zurückgezahlt habe, wenn das Unternehmen über ausreichende Liquidität verfüge, und damit den Druck auf mehr…

  5. Warum äußern sich ehemalige Beschäftigte zu BitMart?

    Ehemalige Beschäftigte haben behauptet, dass bei BitMart weiterhin Gehälter ausstehen, was zu den Kundenbeschwerden über eingefrorene oder verzögerte Auszahlungen beiträgt. BitMart hat diese Gehaltsvorwürfe bislang nicht in einem öffentlich eingereichten Dokument thematisiert.

Quellenangabe
Aggregiert von CryptoSlate · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 1h
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