Europol zufolge sind Kryptowallets und nicht die Blockchains selbst die größte Angriffsfläche für künftige Quantencomputer-Angriffe. Rund 6,9 Millionen BTC liegen auf Adressen, deren öffentliche Schlüssel offengelegt wurden, darunter frühe Bestände und seit Langem ruhende Guthaben. Computer, die aus diesen Schlüsseln private Schlüssel ableiten können, gibt es noch nicht. Europol nannte auch keinen Zeitrahmen dafür, wann sich das ändern könnte.
Warum das wichtig ist
Ein ausreichend leistungsstarker Quantencomputer könnte einen offengelegten öffentlichen Schlüssel nutzen, um den zugehörigen privaten Schlüssel abzuleiten und die Guthaben auszugeben. Europol unterscheidet dieses Wallet-Risiko von der Kryptografie, die die Blockchain-Historie und das Bitcoin-Mining schützt und nach Angaben der Behörde widerstandsfähiger gegen Quantenangriffe ist. Die Behörde erklärte, „eine proaktive Anpassung ist wahrscheinlicher als ein systemischer Zusammenbruch“.
Bereits offengelegte Schlüssel lassen sich nicht nachträglich absichern. Damit bleibt das Schicksal anfälliger, ruhender BTC-Adressen eine umstrittene Frage in der Bitcoin-Community. Forschende und Institutionen nennen zunehmend 2029 als Ziel für glaubwürdige Migrationspläne zum Schutz vor Quantencomputern.
Auswirkungen auf den Markt
Europol fordert Entwickler, Miner, Börsen und Nutzer auf, schrittweise auf aktualisierte Wallets und Post-Quanten-Kryptografie umzustellen. Die Herausforderung besteht darin, die Umstellung in einem globalen, dezentralen Netzwerk zu koordinieren, bevor anfällige Wallets zum Ziel werden.
Eine von Europol zitierte Studie aus dem Jahr 2024 schätzt, dass die Umstellung aller nicht ausgegebenen Bitcoin-Transaktionsausgänge auf ein quantenresistentes Format mindestens 76 Tage kumulierten Blockplatz beanspruchen würde. Würden 25 % jedes Blocks für die Migration reserviert, dauerte der Vorgang etwa 300 Tage. Post-Quanten-Signaturverfahren könnten zudem 10- bis 120-mal größer sein als die derzeitigen ECDSA-Signaturen von Bitcoin. Das schafft bei der Migration einen Zielkonflikt in Bezug auf die Kapazität.
Häufig gestellte Fragen
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Warum sieht Europol Bitcoin-Wallets und nicht die Blockchain als größtes Quantenrisiko?
Ein leistungsstarker Quantencomputer könnte aus einem offengelegten öffentlichen Schlüssel den privaten Schlüssel ableiten und die Guthaben ausgeben. Europol zufolge ist die Kryptografie zum Schutz der Blockchain-Historie und des Minings widerstandsfähiger gegen Quantenangriffe.
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Wie viele Bitcoin liegen auf Adressen mit offengelegten öffentlichen Schlüsseln?
Rund 6,9 Millionen BTC liegen auf solchen Adressen, darunter frühe Bestände und seit Langem ruhende Guthaben.
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Gibt es bereits Quantencomputer, die Bitcoin stehlen können?
Nein. Europol zufolge gibt es noch keine Computer, die solche Angriffe ausführen können. Die Behörde machte keine Prognose dazu, wann es sie geben wird.
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Wie lange könnte die Migration von Bitcoin zu quantenresistenter Sicherheit dauern?
Eine von Europol zitierte Studie aus dem Jahr 2024 schätzt, dass die Umstellung aller UTXOs mindestens 76 Tage kumulierten Blockplatz beanspruchen würde. Bei einer Reservierung von 25 % jedes Blocks würde der Vorgang etwa 300 Tage dauern.
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Welchen Zielkonflikt könnten größere Post-Quanten-Signaturen für Bitcoin mit sich bringen?
Post-Quanten-Signaturverfahren könnten 10- bis 120-mal größer sein als die derzeitigen ECDSA-Signaturen von Bitcoin. Dadurch wird die Kapazität zu einem wichtigen Faktor bei der Migration.