Cantor Fitzgerald und Securitize haben am Mittwoch eine Partnerschaft angekündigt, um blockchainbasierte IPOs zu börsennotierten Unternehmen zu bringen. Dabei sollen Eigenkapitalmärkte über Infrastruktur für tokenisierte Emissionen laufen, statt Tokens erst nachträglich aufzusetzen. Cantor stellt seine Fähigkeiten in Equity Capital Markets und Handel bereit, während Securitize die Tokenisierungsinfrastruktur liefert, über die die entstehenden Wertpapiere emittiert, verteilt und betreut werden.
Der Aufbau ist der interessante Teil. Ein Sprecher von Securitize sagte, die Partnerschaft treibe ein vom Emittenten getragenes Modell voran, bei dem der Token das tatsächliche Wertpapier repräsentiert, nicht einen Wrapper, SPV oder ein synthetisches Produkt. Tokenisierung rückt in den Emissionsprozess selbst, statt später darübergelegt zu werden. So bleibt alles im etablierten Rahmen öffentlicher Angebote, während die Führung von Eigentumsnachweisen modernisiert wird.
Warum das wichtig ist
Das ist keine Geschichte über tokenisierte Fonds und kein Experiment im Sekundärhandel. Hier verbindet sich ein TradFi-Schwergewicht mit echter Emissionskraft im Aktienmarkt mit Onchain-Abwicklung auf Primärmarktebene. In derselben Woche skizzierte die Depository Trust & Clearing Corporation neue Pläne zur Tokenisierung von Aktien mit JPMorgan, Goldman Sachs, BlackRock und Vanguard. Der Cantor-Securitize-Deal fällt damit in eine breitere Verlagerung der Post-Trade-Infrastruktur hin zu tokenisierten Schienen. Börsennotierte Unternehmen mussten sich bislang zwischen klassischen IPOs und möglichen Blockchain-Vorteilen entscheiden. Diese Kombination ist der erste glaubwürdige Versuch, beides zu erhalten.
Marktauswirkung
Die direkte Lesart ist eher strukturell als von Tokenpreisen getrieben. Securitize, das bereits unter SECZ öffentlich gehandelt wird, erhält einen Tier-1-Partner für Aktienvertrieb, und Cantor ergänzt für eine Kundenbasis von Pre-IPO-Finanzierungen bis zu Folgeemissionen ein Onchain-Emissionsprodukt. Das Signal, das Investoren einpreisen sollten, ist die Richtung: Wenn Primäremissionen onchain wandern, wächst die adressierbare Fläche für tokenisierte RWAs weit über den heutigen Fonds- und Treasury-Komplex hinaus, und die Frage „Was leistet Tokenisierung eigentlich?“ bekommt eine konkrete Antwort.
Häufig gestellte Fragen
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Was haben Cantor Fitzgerald und Securitize konkret angekündigt?
Eine Partnerschaft, um blockchainbasierte IPOs zu börsennotierten Unternehmen zu bringen. Cantor übernimmt Equity Capital Markets und Handel, während Securitize die Tokenisierungsinfrastruktur für Emission, Verteilung und Betreuung tokenisierter Wertpapiere bereitstellt.
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Worin unterscheidet sich das von bestehenden Tokenisierungsprojekten?
Der Fokus liegt auf primärer Kapitalaufnahme statt auf tokenisierten Fonds oder Sekundärhandel. Ein Securitize-Sprecher sagte, der Token werde das tatsächlich emittierte Wertpapier repräsentieren, wobei die Tokenisierung in den IPO-Prozess eingebaut statt nachträglich darübergelegt wird.
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Funktionieren tokenisierte IPOs weiter unter bestehendem Wertpapierrecht?
Ja. Beide Unternehmen sagten, die Zusammenarbeit bewege sich innerhalb des etablierten Kapitalmarktrahmens für öffentliche Angebote und modernisiere Eigentumsnachweise und Abwicklung, statt das regulatorische Regime für Emissionen zu verändern.
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Wer steuert die Emission, Cantor oder Securitize?
Beide, nach Fähigkeiten aufgeteilt. Cantor bringt seine Equity-Capital-Markets- und Handelsaktivitäten ein, während Securitize die Onchain-Infrastruktur liefert, mit der die entstehenden tokenisierten Wertpapiere emittiert, verteilt und betreut werden.
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Warum ist das neben dem Tokenisierungsschub der DTCC wichtig?
DTCC kündigte diese Woche Pläne an, Aktien mit JPMorgan, Goldman Sachs, BlackRock und Vanguard zu tokenisieren. Zusammen zeigen beide Schritte, dass Primärmarkt und Post-Trade-Infrastruktur im selben Nachrichtenzyklus in Richtung Onchain-Schienen kippen.
CoinDesk