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BTC- und ETH-Trader hedgen statt den Rebound zu jagen

Erhöhte Put-Skews über alle Laufzeiten signalisieren anhaltende Absicherungen gegen Abwärtsrisiken, obwohl die Spot-ETFs gerade eine zehntägige Abflussserie beendet haben. Das gespaltene Bild spricht dagegen, den Rebound als bestätigten Boden zu werten.

BTC- und ETH-Trader hedgen statt den Rebound zu jagen
BTC- und ETH-Trader hedgen statt den Rebound zu jagen
BTC- und ETH-Trader hedgen statt den Rebound zu jagen
BTC- und ETH-Trader hedgen statt den Rebound zu jagen

Bitcoin- und Ether-Trader hedgen sich ab, statt den Rebound zu jagen. Auf Deribit liegt der 25-Delta-Put-Call-Skew von BTC für eine Woche bei rund 16 Vol-Punkten, Puts werden also mit Aufschlag gegenüber Calls gehandelt. Das ist deutlich entfernt vom Peak bei 25% vor zehn Tagen, doch die Skews für einen, drei und sechs Monate zeigen weiterhin Put-Aufschläge von 10% oder mehr, und dasselbe Muster zeigt sich bei Ether.

Die Botschaft: Die Nachfrage nach Absicherungen gegen Abwärtsrisiken bleibt bestehen, obwohl die Spot-ETF-Zuflüsse gerade positiv geworden sind und Halter mit langer Perspektive offenbar wieder akkumulieren. Trader, die für Puts einen Aufschlag zahlen, sind nicht überzeugt, dass der Bounce einen echten Boden markiert.

Warum das wichtig ist

Das gespaltene Bild ist relevant, weil es zeigt, wer in welche Richtung positioniert ist. ETF-Allokatoren und Halter mit langer Perspektive, also der Teil des Marktes, der mehrere Drawdowns überstanden hat, stocken still und leise auf. Options-Trader, die echtes Geld für Absicherungen gegen Abwärtsrisiken zahlen, preisen weiterhin eine spürbare Wahrscheinlichkeit für ein weiteres Abwärts-Bein ein. Wenn die Spot-Nachfrage das eine sagt und die Volatilitätsoberfläche das andere, setzt sich auf dem P&L der Trader meist die Volatilitätsoberfläche durch.

Block-Flows untermauern diese Lesart. Ein großer Long-Call-Condor auf BTC mit Verfall am 17. Juli zahlt am meisten aus, wenn BTC an diesem Datum zwischen 66.000 $ und 68.000 $ notiert. Das ist eine Range-Struktur, keine direkionale Long-Wette.

Marktauswirkungen

Das Setup rund um das verlängerte US-Feiertagswochenende fügt eine zweite Risikoschicht hinzu. Die US-Märkte sind am Freitag wegen des Independence Day geschlossen, und dünne Liquidität verstärkt in Feiertagssitzungen Bewegungen in beide Richtungen. Beobachte auch das ETH/BTC-Verhältnis: Es steigt schnell Richtung 100-Tage-SMA, ein Niveau, das seit Dezember jeden Erholungsversuch abgewehrt hat. Ein sauberer Ausbruch darüber wäre das bislang stärkste Signal, dass Ether sich relativ zu Bitcoin bottomed; eine Abweisung an diesem Niveau würde die Warnung aus dem Put-Skew verstärken.

Verwandte Tokens
$BTC $ETH

Häufig gestellte Fragen

  1. Wie liegt der aktuelle BTC-Put-Call-Skew auf Deribit?

    Der 25-Delta-Put-Call-Skew von BTC für eine Woche liegt bei rund 16 Vol-Punkten, Puts also mit Aufschlag gegenüber Calls. Das ist deutlich unter dem Peak von 25% vor zehn Tagen, doch die Skews für einen, drei und sechs Monate zeigen weiterhin Put-Aufschläge von 10% oder mehr.

  2. Warum ist ein erhöhter Put-Skew relevant, obwohl BTC-ETFs Zuflüsse verzeichnen?

    Ein erhöhter Put-Skew bedeutet, dass Options-Trader weiterhin Aufschläge für Absicherungen gegen Abwärtsrisiken zahlen, obwohl Spot-ETF-Allokatoren und Halter mit langer Perspektive offenbar aufstocken. Das gespaltene Signal zeigt, dass Hedger den Bounce noch nicht als bestätigten Boden sehen.

  3. Was verrät der große BTC-Call-Condor im Block-Flow?

    Der Condor ist mit Long-Strikes bei 64.000 $ und 70.000 $ sowie Short-Strikes bei 66.000 $ und 68.000 $ auf den 17. Juli gepreist und zahlt am meisten aus, wenn BTC zwischen 66.000 $ und 68.000 $ settle't. Das ist eine Range-Wette, keine direkionale Long-Wette.

  4. Wie wirkt sich das US-Feiertagswochenende auf die BTC- und ETH-Märkte aus?

    Die US-Märkte sind am Freitag wegen des Independence Day geschlossen. Dünne Feiertagsliquidität verstärkt Bewegungen in beide Richtungen, weshalb der bestehende Abwärts-Skew eingepreist werden sollte.

  5. Warum ist das ETH/BTC-Verhältnis derzeit besonders beobachtenswert?

    Das Verhältnis steigt schnell Richtung 100-Tage-SMA, ein Niveau, das seit Dezember jeden Erholungsversuch abgewehrt hat. Ein sauberer Ausbruch darüber wäre das stärkste Signal bisher, dass Ether sich relativ zu Bitcoin bottomed; eine Abweisung würde die Warnung aus dem Put-Skew verstärken.

Quellenangabe
Aggregiert von CoinDesk · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 1h
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